- Bildquelle: John Shelley Collection © John Shelley Collection

Geliebt, gefeiert, verehrt: Lady Diana hat die Welt nachhaltig verändert. Kein Wunder, dass sie auch heute noch als absolute Stilikone der britischen Familie gilt. Ihre herzliche, warme Ausstrahlung ist vielen in Erinnerung geblieben, doch das ist nicht das Einzige, was mit der Prinzessin in Zusammenhang gebracht wird. Mindestens genauso viel Aufmerksamkeit galt ihrer Ehe, die geprägt war von Unglück, Einsamkeit und Skandalen - und Dianas Leben viele Jahre bestimmte.

Über Jahre hinweg galten die Prinz Charles und Prinzessin Diana als das perfekte Traumpaar des britischen Royals, doch abseits der Öffentlichkeit dominierten Lügen, Neid und Uneinigkeit. Tiefpunkt und Befreiung zugleich war letztendlich das Ehe-Aus der zwei, welches die Öffentlichkeit pausenlos verfolgte. Alles zu den spannenden Hintergrundinfos und was sonst noch hinter verschlossener Tür ablief, bekommst du hier.

Aber erstmal gibt es die wichtigsten Fakten zu Dianas 25. Todestag:

  • Prinzessin Diana starb am  31. August  1997 bei einem Autounfall, als ihr Wagen mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Pfeiler im Tunnel unter dem Place d'Alma in Paris prallte.
  • Ihr damaliger Partner Dodi Al-Fayed kam bei dem Autounfall ebenfalls ums Leben. 
  • Diana starb an einem kleinen Riss in der Lungenvene.
  • Die Hauptverantwortung für den Unfall trägt laut Ermittlungen Chauffeur Henri Paul, der zum Zeitpunkt der Autofahrt alkoholisiert war.
Lady Di: Todes Unglück
Vor 25 Jahren – genauer am 31. August 1997 – starb die Prinzessin bei einem Autounfall in Paris. © Newscast

Dianas Ehe mit Prinz Charles: So begann ihre Geschichte

Die als Diana Frances Spencer, geborene Princess of Wales, wurde Prinz Charles zum ersten Mal am 29. Juli 1977 bei einer Jagdgesellschaft vorgestellt. Trotz einem Altersunterschied von 13 Jahren, Diana war damals nämlich erst 16 Jahre alt, kam sie sofort ins Schwärmen – machte sich jedoch nur wenig Hoffnungen. So sagte sie einmal gegenüber dem Schauspieler und Sprachtrainer Peter Settelen Folgendes: "Er kam zu Besuch nach Althorp. Er hatte seinen Labrador dabei. Meine Schwester machte sich gleich an ihn heran. Ich dachte nur, das wird er hassen. Ich ging ihm lieber aus dem Weg. Ich war pummelig, ungeschminkt und nicht elegant. Aber ich war laut und das gefiel ihm wohl". 

Tatsächlich bandelte er für kurze Zeit mit Dianas Schwester Sarah an, doch das verflüchtigte sich relativ schnell wieder. Ihr nächstes Zusammentreffen kam erst wieder 1980 zustande, bei einem Geburtstag von einem gemeinsamen Freund. Diana und Prinz Charles begannen daraufhin miteinander auszugehen und kaum ein Jahr später gab der Buckingham Palast am 24. Februar 1981 die Verlobung bekannt. Die Hochzeit fand am 29. Juli 1981 in der St. Paul's Cathedral statt.

Wahrscheinlich existierte zu Anfang noch eine sehr rosige Vorstellung was ihre Ehe betraf. Ihr vermeintliches Glück war jedoch nur von kurzer Dauer.

Hochzeitsfoto
Eine royale Hochzeit, die sich sehen lassen konnte – am 29. Juli 1981 heiratete die geborene Princess of Wales in der St. Paul’s Cathedral Prinz Charles. © United Archives

Hochzeit mit Prinz Charles: Für Diana kam alles anders als erwartet

Pompös, glamourös und perfekt – das sind nicht nur die Erwartungen an eine royale Hochzeit, sondern ebenfalls die Erwartungen an eine royale Ehe. Und dann ist da noch die Liebe, die für die meisten von uns unumstößlich dazugehört. Doch die fehlte, zumindest auf der Seite von Prinz Charles. Einige Quellen behaupten zwar, dass er anfangs in Diana verliebt gewesen sei, sein Herz gehörte aber schon seit 1970 Camilla Parker Bowles. Camilla – ein Name, den Prinzessin Diana nie wieder loslassen würde. 

Zudem waren da noch die vielen Regel, die das Leben als Royal mit sich brachte. Angeblich soll die Prinzessin sogar noch versucht haben, die Hochzeit kurz zuvor abzusagen. Doch dazu kam es nicht, weil es ihr vom britischen Königshaus ausgeredet worden sein soll. Zwei Menschen, die zu einer Hochzeit gedrängt wurden, die sie beide eigentlich gar nicht wollten – nicht gerade die besten Voraussetzungen für eine Ehe. 

"Ich glaube, der Tag meiner Hochzeit war der schlimmste Tag meines Lebens", gab Prinzessin Diana 1990 in einem Interview zu.

