taff

Playlist

taff

Grippe-Impfung: Was dafür und was dagegen spricht

Ihr seid unsicher, ob ihr euch wirklich gegen Grippe impfen lassen sollt? Welche Argumente dafür und welche dagegen sprechen, verraten wir euch im Video.

10.10.2016 17:30 | 1:00 Min | © Glutamat

Mit einer echten Grippe ist nicht zu spaßen! Zwar neigen wir dazu, eine halbwegs harmlose Erkältung schon als Grippe zu bezeichnen. Diese grippalen Effekte, wie sie richtig heißen, sind jedoch wesentlich weniger gefährlich. Die Grippe, bei der es sich medizinisch um eine sogenannte Influenza handelt, ist nämlich sehr gefährlich. Im schlimmsten Fall kann sie bei bereits geschwächtem Immunsystem sogar zum Tod führen. Sie muss also in jedem Fall ärztlich behandelt werden.

Da die Grippe beziehungsweise Influenza von Viren ausgelöst wird, nützen Antibiotika leider nichts gegen die Krankheit. Das Immunsystem muss alleine mit dem Erreger fertig werden, und Arzt und Patient können nur von außen die Gesamtkonstitution stärken.

Als wirksamster und präventiver Schutz gegen die Grippe gilt bisher die Grippe-Impfung.

Immunisierung gegen die Grippe

Wie bei den meisten Impfungen wird auch bei der Grippe-Impfung eine winzige Menge des Erregers in den Organismus injiziert, um das Immunsystem auf einen eventuellen Angriff vorzubereiten.

Während die meisten Impfungen jedoch nur alle paar Jahre aufgefrischt werden müssen, muss die Grippe-Impfung jedes Jahr neu durchgeführt werden. Denn die Viren verändern sich ständig, und der jeweils aktuelle Erreger ist gegen die Impfung vom Vorjahr bereits immun.

Pro und Kontra der Grippe-Impfung

Zwar gilt die Impfung gegen Influenza-Viren als guter Schutz, jedoch sprechen euch einige Argumente dagegen, sich jedes Jahr auf Neue impfen zu lassen. Besonders die im Vergleich zu anderen Impfungen eher geringe Wirksamkeit ist ein Faktor. Sogar das Robert-Koch Institut, welches in Deutschland für die Eindämmung und Kontrolle der Grippewellen zuständig ist, räumt ein, dass die Immunisierung nur in 55 bis 70 Prozent der Fälle wirksam ist. Mit zunehmendem Alter sinkt außerdem die Wahrscheinlichkeit, dass die Impfung die Grippe abwehren kann. Hinzu kommen mögliche Nebenwirkungen der Impfung, die zwar nach einigen Tagen wieder verschwinden sollten, anfänglich jedoch aufgrund ihrer grippeähnlichen Eigenschaften unangenehm sein können. Im Endeffekt kann es trotz Impfung zu einer Grippe kommen. Zum Beispiel, wenn sich eine Person zu zeitnah nach der Impfung mit dem Erreger infiziert, oder wenn der Virus, mit dem man sich infiziert, bereits nicht mehr derjenige ist, gegen den man sich zuvor impfen lassen hat.

Ob man sich gegen die Grippeviren impfen lässt, sollte jeder individuell und gemeinsam mit dem Hausarzt entscheiden.

Kommentare

taff Livestream