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Weihnachten: Das sind die beliebtesten Plätzchen der Deutschen

23.11.2021 • 16:49

Weihnachten und Plätzchen - das gehört einfach zusammen. Ob auf dem bunten Teller, zur Kaffeetafel oder als Mitbringsel, Plätzchen lieben alle. Diese Sorten sind in Deutschland laut EatSmarter besonders beliebt.

Weihnachten: Diese Plätzchen werden in Deutschland am liebsten gegessen

Der Advent steht vor der Tür und wer selbstgemachte Plätzchen naschen, mitbringen oder beim Kaffeeklatsch zu Hause anbieten möchte, der darf jetzt loslegen. Die Weihnachtsbäckerei ist eröffnet und es sind vor allem ein paar Klassiker, die jedes Jahr in den Ofen kommen.

Aber worin liegt die Liebe der Deutschen zu ihren Weihnachtsplätzchen eigentlich begründet? Ihren Ursprung haben die Mini-Gebäckstücke im 18. Jahrhundert. Als die Kaffee- und Teezeremonie in deutschen Herrenhäusern Einzug hielt, reichten die feinen Damen gerne eine süße Kleinigkeit dazu.

Zucker, Mandeln und Kakao waren damals allerdings sehr teuer und nicht leicht erhältlich. Daher blieb das leckere Gebäck den feinen Herrschaften vorbehalten. Doch spätestens mit der Zuckergewinnung aus heimischen Rüben, durfte auch das Volk die kleinen Plätzchen backen. Allerdings gab es diese Naschereien nur zu besonderen Anlässen. Man reicht die Plätzchen schon bald und mit Vorliebe als eine besondere Süßigkeit vor allem in der Weihnachtszeit.

Die Top 10 unter den Plätzchen

Inzwischen gibt es unzählige Rezepte, aber in den Top 10 landen im Advent 2021 vor allem echte Klassiker. "Eat Smarter", die Online-Plattform für gesunde Ernährung, hat die beliebtesten Plätzchen der Deutschen aufgelistet.

  1. Vanillekipferl
    Dieses traditionelle Weihnachtsgebäck hat deutsch-österreichisch-böhmische Wurzeln und findet sich fast auf jedem gut sortierten Plätzchenteller wieder. Wem das Formen gleichmäßiger Kipferl schwer fällt, kann sich inzwischen mit praktischen Silikonkipferlblechen mit vorgeformten Mulden behelfen.
  2. Kokosmakronen
    Das sind tatsächlich echte Leichtgewichte unter den Plätzchen. Sie bestehen hauptsächlich aus Kokosraspeln und Eiweiß. Beim Zuckergehalt kann man ausprobieren, wie gesund man es gerne mag. Wer lieber aus dem Vollen schöpft, tunkt die Makronen zum Schluss in flüssige Schokolade oder rührt unter das Kokos-Eiweiß-Gemisch noch Schokoraspeln. Hat hier jemand Leichtgewicht gesagt?
  3. Spritzgebäck
    Spätestens bei Spritzgebäck klingen bei allen die kulinarischen Weihnachtsglocken! Am besten gelingt das Spritzgebäck, wenn man es mit einem Fleischwolf herstellt, es funktioniert aber auch mit einem einfachen Spritzbeutel. Besonders lecker sind diese Plätzchen aufgrund ihres hohen Butteranteils – daran sollte man auch wirklich nicht sparen.
  4. Ausstechplätzchen
    Gerade beim Backen mit Kindern sind Ausstechplätzchen eine tolle Sache. Das ordentliche Ausstechen des meist recht klebrigen Teiges ist vielleicht eine Herausforderung, dafür macht das üppige Verzieren mit Zuckerguss und bunten Streuseln anschließend umso mehr Spaß.
  5. Mandelsplitter
    Noch eine eher gesunde Variante unter den Weihnachtsnaschereien. Für die Mandelsplitter vermengt man einfach gestiftelte oder gehobelte Mandeln mit geschmolzener Schokolade und formt anschließend kleine Häufchen auf Backpapier. Je nach Vorliebe kann man weiße, Bitter- oder Vollmilchschokolade verwenden. Anschließend nur noch abkühlen lassen, fertig!
  6. Kulleraugen
    Für die niedlichen Kulleraugen wird hauptsächlich Marzipanrohmasse mit Kokosflocken vermischt. Daraus werden kleine Kugeln geformt, eine Delle hineingedrückt und in die Mulde ein wenig Marmelade gegeben. So einfach, so köstlich!
  7. Spekulatius
    Alleine der Geruch von Spekulatius versetzt die meisten Menschen augenblicklich in Weihnachtsstimmung. Das liegt natürlich an den duftenden Gewürzen wie Kardamom, Gewürznelken und Zimt.
  8. Spitzbuben
    Auch dieser Klassiker darf in der Weihnachtszeit nicht fehlen. Durch die gemahlenen Haselnüsse werden sie gleich ein bisschen gesünder und auch hier darf man ausprobieren, ob es nicht auch mit weniger Zucker genauso lecker schmeckt.
  9. Lebkuchen
    Kein Wunder, das die Supermärkte ihre Weihnachtssaison Ende August meist mit Lebkuchen einläuten. Sie sind halt einfach köstlich und sollten das ganze Jahr über zu kaufen sein. Scherz.
  10. Zimtsterne
    Wer Zimtsterne macht, flucht meist über die elendige Ausstecherei. Aber das Ergebnis sorgt am Ende immer für Begeisterung und viel Lob. Tipp: Den Ausstecher immer wieder in Puderzucker tauchen, dann bleibt der Teig nicht so kleben.