Lange bekam die Öffentlichkeit nicht mit, was wirklich hinter den Kulissen passierte. So kriselte nicht nur die Beziehung der beiden zueinander, sondern Lady Diana hatte ebenso mit Depressionen zu kämpfen und erkrankte an Bulimie. Gleichzeitig wuchs ihre Beliebtheit bei der britischen Bevölkerung und auch weltweit vergrößerte sich ihre Fangemeinde. Aber je beliebter sie wurde, desto schlimmer wurde die Stimmung zwischen dem Ehepaar. Sowohl Prinz Charles, aber auch dem britischen Königshaus, gefiel die mediale Aufmerksamkeit gegenüber Diana nämlich gar nicht. Hinzukamen Berichte von Klatschblättern, in denen über das Ehe-Fiasko sowie die Affären beider Seiten Thema waren. 

Lady Diana ist unglücklich
Ihr größtes Glück auf Erden waren die Söhne William und Harry – doch fand Lady Diana auch mit Prinz Charles ihr Glück? © Sven Simon

Ehe von Diana und Prinz Charles: So unglücklich war die Prinzessin wirklich

Prinzessin Dianas größtes Glück waren ihre zwei Söhne, William (21. Juni 1982) und Harry (15. September 1984). Während dieser Zeit kriselte es in der Ehe von ihr und Prinz Charles allerdings schon längst. So heißt es, dass der Thronfolger sie nach der Geburt ihrer Söhne im Stich gelassen und sich stattdessen beim Polospiel oder anderweitig vergnügt habe. 

Aber es war nicht nur der Egoismus oder die Chemie, die zwischen den beiden nicht stimmte. Der Druck, den die Position als britische Prinzessin und all die damit verbundenen Zwänge und die mediale Aufmerksamkeit belasteten Lady Diana immer stärker. Sie fühlte sich einsam und befand sich in einer hilflosen Situation. 

Noch schlimmer wurde es, nach dem die Liebesbeziehung zwischen Charles und Camilla wieder aufblühte und die Affäre der beiden den dunkelsten aller Schatten über die Ehe von Prinzessin Diana und Prinz Charles legte.

Diana und Prinz Charles Scheidung: War Camilla der wahre Grund?

Camilla Parker-Bowles (75) galt als Prinz Charles große Jugendliebe, doch dieser konnte sie damals nicht ehelichen, da sie nicht als standesgemäß erachtet wurde. Schließlich gehörte Camila nicht zur britischen Aristokratie und war keine Jungfrau mehr, was Voraussetzungen für eine Heirat mit dem Prinzen waren. 

Nach der Hochzeit mit Lady Diana ist der Kontakt zu Camilla nur für kurze Zeit abgebrochen. Irgendwann wurde der Prinzessin jedoch klar, dass Prinz Charles keinesfalls die Absicht hatte, seine große Liebe Camilla aufzugeben: "Ich fragte meinen Mann: Was macht diese Frau hier? Er sagte: Ich weigere mich, der einzige Prinz von Wales zu sein, der nie eine Mätresse hatte." In einem BBC-Interview schilderte Diana, dass sie immer eine Ehe zu dritt geführt hatte. 

Ende 1992 wurde schließlich die Trennung des Ex-Paares offiziell durch den damaligen britischen Premierminister bekannt gegeben. Am 28. August 1996 fand schließlich die Scheidung von Diana und Charles statt. 

Auch Prinz Charles legte nach der Scheidung pikante Details offen und bestätigte den Ehebruch, den er mit Camilla begangen hatte. Acht Jahre nach Dianas Tod heiratete er 2005 schließlich Camilla Parker-Bowles.

Auch nach der Scheidung blieb Prinzessin Diana die König der Herzen
Mit der Scheidung von Prinz Charles wurde ihr zwar der Titel „Königliche Hoheit“ entzogen – aber Lady Diana blieb weiterhin die Königin der Herzen! © Everett Collection

Prinzessin Diana nach der Scheidung: "Ich hatte wirklich Angst"

Zwar wurde ihr nach der Scheidung der Titel "Königliche Hoheit" entzogen, sie blieb jedoch weiterhin Prinzessin von Wales und Teil des britischen Königshauses. So übte sie gemeinnützige Arbeit aus und setze sich unter anderem für das Verbot von Landminen und Kinder in Not ein. 

Man könnte meinen, dass nach der Scheidung endlich Besserung eintrat und die Prinzessin zur Ruhe kommen konnte, was jedoch nicht der Fall war. Die Boulevardpresse riss sich weiterhin um Titelstories und die Stimmung zwischen den beiden Ex-Eheleuten war extrem angespannt – was die Situation, insbesondere im Hinblick auf ihr Privatleben und die beiden Kinder, noch verkomplizierte. Es ist sogar die Rede davon, dass Diana Angst vor Prinz Charles hatte: "Die Scheidung war die Hölle. Ich war gebrochen. Ich fühlte mich nirgendwo sicher […] Ich weiß, das hört sich verrückt an." Bis heute gibt es Theorien dazu, dass das der Autounfall kein Zufall war. Bewiesen werden konnte dies allerdings nicht. 

Trotz neuer Liebe und mehr Freiheiten fand die damals 36-Jährige auch kurz vor ihrem Tod keinen Frieden und es hätte wohl noch viel Zeit gebraucht, das Erlebte zu verarbeiten: "Es waren fünfzehn Jahre, in denen Freunde und Verwandte von Charles mich ihren Neid, ihre Eifersucht und ihren Hass spüren ließen – sie haben mich gründlich missverstanden, und das war eine schmerzliche Erfahrung, die mir sehr zu Herzen gegangen ist."