Die Hobbies der Promikinder – was ist in der Promiwelt „in“? - Bildquelle: Pixabay© Pixabay

Hobbys sind für jeden wichtig, ganz besonders aber für Kinder von Promis, die schon früh im Rampenlicht stehen und sich unter erschwerten Bedingungen auf den Weg der Selbstfindung und Identitätsbildung begeben. Hobbys dienen nicht der Vorbereitung auf einen Beruf oder eine Karriere - vielmehr müssen sie auch den Kindern Spaß machen und idealerweise ihre Begabungen und Interessen fördern – ohne Leistungsdruck. Glaubt man einer aktuellen Analyse zum Thema Kinder und ihrer Hobbys, dann kann man sagen: Je professioneller, exklusiver und extravaganter die Hobbys, desto teurer.

Man kann den Eindruck gewinnen, dass gerade Prominente bei der Hobbyauswahl für ihre Kinder vor allem darauf achten, dass es möglichst teuer und extravagant ist. Reiten auf dem eigenen Rassepferd gehört ebenso zum Spektrum wie Gesangsunterricht im eigenen Studio oder das Fahren mit kindgerechten Nachbauten luxuriöser Automobile. Die Dekadenz beginnt bereits im Kleinkindalter mit diamantbesetzten Rasseln, luxuriösen Kinderzimmern und eigener Nanny, später kommen dann oft noch Privatlehrer und persönliche Stylisten hinzu.

Die vierjährige Blue Ivy Carter hat eine mit echten Diamanten besetzte Barbiepuppe im Wert von rund 60.000 Euro. Das Kinderzimmer der Tochter von Beyoncé und Shawn Corey Carter hat sogar das Siebenfache gekostet. Die Tochter der Sängerin Madonna hat ihren eigenen Stylisten und einen ganz persönlichen Beauty-Coach. Angelina Jolie sammelt mit vier ihrer Kinder antike Dolche. Und die Beckhams bauten mit ihrem Nachwuchs berühmte Gebäude und Paläste wie das Taj Mahal aus Lego Bausteinen auf.

Warum sind Hobbys wichtig?

Hobbies sind wichtig, natürlich nicht nur für Pomikinder! Sie können Begabungen fördern und die Motorik verbessern. DerBegriff Hobby stammt übrigens vom englischen Ausdruck hobby horse, womit ein Steckenpferd gemeint ist. Bei der Auswahl des optimalen Hobbys sollte nicht nur für Promis der Wunsch des Kindes an erster Stelle stehen, insofern ein solcher Wunsch vorhanden ist. Ist (was oft der Fall ist) kein Wunsch vorhanden, kann man versuchen, den lieben Kleinen Vorschläge zu machen. Diese Vorschläge sollten allerdings nicht aus den eigenen Wünschen, Hobbys und Vorlieben heraus gemacht werden. Vielmehr gilt es zu überlegen, was der Sohn oder die Tochter in seiner Freizeit gerne macht, welche Talente und Interessen er/sie bisher an den Tag gelegt hat und was dem Kind gut tun könnte – zum Beispiel mehr Bewegung oder mehr soziale Kontakte.

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Eltern sollten die Hobbywünsche ihrer Kinder nicht ignorieren, um ihnen nicht die Motivation zu nehmen, sollten ihnen aber auch nicht einfach unreflektiert nachkommen. Gerade jüngere Kinder im Grundschulalter lassen sich durch Medien und Freunde leicht beeinflussen und kommen so auf Hobbywünsche, denen unrealistische Vorstellungen zugrunde liegen. Wenn der Sohnemann zum Beispiel im Fernsehen ein Fußballspiel gesehen hat, kann schnell der Wunsch entstehen, auch einmal als Fußballstar im Rampenlicht zu stehen. Bei Mädchen können Tanzfilme oder Singshows zu einem vergleichbaren Effekt führen.

