VornameWim
NachnameWenders
LandBundesrepublik Deutschland
Alter74
Geburtstag14.08.1945
GeburtsortDüsseldorf, Deutschland
SternzeichenLöwe
Geschlechtmännlich

Wilhelm Ernst Wenders wurde 1945 in Düsseldorf geboren. Der Sohn eines Chirurgen wuchs in einem konservativen, katholisch geprägten Elternhaus auf. Ursprünglich sollte sein Vorname Wim aufgrund der holländischen Herkunft seiner Mutter in den Pass eingetragen werden. Das Gesuch wurde jedoch abgelehnt, da der Name "undeutsch" sei. Wim Wenders wollte zunächst Priester werden, was er nach eigenen Angaben durch den Einfluss von Rock 'n' Roll-Musik verwarf. Später wurde die Musik ein wichtiges Stilmittel seiner Filme, hier insbesondere "Buena Vista Social Club".

Nach dem Abitur konnte Wim Wenders zwei Semester Medizinstudium in München auf seinen Steckbrief schreiben, danach ein Semester Philosophie in Freiburg und wiederum ein Semester Soziologie in Düsseldorf. Er brach den akademischen Werdegang ab, um sich zunächst auf die Malerei zu fokussieren. Anno 1966 zog Wenders nach Paris und bewarb sich vergeblich an der Filmschule Institut des hautes études cinématographiques. Daraufhin arbeitete der scheinbar rastlose Wenders als Radierer im Atelier des Künstlers Johnny Friedlaender in Montparnasse. Das Kino wurde derweil zu seiner Passion: In nur einem Jahr soll er sich über 1.000 Filme angesehen haben.

1967 wurde Wenders an der Hochschule für Fernsehen und Film München aufgenommen. Er gründete mit anderen Autorenfilm-Regisseuren den Filmverlag der Autoren und ging 1977 auf Einladung des "Der Pate"-Regisseurs Francis Ford Coppola in die USA. Die Zusammenarbeit brachte das Werk "Hammlett" hervor. Es folgten Projekte verschiedener Genres, so beispielsweise "Paris, Texas", "In weiter Ferne, so nah!", "Lisbon Story" und "The Million Dollar Hotel". Große Erfolge feierte der Regisseur im Dokumentarbereich: "Buena Vista Social Club" und "Pina" wurden jeweils für den "Oscar" in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" nominiert. Zwischenzeitlich heimse Wenders von der "Goldenen Kamera" bis zum "Deutschen Filmpreis" alle wichtigen Auszeichnungen des Landes ein.