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Wie wurde der Cast für „Wild Island - Das pure Überleben“ gefunden? Gab es einen Bewerbungsaufruf?

Mit der Suche nach den Abenteurern wurden unterschiedliche Casting-Agenturen beauftragt.

Nach welchen Kriterien wurde der Cast ausgewählt?

Es wurde nach einer möglichst großen Bandbreite der Bevölkerung gesucht – sportlich und gesundheitlich in der Lage, die Zeit auf der Insel zu überstehen.

Wurde auf der Insel eine künstliche Lebensumgebung geschaffen?

Die Abenteurer sind auf der Insel selbst für Ihre Lebensumstände verantwortlich und müssen auf alle Ressourcen zurückgreifen, die die Insel von Natur aus zu bieten hat. Dazu gehören Holz, Nüsse, Früchte, Meeresfrüchte, Fische, Schweine, Leguane, Vögel, Strandgut. Auf der Insel gibt es neben vielen natürlichen, niederschlagsabhängigen Wasserquellen ein Erdloch, das mit Beton verstärkt wurde, um das Versiegen in der Trockenzeit zu verlangsamen. Ob die Abenteurer genau den Wassertümpel finden werden ist fraglich und hängt von der Position ihres Camps ab, von der Anzahl der Regengüsse und auch von anderen, vielleicht näher gelegenen Wassertümpeln ab.

Werden Tiere auf der Insel ausgesetzt?

Zur natürlichen Tierpopulation des Pearl Islands Archipels gehören unter anderem Kaimane, Schweine, Schlangen, Skorpione, Spinnen, unterschiedliche Vögel, Schnecken, Krebse und Krabben, Fische, Haie, Rochen, Wale. Mit den Besitzern der Insel besteht die Vereinbarung, dass alles, was von der Insel genommen wird, auch wieder zurückgegeben werden muss. Von der Produktionsfirma wurde ein Schwein auf der Insel ausgesetzt, weil in der letzten Produktion ein Schwein getötet wurde.

Wurde das Schwein von der Produktion betäubt, damit es leichter zu fangen ist?

Nein.

In "Wild Island" werden Tiere zur Belustigung gequält.

Falsch. In 'Wild Island' leben 14 Abenteurer auf einer Insel vor Panama. Sie ernähren sich von dem, was die Insel bietet: Pflanzen, Kokosnüsse, Früchte - und auch Tiere. Dabei zeigt das Programm einen wichtigen Aspekt: Wie verändern sich Menschen, die sonst im Überfluss leben. Was wird wichtig? Was wird unwichtig? Was macht Hunger aus mir? Ein Abenteurer: „Wild Island hat mich verändert. Ich lebe jetzt bewusster, weiß, was wirklich wichtig ist."

Warum musste das Schwein so leiden?

Das Leiden des Schweins war kurz. Jäger Gregor hat das Schwein mit einem geübten und gekonnten Schnitt getroffen.

ProSieben wirbt für das blutige Schlachten von Tieren.

Falsch. In „Wild Island“ ist das Beschaffen von Nahrung und Wasser ein zentrales Thema. Man sieht Jagdversuche, die meistens scheitern. Und man sieht, dass Tiere gefangen werden. Das mag in Zeiten, in denen sich viele Menschen von Tiefkühlkost ernähren, den ein oder anderen verstören. Wichtig: Szenen, in denen Tiere blutig getötet werden, sehen die Zuschauer nicht.

Ungeübte Abenteurer meucheln Tiere.

Falsch. Alle Abenteurer wurden in einem Survivaltraining unterrichtet, wie man Tiere artgerecht tötet. Im Cast ist mit Gregor ein Jäger, der auf einem Bauernhof lebt und seit Jahren Erfahrungen mit dem Leben und Töten von Tieren hat.

Es werden bedrohte Arten getötet.

Falsch. Alle Abenteurer wurden in einem Survivaltraining unterrichtet, welche Pflanzen auf der Insel den Tod bringen - und welche Tiere man nicht töten darf. Das Fangen eines Rochens mag in unseren Breiten exotisch sein - im Pazifik ist es so besonders wie das Fangen einer Forelle oder eines Karpfens in einem deutschen Gewässer.

Die Abenteurer sind angehalten, Tiere zu töten.

Falsch. Die Abenteurer entscheiden frei, wie sie leben und was sie essen. Und ob sie jagen.

Warum werden in der Sendung potenziell Tiere geschlachtet?

Der moderne Mensch ist es gewohnt, Fleisch aus der Massentierhaltung und portioniert abgepackt im Supermarkt zu kaufen – das Gehackte für Spagetti Bolognese, Schweinemedaillons, oder auch Putengeschnetzeltes. Welchen Weg das Fleisch bis in den Supermarkt zurückgelegt hat, ist vielen Fleisch-Konsumenten nicht bewusst.

Ein wesentlicher Aspekt des Formates "Wild Island - Das pure Überleben" beinhaltet die Frage, ob der moderne Mensch noch in der Lage ist, sich sein Essen selbst zu suchen und zuzubereiten. Wie verändert sich der Bezug zum Fleisch-Essen, wenn man das Tier selbst erlegen muss und wie verändert sich die die Bereitschaft, ein Tier zu töten, wenn Hunger ein zentrales Thema ist?

