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Im Jahr 2000 zog er in den Container ein

"Big Brother"-Star Christian Möllmann: Das macht der Ex-Kandidat heute

  • Aktualisiert: 08.12.2023
  • 08:58 Uhr
  • teleschau
Christian Möllmann feierte dank "Big Brother" seinen großen Durchbruch. Doch was macht der Ex-Kandidat heute?
Christian Möllmann feierte dank "Big Brother" seinen großen Durchbruch. Doch was macht der Ex-Kandidat heute?© RTL II / Martin Lässig

Christian Möllmann schaffte, was wenige schafften. Innerhalb von nur 31 Tagen wurde er zu einem heiß geliebten und gleichzeitig zu einem der meist gehassten Bürger Deutschlands. In der zweiten Staffel von "Big Brother" mischte er den Container auf und wurde zur "BB-Ikone". Und heute?

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Entweder sie liebten ihn oder sie hassten ihn. Dazwischen passte nichts. Er hätte im "Big Brother"-Container der zweiten Staffel als "Polarisator" laufen können. Aber Christian Möllmann wählte "Nominator" als seinen Kampfnamen, mit dem er die Mitinsassen nervte und seine Fans draußen verzückte. Viele sahen in ihm einfach nur ein "Arschloch". Auch nicht schlecht, dachte sich Möllmann und machte kurz nach seinem freiwilligen (!) Auszug aus dem Container einen Hit draus. Er veröffentlichte die Single "Es ist geil, ein Arschloch zu sein" am 13. November, nicht mal einen Monat nach seinem Auszug. Da balgten sich im Container die verbliebenen Kumpels noch einen weiteren Monat. Als Alida Kurras am 30. Dezember zur Siegerin gekürt wurde, war Christian Möllmann längst ein Star!

Christian Möllmann: Ganz Deutschland sang "Es ist geil, ein Arschloch zu sein"

In "Es ist geil, ein Archloch zu sein" gab er - natürlich - den fiesen Obermotz. "Ich quatsch' dich vorne freundlich zu und drück dir hinten eine rein. Ich bin genauso, wie ich heiße - mein Name ist Schwein." Aber er hielt den Fans auch den Spiegel vors Gesicht: "Ich bin geil und gemein genauso wie du. Nur dass ich mache, was ich sage, und ich gebe es zu."

Das Ding ging durch die Decke, schoss direkt auf Platz eins und wurde somit der dritte und letzte Nummer-eins-Hit eines "'Big Brother'-Künstlers" - nach Zlatkos "Ich vermiss dich" und dem "Große Bruder"-Duett von Zlatko und Jürgen, den Kulties aus der ersten Staffel. Acht Wochen blieb "Arschloch" an der Pole Position, es wurde eine Platin-Schallplatte verliehen. Das Album "Nominator", mit so tollen Titel wie "Nie wieder Alkohol" und "Badman", wurde im Januar 2001 nachgeschoben, begleitet von der zweiten Single "Was kostet die Welt".

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Erst Erfolgs-Arschloch, dann ein Tritt in den Hintern

Das Album landete auf Platz drei, die zweite Single auf Rang acht. Christian Möllmann empfand sich für gewisse Zeit als das erfolgreichste "Arschloch der Welt". "Männersache" zitierte im letzten Jahr aus einem Interview Möllmanns mit "NDZ": "In meiner damaligen Blütezeit habe ich gedacht: Wer oben ist, der bleibt auch zunächst oben - es geht immer so weiter." Das erwies sich als Trugschluss.

Der polarisierende "Nominator" blieb "Big Brother" treu und begleitete mehrere Staffeln als Co-Moderator, außerdem durfte er die Show "Robot Wars" moderieren und den "Big Brother"-Klon "Der Container Exklusiv" auf Premiere. Aber irgendwie hatten die Fans und auch die Leute bei den Sendern immer weniger Bedarf für die klaren Worte von Möllmann. 2013 hatte er nach eigenen Angaben seinen letzten TV-Auftritt. Ein 2016 versuchtes musikalisches Comeback trug wenig Früchte.

Christian Möllmann: Letztes "Lebenszeichen" zur "Big Brother"-Jubiläusstaffel

Im Februar 2020 nutzte Möllmann den Start der 13. "Big Brother"-Staffel, um seine Fans bei Facebook 20 Jahre nach seinem BB-Gastspiel auf den aktuellen Stand zu bringen, weil der Start einer neuen BB-Staffel stets "ein gesteigertes Interesse" an ihm mit sich bringe - "für knapp 24 Stunden", wie Möllmann schrieb. Seine wichtigste Mitteilung in dem Text lautete: "Ich bin glücklich, gesund und lebe."

Im Folgenden gab er ein Update über seine berufliche Situation. Verwies auf über 300 TV-Sendungen, an denen er beteiligt gewesen sei, auf über eine Million verkaufte Platten, war aber auch aufrichtig, was die Tiefpunkte seiner Karriere angeht. Den letzten Auftritt habe er vor 62 Zuschauern gehabt - und bei "Köln 50667" habe man ihm ein angestrebtes Vorsprechen verweigert. "Nicht beim WDR für 'Tatort', sondern für eine RTL 2 Vorabendsoap", schrieb Möllmann. Und schloss mit: "Tja, das war's schon dazu."

Seither gab es von Christian Möllmann auf seinem eigenen Facebook-Account keine Einträge mehr von ihm. Es war mal geil, ein Arschloch zu sein. Aber es ist vorbei.

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