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Das passiert mit deinem Gehirn, wenn du täglich Pornos guckst

Übermäßiger Konsum von Pornofilmen soll schlecht sein. Doch stimmt das? Wir haben die Auswirkungen davon für euch unter die Lupe genommen.

04.05.2017 16:58 | 1:16 Min | © Wochit

Täglich Pornos zu konsumieren ist annähernd so gefährlich, wie zu rauchen oder zu trinken. Denn Pornos zu gucken macht auf Dauer abhängig.

Dopamin wirkt als Turbo im Gehirn

Verantwortlich für den Kick, nach dem der Körper je drängender verlangt, desto mehr Pornos der Süchtige konsumiert, ist der Botenstoff Dopamin - im Volksmund auch Glückshormon genannt. Dessen Ausschüttung wird vom Gehirn gesteuert und versetzt den Konsumenten in einen Glückszustand, der immer wieder erreicht werden soll.

Wer zu viele Pornos schaut, stumpft ab

Andere Empfindungen leiden darunter: Porno-Süchtige stumpfen Studien zufolge im Alltag ab, weil die Anreize der Realität nicht mehr mit den Porno-Inhalten konkurieren kann.

Pornos mit dem Partner schauen

Mögliche Beziehungen aber sind angeblich nicht gefährdet. Im Gegenteil. Partnerschaften würden sich verfestigen und seien haltbarer, wenn die beiden Verliebten den Porno gemeinsam genießen.

Die reale Partnerin reicht nicht mehr

Die Gemeinsamkeit aber kann der Mann mit seiner Pornosucht auch ganz leicht zerstören. Dies ist der Fall, wenn der Sex mit seiner Partnerin nicht mehr seinen krankhaft veränderten Vorstellungen entspricht. Diese befriedigt dann nur noch der Film. Jenes Phänomen beschrieb bereits im April 2012 in einem Interview in den "Stuttgarter Nachrichten" der Diplom-Psychologe und Psychotherapeut Dr. Benjamin Zeller.

Auf dem Weg in die Impotenz

Zeller wies zudem auf die Gefahr hin, seine Liebe zu den Pornos mit der Impotenz zu bezahlen. Wie kommt es zu diesem GAU?

"Das ganze Leben wird zum Porno"

Der Pornografie-Konsum sei eine "verarmte Form der Sexualität", die "das Gegenüber zum Objekt" reduziere. Das Denken der Betroffenen verändert sich dramatisch. "Bei Schwerstabhängigen wird in der Fantasie das ganze Leben zu einem großen Porno", holt Zeller aus. Die Impotenz resultiere daraus, dass "Erregung nur noch vor dem Bildschirm ­zustande kommt, aber nicht mehr mit dem Partner."

Der Partner treibt den Süchtigen zur Therapie

Wenn der dann Druck macht und mit der Trennung droht, landeten die Erkrankten in Zellers Praxis: "Sie werden erwischt, und der Partner setzt ihnen die Pistole auf die Brust."

Nur 20 Prozent geben zu, Pornos zu schauen

In einer 2013 vom Nachrichtenmagazin "Focus" in Auftrag gegebenen Umfrage gaben nur 20 Prozent der Befragten an, schon mal pornografische Inhalte im Internet besucht zu haben. Satte 71 Prozent verneinten diese Frage. Neun Prozent wollten keine Angabe machen.

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