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Denkt man an Filme mit starken Frauenrollen, fallen den meisten wohl Ellen Ripley aus "Alien", Katniss Everdeen aus den "Tribute von Panem"-Filmen oder Black Widow aus der Avengers-Reihe ein. Auch wenn die Repräsentation von Frauen in Filmen besser geworden ist, sah das vor einigen Jahren noch ganz anders aus.

2011 hatten laut dem Center for the Study of Women in Television and Film (auf Deutsch etwa: Zentrum für Studien von Frauen in Film und Fernsehen) an der San Diego State University gerade einmal 11 Prozent der erfolgreichsten Filme eine weibliche Hauptrolle. 2019 lag der Anteil immerhin schon bei 40 Prozent.

Fünf Fakten über starke Frauen in der Filmwelt

  1. Ripley aus der "Alien-Reihe" gilt als erste Action-Heldin der Kinogeschichte. Anfangs war ihre Rolle als Mann geplant, wurde jedoch umgeschrieben – und Schauspielerin Sigourney Weaver schrieb Filmgeschichte.
  2. Auch bei Schauspieler:innen gibt es einen Gender Pay Gap. 2015 machte Katniss-Everdeen-Darstellerin Jennifer Lawrence mit einem Essay auf den Unterschied zwischen den Gehältern von männlichen und weiblichen Schauspielern aufmerksam.
  3. Reese Witherspoon, Shonda Rhimes und andere Frauen aus der Filmindustrie engagieren sich für das Projekt #AskHerMore. Denn noch immer werden weibliche Personen aus der Filmwelt und anderen Bereichen der Öffentlichkeit über oberflächliche Themen anstatt über ihre Erfolge ausgefragt.
  4. Es muss nicht immer eine festliche Robe sein. Bei der Oscarverleihung 2016 nahm die "Mad Max: Fury Road"-Kostüm-Designerin Jenny Beavan die Auszeichnung in Lederjacke und Boots entgegen – und stieß dabei nicht nur auf Wohlwollen.
  5. 2018 sorgte Kristen Stewart für Aufsehen. Aus Protest auf die strenge Kleiderordnung des Filmfestivals in Cannes zog sie auf dem roten Teppich ihre High Heels aus und lief barfuß weiter.

Hinter der Kamera: Regisseurinnen und Auszeichnungen

Seit 1929 wird der Oscar für die Beste Regie verliehen. 2010 gewann Kathryn Bigelow als erste und bisher einzige Frau den Filmpreis für ihre Arbeit an "The Hurt Locker". In der Geschichte Hollywoods waren bisher nur fünf Frauen als beste Regisseurin seit 1929 nominiert.

In Hollywood gibt es über lange Zeit betrachtet ein großes Defizit, was die Zahl von Regisseurinnen betrifft. Der Frauenanteil lag dabei in den letzten 13 Jahren zusammengenommen gerade einmal bei 4,8 Prozent, wie die USC Annenberg School for Communication and Journalism erklärt.

Allerdings ist eine Besserung in Sicht. 2019 stieg der Anteil von Frauen auf dem Regiestuhl und die Zahl wuchs auf 10,6 Prozent an. Zum Vergleich: 2018 waren es noch 4,5 Prozent, 2007 gerade einmal 2,7 Prozent. 

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