Wann sollte man am besten Plätzchen backen?

Eine alte Faustregel besagt, dass kurz vor Beginn der Adventszeit die beste Zeit zum Backen ist. Dann ist man früh genug dran, um den ganzen Advent hindurch etwas zu naschen zu haben. Es ist aber auch nicht so früh, dass die Plätzchen zum Weihnachtsfest schon nicht mehr schmecken.

Übrigens: So dekorieren die Deutschen zu Weihnachten am liebsten!

Wie lange halten Plätzchen? So bleiben sie länger frisch

Egal ob Vanillekipferl, Spritzgebäck oder Zimtsterne – Plätzchen sollten nur offen auf einem Teller liegen, wenn sie auch gerade verzehrt werden. Plätzchen sollten nur offen auf einem Teller liegen, wenn sie auch gerade verzehrt werden. Ansonsten hebt man sie am besten in einer gut verschließbaren Blechdose oder einem Plätzchenglas auf.

Gerade bei Gebäck, das weich und saftig bleiben soll, wie zum Beispiel Makronen oder Lebkuchen, kann man einen Apfelschnitz mit in die Dose hineinlegen. Dieser gibt Feuchtigkeit ab und bewahrt die Plätzchen vorm Austrocknen. Allerdings ist es ratsam, das Apfelstück spätestens jeden zweiten Tag auszutauschen. Zum einen gibt es nach dieser Zeit kaum mehr Feuchtigkeit ab. Außerdem droht das Apfelstück nach zwei Tagen zu schimmeln. Und Schimmel ist schließlich das Letzte, was wir in der Plätzchendose haben wollen.

Manche schwören darauf, statt eines Apfelstücks eine Scheibe Graubrot mit in die Keksdose zu legen. Das Brot soll ebenfalls von seiner Feuchtigkeit an die Plätzchen abgeben und diese so länger frisch halten. Aber man darf nicht vergessen, auch die Brotscheibe regelmäßig zu erneuern.

Mit diesen Profi-Tipps gelingen die Weihnachtsplätzchen

  • Mürbeteig am besten schon am Vortag zubereiten und über Nacht im Kühlschrank lagern. So bröckelt er weniger und lässt sich besser verarbeiten.
  • Plätzchen nie auf dem heißen Blech liegen lassen. Am besten auf einem Gitter auskühlen lassen. Sonst werden sie zu trocken und hart.
  • Unbedingt auf frische Zutaten achten – besonders bei Nüssen. Man sieht ihnen zwar nichts an, aber alte Nüsse schmecken muffig.
  • Zu faul zum Ausstechen? Einfach gleichmäßige Rollen formen und davon Scheiben schneiden. Die runden Plätzchen lassen sich nun wunderbar verzieren.

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