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Schwindel, Schweiß und Atemnot

Panikattacken: Von Herzrasen bis Atemnot

Angst ist für die meisten Menschen ein eher unangenehmes Gefühl, das uns jedoch zur Vorsicht mahnt. Dank ihr konnte schon so manch einer gefährlichen Situationen unbeschadet entkommen. Wenn Angst- und Furchtgefühle jedoch chronisch werden, spricht man von einer Angststörung. 

Junge Frau schaut durch das halbgeschlossene Lamellenrollo
Aus Angst vor Panikattacken in der Öffentlichkeit ziehen sich viele Betroffene zurück © E+

Panikattacken bzw. Panikstörungen sind eine Unterform dieser Erkrankung und belasten Betroffene sowohl körperlich als auch psychisch sehr. Dabei sind Panikattacken ziemlich weit verbreitet – aber trotzdem ein Tabuthema in der Gesellschaft. Hier findest du Infos rund um Panikattacken.

Begriffsklärung: Panikattacke oder Panikstörung

Eine Panikattacke ist nicht dasselbe wie eine Panikstörung. Während es sich bei der Panikstörung um eine Erkrankung als spezifische Unterform der Angststörung handelt, gehören die Panikattacken zu den Symptomen einer solchen Erkrankung. Eine Panikattacke tritt aber nicht nur in Kombination mit einer Panikstörung, sondern auch im Zusammenhang mit anderen Krankheitsbildern auf. Auch ein Burnout, eine posttraumatische Belastungsstörung oder ein übermäßiger Drogenkonsum können das Auftreten von Panikattacken und zugehörigen Symptomen begünstigen.

Wenn die Angst den Atem nimmt: Symptome einer Panikattacke

Panik und Angst sind innerhalb eines begrenzten Umfangs eigentlich normale und alltägliche Begleiter: Der Bergsteiger hat Angst davor abzustürzen und ein Schüler fürchtet sich davor, in einer Prüfung zu versagen. Die positive Seite: Angst führt zu einer Ausschüttung verschiedener Hormone, setzt Energie frei und kann uns bisweilen zu außergewöhnlichen Leistungen antreiben. Wenn das Erleben von Angst jedoch krankhaft wird, bewirkt sie das genaue Gegenteil. Dann kann sie lähmen, blockieren und somit den Alltag von Betroffenen einschränken. Bei einer Panikattacke handelt es sich um eine Reaktion auf Angst: Der Körper wird in Alarmbereitschaft versetzt, oftmals ohne dass der Betroffene hierfür überhaupt einen Grund erkennen kann. Dann treten Schwindel, Atemnot, Herzrasen, übermäßiges Schwitzen, Übelkeit und viele andere negative Folgeerscheinungen auf, die der Betroffene aufgrund der unbekannten Ursache meist nicht zuordnen kann. Häufig werden beim Auftreten von Panikattacken körperliche Ursachen wie etwa ein Herzinfarkt vermutet. Der körperliche Ausnahmezustand kann über mehrere Stunden hinweg anhalten und bei Betroffenen praktisch jederzeit und ohne Vorwarnung auftreten.

Ursachen für eine Panikstörung: Warum wird die Angst zur Krankheit?

Die Ursachen für eine Panikstörung mit Panikattacken-Symptomen können vielfältig sein. Neben einer genetischen Prädisposition werden vor allem traumatische Erlebnisse verantwortlich gemacht. Dazu gehören zum Beispiel der Tod eines nahen Verwandten oder aber auch der Verlust des Arbeitsplatzes. Ebenfalls häufig treten Panikstörungen und Panikattacken bei Opfern von Verbrechen auf. Bisweilen können Panikattacken auch als Symptom bei körperlichen Erkrankungen in Erscheinung treten. Gerade für diese Abgrenzung ist die ärztliche Diagnose ungemein wichtig, da andernfalls nicht die entsprechenden Gegenmaßnahmen zur Behandlung der psychischen Störung bzw. der körperlichen Erkrankung ergriffen werden können.

Behandlungsmöglichkeiten von Panikattacken und Panikstörungen

Um das Auftreten von Panikattacken wirksam in den Griff zu bekommen, müssen die genauen Ursachen und Abläufe geklärt werden. Insbesondere die Unterscheidung zwischen einer psychisch sowie einer physisch motivierten Panikattacke spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Der klassische Behandlungsweg, der genauso wie bei einer Zwangsstörung oder auch einer Depression, große Erfolge verspricht, konzentriert sich meist auf eine psychotherapeutische Behandlung. Diese kann an die Einnahme von Medikamenten gekoppelt sein. Im Zuge der therapeutischen Behandlung gehen Arzt und Patient nicht nur der Ursache der Panikattacken auf den Grund, sondern Betroffene lernen auch mit ihren Ängsten umzugehen. Neben verhaltenstherapeutischen Maßnahmen haben sich auch verschiedene Entspannungsmethoden als hilfreich und wirksam erwiesen.

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