Haben die gelernten Kameraleute einen Sonderstatus?

"Die Männer und Frauen, die auf einer einsamen Insel ausgesetzt werden erhalten keinerlei Unterstützung oder Anweisung von außerhalb. Dies stellt auch die Macher des Formats vor eine große Herausforderung, denn um dieses Abenteuer filmisch festzuhalten, würde normalerweise ein Kamerateam und Redakteur die Teilnehmer begleiten. Doch dies würde bereits eine Einflussnahme von außen bedeuten. Aus diesem Grund haben wir uns für eine Lösung entschieden, die der Authentizität des Formats gerecht wird: Die Gruppe filmt sich gegenseitig selbst. Dafür erhalten sie zuvor ein ausgiebiges Kameratraining. Um zu gewährleisten, dass wir hochwertiges Bildmaterial erhalten und um die Abenteurer bei technischen Vorgängen zu unterstützen, sind zusätzlich drei von ihnen ausgebildete Kameraleute. Diese drei sind jedoch Teil des Teams, sie sind Survivalisten wie alle anderen auch, ohne Sonderstaus und Vorrechte. Auch sie müssen wie alle anderen aktiv zum Überleben der Gruppe beitragen, sie sind nicht stille Beobachter sondern aktive Teilnehmer des Abenteuers und als solche sowohl hinter, als auch vor der Kamera zu sehen.“

Welchen vertraglichen Status haben die drei Kameraleute innerhalb der Produktion?

In den Verträgen der drei professionellen Kameraleute steht als Tätigkeitsbeschreibung „Teilnehmer/Kameramann“. Als Kameraleute ohne redaktionellen Auftrag sind sie Teil des Teams und filmen ebenso wie alle anderen Abenteurer das Geschehen auf der Insel.

Wurden die Kameraleute vor dem Aussetzen gebrieft?

Um zu gewährleisten, dass auf der Insel jederzeit das Filmen möglich ist, werden täglich über ein Dropbox-Verfahren Speichermedien und Akkus ausgewechselt. Die Kameraleute haben die technische Hoheit über das Equipment und stellen gemeinsam sicher, dass immer alle Audiogeräte und Kameras aufnahmebereit sind. Für das Dropbox-Verfahren gibt es ein Briefing.

Wie viele Kameras nehmen die Abenteurer mit auf die Insel?

Die Abenteurer nehmen sechs Handkameras, sechs GoPro-Kameras und zwei Unterwasserkameras mit auf die Insel.

Wie genau läuft das Dropbox-Verfahren ab?

Die Dropbox ist in erster Linie ein wasserfester Rucksack, über den täglich volle und leere Speichermedien sowie Akkus ausgetauscht werden. So wird sichergestellt, dass die Abenteurer nicht in Kontakt mit der Produktion kommen. Production-Base ist etwa 30 Bootsminuten von Wild Island entfernt. Für den täglichen Dropbox-Austausch fährt ein Produktionsmitarbeiter jeden Morgen mit dem Sonnenaufgang nach Safety-Island. Dort wartet er auf den Funkspruch der Abenteurer, dass die Dropbox bereit zur Abholung und kein Teilnehmer mehr in der Nähe der Dropbox ist.

Daraufhin fährt Survivalist Ross Bowyer nach Wild Island und holt die Dropbox mit vollen Speicherkarten und leeren Akkus ab. Am Nachmittag fährt erneut ein Boot von Production-Base nach Safety-Island und bringt volle Akkus und leere Speicherkarten nach Safety-Island. Survivalist Ross Bowyer fährt das Material nach Wild Island und deponiert es dort. Die Abenteurer können dann nach eigenem Ermessen bis zum frühen Morgen den Batterie- und Akkuwechsel vornehmen. Morgens geht dann wieder der Funkspruch von den Abenteurern nach Safety-Island und der oben beschriebene Prozess wiederholt sich. Für den Austausch gibt es zwei Ausgangssituationen:

a) Die Abenteurer sind noch in Bewegung und haben kein festes Camp:

Die Abenteurer und auch die Dropbox sind mit GPS-Trackern versehen, sodass beide von außen geortet werden können. Die Abenteurer legen die Dropbox an eine Stelle entfernt von ihrem vorübergehenden Camp, entfernen sich von der Dropbox und funken Safety-Island an. Die Dropbox kann nun von dem Survivalisten Ross Bowyer geortet werden.

b) Die Abenteurer haben sich für einen Platz zum Campen entschieden:
In sicherer Entfernung vom Camp der Abenteurer in einer Nebenbucht wird eine Kiste gestellt, über die oben beschriebener Prozess täglich wiederholt wird.

Was sonst noch über die Dropbox ausgetauscht wird:

- Kaputtes Kamera-Equipment
- Der Dropboxverantwortliche Abenteurer erstellt täglich eine kurze, stichpunktartige Übersicht über die Tagesaktivitäten mit Info über das gesundheitliche Befinden der Abenteurer und legt sie in die Dropbox
- Unbekannte Pflanzen, die auf Essbarkeit überprüft werden müssen.
- Moskitospray und Sonnenmilch – leer gegen voll

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"Wild Island - Das Pure Überleben", täglich ab 22:15 Uhr auf ProSieben.

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