Neuer Wirbel um den Musikpreis "Echo". Die deutsche Musikindustrie hat – offenbar ausgelöst durch die umstrittene Preisverleihung an die Rapper Kollegah und Farid Bang beim "Echo 2018" – nun Konsequenzen gezogen. 

Skandal um Echo-Preisvergabe an Kollegah und Farid Bang habe zu Image-Schaden geführt

In einer Mitteilung des Bundesverbandes Musikindustrie heißt es, der "Echo" dürfe "(...) keinesfalls als Plattform für Antisemitismus, Frauenverachtung, Homophobie oder Gewaltverharmlosung wahrgenommen" werden.

Ein Fehler wie beim "Echo 2018" soll sich nicht wiederholen

Es sei bereits um Entschuldigung um das „um den diesjährigen Echo herum Geschehene“ gebeten worden. Rückgängig könne man es nicht machen, aber ein ähnlicher Fehler solle in Zukunft nicht noch einmal passieren. Das Image des "Echo" sei durch die Vorfälle beim "Echo 2018" stark geschädigt worden. Ein Neuanfang sei deshalb notwendig, so der Bundesverband Musikindustrie.

Doch wie könnte dieser Neuanfang aussehen? Das sind die ersten konkreten Schritte: Die drei Preise, "Echo", "Echo Klassik" und "Echo Jazz" sollen in eine eigene Struktur überführt werden.

Weiter heißt es in der offiziellen Mitteilung: "Im Zuge dessen werden auch die bisher involvierten Gremien ihre Tätigkeit einstellen. Die Kriterien der Nominierung und Preisvergabe werden dabei vollständig verändert. Wie beim "Echo Klassik" und "Echo Jazz", die von Anfang an reine Jury-Preise waren, soll beim neuen Musikpreis auch für den Pop-Bereich die Jury stärker in den Vordergrund rücken."

Beim "Echo 2018" waren die Rapper Kollegah und Farid Bang in der Kategorie "Hip-Hop/Urban National" ausgezeichnet worden. Obwohl sich auf einem ihrer Bonustracks die Zeile "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" befindet.

Oben im Video seht ihr die heißesten Kleider beim "Echo 2018".