Gemüsechips – lecker und gesund?

Sind Gemüsechips gesund?

Gemüsechips sind eine gute Alternative zu herkömmlichen Kartoffelchips oder anderen Knabbereien, denken viele. Aber stimmt das wirklich? Wie gesund sind abgepackte Gemüsechips aus dem Supermarkt wirklich? Wer sie kauft, sollte auf jeden Fall genauer hinschauen, welche Inhaltsstoffe sich im vermeintlichen Naturprodukt verstecken: Wir haben die wichtigsten Infos rund um Gemüsechips für dich zusammengestellt. 

Ein Haufen Gemüsechips
Sind Gemüsechips wirklich eine Alternative zu Kartoffelchips? © iStock

Gemüse oder Kartoffeln – was ist besser?

Viele leben in dem Glauben, dass Gemüsechips deutlich gesünder sind als normale Kartoffelchips. Kein Wunder – es steht ja auch „Gemüse“ drauf. Zum Fernsehen oder beim gemütlichen Zusammensitzen mit Freunden kommen deshalb immer öfter Gemüsechips auf den Tisch. Dabei kann man leider nicht pauschal davon ausgehen, dass Gemüsechips wirklich viel gesünder sind als andere frittierte Knabbereien wie Kartoffelchips oder Erdnüsse im Teigmantel. Mittlerweile hat man eine große Auswahl, wenn man im Supermarkt nach Gemüsechips sucht. Aber nicht nur optisch, auch von der Zutatenliste her unterschieden sich die Produkte deutlich – das wirst du aber erst bei näherem Hinschauen bemerken. Rote Bete, Süßkartoffel, Karotten, Zucchini, diese bunten Gemüsesorten werden am häufigsten für die Herstellung von Gemüsechips genutzt.

Gesunde Gemüsechips: Auf die Herstellung kommt es an

Im Allgemeinen enthalten Gemüsechips weniger Zutaten als herkömmliche Kartoffelchips – was zum größten Teil daran liegt, dass die Chips relativ neu und in weniger verschiedenen Würzungen erhältlich sind. Neben Gemüse sind vor allem Öl und Salz enthalten. Aber auch weitere Zusätze wie Aromen, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker sind möglich. Deshalb solltest du beim Kauf von Gemüsechips darauf achten, ob die Chips zum Beispiel frittiert oder gebacken sind und welche zusätzlichen Inhaltstoffe verwendet werden.

  • Fettgehalt: Meist werden Gemüsechips in Öl frittiert und enthalten daher nicht weniger Fett als normale Kartoffelchips. Es gibt aber neue Methoden der Zubereitung, bei denen fast komplett auf Öl verzichtet wird. Die Herstellungsmethode ist daher einer der wichtigsten Punkte, wenn es darum geht, wie gesund Gemüsechips sind.
  • Zucker und Aromen: Um die Gemüsechips noch geschmacksintensiver zu machen, kommen häufig Zucker – getarnt als Fruktose oder Laktose – zum Einsatz. Auch Geschmacksverstärker oder Aromastoffe sind in vielen Chips-Packungen zu finden.
  • Konservierungsstoffe: Natürlich müssen Gemüsechips aus der Packung länger als nur ein paar Tage genießbar bleiben. Salz verlängert die Haltbarkeit, das tun aber teilweise eben auch zugesetzte Konservierungsstoffe – also Augen auf!

Frittierte Gemüsechip haben ungefähr gleich viele Kalorien wie Kartoffelchips. Insgesamt sind gekaufte Gemüsechips zwar eine leckere Alternative zu Kartoffelchips, aber viel gesünder ist die gekaufte Version nicht.

Fazit: Gemüsechips ohne Reue genießen

Gemüsechips solltest du – genau wie alle anderen fettreichen Chips und Knabbereien auch – in Maßen genießen. Achte außerdem beim Kauf immer auf unnötige Zusatzstoffe und Aromen, die in den Chips verarbeitet sind. Am gesündesten sind natürlich selbstgemachte Gemüsechips, denn so kannst du sicher sein, dass nur natürliche Zutaten verarbeitet werden. Außerdem kannst du, anstatt die Chips in Öl zu frittieren, die Gemüsescheiben würzen und im Backofen backen: So sind sie definitiv fettärmer!

Und noch ein Tipp für Fans gesunder Ernährung: Was Gemüsechips immer den Rang abläuft, ist der gute alte Rohkostteller. Warum Gemüse frittieren oder backen, wenn Möhren, Zucchini und Co. auch roh lecker und knackig schmecken? In Kombination mit schmackhaften selbst gemachten Dips oder Kräuterquark ist naturbelassenes Gemüse auf jeden Fall die gesündeste Alternative.

Ganze Folgen nochmal ansehen

taff Livestream