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Warnstufe Rot: Server im Internet auf breiter Front in Gefahr

13.12.2021 • 17:03

Eine neue Server-Schwachstelle beschäftigt IT-Experten weltweit. Durch die Lücke in Java ist es Hackern möglich auf Daten zuzugreifen.

Warnstufe Rot: Server im Internet auf breiter Front in Gefahr

IT-Experten warnen vor einer neuen Schwachstelle in einer viel benutzten Server-Software. Das Bundesamt für Informationstechnik setzte deshalb die Warnstufe der Server-Sicherheit von Orange auf Rot. Das berichtet die dpa. Offenbar liegt die Schwachstelle in einer oft genutzten Bibliothek für die Java-Software. Gefährdet ist in diesem Zusammenhang eine ältere Version der Bibliothek mit dem Namen Log4j. 
"Das Ausmaß der Bedrohungslage ist aktuell nicht abschließend feststellbar", warnte das Amt, das auch für die IT-Sicherheit der Bundesregierung verantwortlich ist. Im Moment läge die Priorität darauf, herauszufinden, wie verbreitet das Problem wirklich sei. Die eigentlichen Angriffe erwartet das Amt erst in mehreren Wochen oder Monaten – durch die Lücke sei es aber möglich, unauffällige "Hintertüren" einzubauen, die die Hacker für spätere Angriffe nutzen könnten. 

Nicht nur Online-Spiele sind betroffen

Die Lage der IT-Experten, die sich dem Problem angenommen haben, erschwert sich insbesondere dadurch, dass Hacker offenbar mehr Zeit hatten als gedacht. Zwar war die Sicherheitslücke erstmals am 10. Dezember im Spiel "Minecraft" entdeckt worden, offenbar seien die ersten Angriffsversuche aber schon Tage zuvor getätigt worden. Betroffen seien außerdem nicht nur Online-Spiele, sondern auch QR-Code-Scanner oder kontaktlose Türschlösser, wenn sie Java und Log4j benutzen, so die IT-Sicherheitsfirma Cloudfare.

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