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Der harte Weg zum flachen Bauch: Schönheits-OPs am Bauch werden immer beliebter

Bauch-OP – Was bringt die Schönheits-OP am Bauch?

Wenn selbst viel Sport & eine gesunde Ernährung keinen Erfolg bringen, ziehen vor allem Frauen eine Bauch-OP in Betracht. Doch wie gefährlich ist der Eingriff?

Bauch OP
© iStock

Der Traum von der idealen Figur mit Waschbrettbauch ist allgegenwärtig: Nicht nur in der Werbung, sondern auch in den sozialen Medien wie Facebook oder Instagram werden wir mit Bildern schlanker und trainierter Menschen überschüttet. Wie viele dieser Fotos retuschiert oder zumindest beschönigend bearbeitet wurden, interessiert aber nur die wenigsten. Um den Traum vom perfekten Body mit Waschbrettbauch zu erreichen, sind viele Menschen auch zu drastischen Maßnahmen bereit: Wenn selbst harter Sport und strenge Diät nicht den gewünschten Erfolg zeigen, sind viele sogar bereit, sich für die Schönheit unters Messer zu legen und sich den Bauch per OP straffen zu lassen.

Waschbrettbauch nach Schwangerschaft – dank Bauchstraffung & Bauchnabelkorrektur

Gerade unter jungen Müttern lässt sich der Trend beobachten, dass nach der Geburt des Kindes die Sorge um einen flachen Bauch und ein straffes Bindegewebe immer mehr in den Vordergrund rücken – schließlich stehen Model-Mamas wie Heidi Klum & Co. ja schon wenige Wochen nach der Entbindung wieder mit Bikini-Traumfigur auf dem Laufsteg. Dabei gehören ein erschlafftes Gewebe und überdehnte Haut zu den normalen Folgen einer Schwangerschaft. Frauen, die ohnehin unter einem schwachen Bindegewebe leiden, können meist selbst mit konsequenter Diät, gezieltem Sport und speziellen Trainingsübungen den Traum vom flachen Bauch kaum noch erreichen.

Grund kann eine Rektusdiastase sein, wie das Auseinanderstehen der geraden Bauchmuskeln in der Medizin genannt wird. Dabei müssen die Ursachen einer Rektusdiastase gar nicht unbedingt in einer starken Gewichtszunahme während der Schwangerschaft begründet liegen: Auch starkes Pressen während der Geburt oder chronische Verstopfung während der Schwangerschaft können dazu führen, dass Bauchmuskeln ungewöhnlich weit auseinander stehen. Schlaffes Gewebe, vor allem im Bereich des Bauchnabels, oder Bauchlappen und Fettschürzen können die Folge sein – worunter viele Betroffene vor allem psychisch leiden können.

Bauch-OP im Livestream – inklusive Risiken & Nebenwirkungen

Wer schon einmal eine Bauchoperation per Video verfolgt hat, könnte den Plan einer Bauch-OP vielleicht noch einmal überdenken, denn Fett absaugen und Bauch straffen ist kein sehr schöner Eingriff und auch nicht ganz ungefährlich: So kann es während der gut dreistündigen OP beispielsweise zu stärkeren Blutungen kommen. Außerdem besteht das Risiko, dass innere Bauchorgane verletzt werden können. Auch der langwierige Wundheilprozess nach einer Operation am Bauch kann Probleme mit sich bringen: Nachblutungen, Blutergüsse oder Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen im Bereich der Wundränder sind möglich, schlimmstenfalls sogar eitrige Infektionen oder sogar das Absterben des Nabels. Störungen bei der Narbenbildung, sogenannte Narbenwucherungen, können sogar eine erneute OP zur Narbenkorrektur nach sich ziehen.

Plastische Chirurgen weißen zwar auf die möglichen Risiken beim Fettabsaugen und Bauchstraffen hin, stufen diese Schönheits-OPs aber nicht als gefährlich ein. Und die Zahlen zeigen: Viele lassen sich auch von möglichen gesundheitlichen Risiken einer Bauch-weg-OP nicht abschrecken, um ihren Traum vom Idealkörper mit flachem Bauch zu erreichen – und legen sich bereitwillig unters Messer.

Ein flacher Bauch hat seinen Preis – Kosten einer Fettschürzen-OP

Neben den Risiken einer Bauchlappen-OP sind die Kosten einer Bauchstraffung und einer Bauchnabelkorrektur nicht zu unterschätzen: Die OP Kosten der Bauchdeckenstraffung können locker bei 6000 Euro liegen. Da es sich in den meisten Fällen um eine reine Schönheitsoperation handelt, übernimmt die Krankenkasse keine Kosten – selbst dann nicht, wenn Betroffene über Depressionen klagen. Wenn allerdings ein krankhafter Befund vorliegt, beispielsweise bei einer Rektusdiastase über mehrere Zentimeter oder bei einer angeborenen Anomalie, können die Kosten einer Rektusdiastase-OP eventuell von der Krankenkasse übernommen werden – aber hier geht es auch nicht um den Traum vom Waschbrettbauch.

Wer also über eine Schönheitsoperation am Bauch nachdenkt, sollte früh genug anfangen zu sparen, um die OP-Kosten zum Bauchstraffen aufzubringen. Und daran denken: Auch eine Bauch-weg-Operation kann keine Wunder bewirken – schon gar nicht auf Dauer. Eine gesunde Ernährung mit viel Eiweiß und wenig Kohlehydraten sowie sportliches Training sind also unumgänglich, um sich dauerhaft über einen möglichst festen und flachen Bauch zu freuen.

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