Wenn prominente oder nicht prominente Eltern mangels konkreter Wünsche dem Kind ein Hobby vorschlagen müssen, sollten sie sich Gedanken über seine Neigungen und Veranlagungen machen. Ist der Nachwuchs musisch veranlagt, hat er womöglich Spaß am Erlenen eines Musikinstruments (Musik fördert emotionale und kognitive Fähigkeiten) oder an der Malerei, was man auch ohne Verein ausüben kann. Kinder, die Bewegung brauchen, sind vermutlich bei einem Ballsport, beim Turnen oder beim Tanzen gut aufgehoben. Sport wirkt sich in jedem Fall positiv auf die Motorik aus. Hier sollte man sich das Angebot der Vereine und Organisationen im näheren Umkreis ansehen und wenn möglich ein Probetraining oder einen Schnupperkurs vereinbaren. Ein schönes Hobby kann auch das Sammeln von Briefmarken, Münzen oder Stickern sein.

Neue Hobbys zunächst drei bis sechs Monate testen

Hat man ein Hobby für sein Kind gefunden, sollte man dieses zunächst in einer Art Probephase von drei bis sechs Monaten testen. In dieser Probephase sollte man nur die wirklich nötige Grundausstattung für das Hobby anschaffen – möglichst günstig, vielleicht sogar gebraucht. Das Kind braucht nicht beim ersten Training Highend-Schuhe für über 100 Euro. Der Nachwuchs muss das neue Hobby in dieser Probephase durchhalten – also regelmäßig zum Training, zur Probe oder zum Wettkampf gehen und nicht beim kleinsten Unmut sofort alles hinschmeißen. Nach Ablauf der Probezeit kann dann gemeinsam entschieden werden, ob und wie es weitergeht. Übrigens probieren Heranwachsende durchschnittlich sieben bis acht verschiedene Aktivitäten aus, von denen im höheren Alter nur 1,5 fortgeführt werden.

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So schön und wichtig ein Hobby ist, sollte das Kind genug Zeit für ungeplante Aktivitäten wie spielen lesen oder einfach nur entspannen haben. Die kindlichen Bedürfnisse dürfen durch feste Verpflichtungen nicht auf der Strecke bleiben. Es geht letztendlich vor allem darum, das Kind zu fördern, es aber nicht zu überfordern. Das Hobby soll gerade kleineren Kindern Spaß machen, es nicht stressen oder überfordern und ihm genug Freiraum für andere Aktivitäten lassen. Einer aktuellen Studie zufolge klagt jedes dritte Kind im Alter von sechs bis zwölf über zu wenig Zeit zum Spielen. Je älter die Kinder, desto knapper das Zeitbudget für Freizeit und Erholung.

Hobbys für Kinder und Jugendliche sind nicht kostenlos

Das durchschnittliche Hobby kostet im Monat rund 66,- Euro (inklusive aller Material-, Ausrüstungs- und Nebenkosten). Auf Platz 1 der Hobbys deutscher Kinder und Jugendlicher liegen seit einigen Jahren stabil PC- und Video-Spiele mit einer Quote von 93%. Über 80% der deutschen Jungen und über 60% der deutschen Mädchen sind in einem Sportverein aktiv. Die beliebtesten Sportarten sind gegenwärtig Fußball für Jungen und Turnen für Mädchen. Generell sind Sportarten, die im Team ausgeübt werden, günstiger als Einzelsportarten. Außerdem werden im Teamsport der soziale Zusammenhalt und die kommunikative Kompetenz gefördert. Immerhin 25% der Kinder spielen mindestens einmal pro Woche ein Instrument.

Mit zunehmendem Alter und Anspruch werden die Hobbys der Kinder bzw. Jugendlichen deutlich teurer. Computer, Smartphones und Spielkonsolen verschlingen bereits in der Anschaffung mehrere hundert Euro, ganz zu schweigen von Apps und Spielen. Professionelle Instrumente und Ausrüstungsgegenstände sind häufig sogar noch teurer. Am besten ist wohl ein ausgewogener Mix aus verschiedenen Aktivitäten, um das Kind vielseitig zu fördern und ihm einen echten Ausgleich zur Schule und zum Promi-Stress zu ermöglichen.

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