VornameCharlie
NachnameSheen
LandUSA
Alter53
Geburtstag03.09.1965
GeburtsortNew York City, USA
SternzeichenJungfrau
Geschlechtmännlich
Haarfarbebraun

Biographie zu Charlie Sheen

Dass Carlos Irwin Estévez einmal Schauspieler werden würde, war fast abzusehen. Sein Vater ist kein Geringerer als der Hollywood-Star Martin Sheen (Apocalypse Now, TV-Serie The West Wing – Im Zentrum der Macht), dessen Künstlernamen Charlie später übernahm. Auch sein Bruder Emilio Estévez (St. Elmo’s Fire – Die Leidenschaft brennt tief, Die Outsider) ist eine Größe im Business. Papa Martin verschaffte dem neunjährigen Charlie schließlich auch seine erste Rolle in dem TV-Film Die Hinrichtung des Soldaten Slevik (1974).

Charlie Sheen drehte zu Schulzeiten leidenschaftlich gerne Super-8-Filme mit seinen Kumpels Rob Lowe und Sean Penn. Doch wegen schlechter Noten und Fehlzeiten flog er kurz vor dem Abschluss von der Schule.

Der Durchbruch gelang Charlie Sheen mit ernsten Rollen

Nach einigen kleineren Rollen gelang Charlie Sheen der große Coup: Mit der Hauptrolle in dem Anti-Kriegsfilm Platoon (1986; mit Tom Berenger und Willem Dafoe) überzeugte er die Kritiker – der Film gewann vier Oscars, Charlie Sheen war über Nacht ein Star. Kurz darauf folgte sein ebenfalls vielbeachteter Auftritt in dem Finanz-Thriller Wall Street (1987; mit Michael Douglas, Daryl Hannah und Martin Sheen).

Charlie Sheen in "Two and a Half Men"

Er widmete sich fortan besonders gerne den Komödien, wie der äußerst erfolgreichen Hot Shots-Reihe (1991/1993; mit Cary Elwes, Jon Cryer und Martin Sheen) oder Die Indianer von Cleveland (1989; mit Tom Berenger, Rene Russo und Wesley Snipes). Nach seiner Rolle in der US-Sitcom Chaos City (2000 bis 2002) als Nachfolger des bisherigen Hauptdarstellers Michael J. Fox erhielt er 2003 seine wohl wichtigste Rolle: Er wurde Charlie Harper in der Erfolgsserie Two and a Half Men (mit Jon Cryer und Angus T. Jones).

Charlie Sheen wurde im Laufe der Serie der bestbezahlte Serienschauspieler der Welt - in der achten Staffel anno 2010 bekam er pro Folge satte 1,25 Millionen US-Dollar. Doch der Ruhm stiegt ihm zu Kopf: Auf Grund diverser Drogen-Skandale und einer saftigen Beleidigung an den Produzenten Chuck Lorre feuerte ihn CBS 2011 fristlos. Charlie Sheen bekam einen Serientod, sein Nachfolger wurde Ashton Kutcher alias Walden Schmidt. 

Die Skandalnudel Charlie Sheen

So erfolgreich Sheens Karriere, so desaströs sein Privatleben: Bereits mit 19 wurde Sheen erstmals Vater, seine skandalöse Verlobung mit Kelly Preston wurde gelöst, weil er ihr in den Arm schoss. Es folgten Beziehungen mit Prostituierten und Pornodarstellerinnen, eine Ehe mit Hollywood-Star Denise Richards, die im Scheidungs- und Sorgerechtsstreit wegen seines Drogenmissbrauchs und der Gewaltausbrüche endete. Es folgten diverse Skandale wie Entzugsversuche, Schlägereien sowie Randale in Hotelzimmern.

Der Rauswurf bei Two and a Half Men war sozusagen das i-Tüpfelchen in seiner Skandalakte. Doch wer Charlie Sheen kennt, der weiß: Das nächste Angebot lies nicht lange auf sich warten. Und siehe da, 2012 ging Charlie Sheen mit seiner Serie Anger Management in den USA auf Sendung. Bis 2014 wurden immerhin 100 Folgen gedreht und ausgestrahlt. Zudem übernahm Charlie Sheen 2013 Rollen in Scary Movie 5 (mit Ashley Tisdale, Heather Locklear und Lindsay Lohan) sowie Machete Kills (mit Danny Trejo, Mel Gibson und Amber Heard).

Ein weiterer trauriger Höhepunkt folgt für Charlie Sheen jedoch am 17. November 2015. An jenem Tag gestand er öffentlich, dass er seit etwa vier Jahren HIV-positiv sei. Er machte das Geständnis, um damit einer Erpressung den Wind aus den Segeln zu nehmen.