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Forscher: Kaum noch Hoffnung für Gletscher - aber für Eisbären!

21.06.2022 • 17:37

Die Gletscher in Grönland schmelzen schneller als bisher erwartet. Dafür wurde eine neue Eisbärpopulation gefunden.

Forscher: Kaum noch Hoffnung für Gletscher - aber für Eisbären!

Es sind traurige Neuigkeiten aus Grönland: Dänische Forscher:innen haben 20.000 Gletscher in Grönland untersucht und festgestellt, dass für die grönländischen Gletscher nur wenig Hoffnung besteht. Wie das Team um Shfaqat Abbas Khan vom dänischen Raumforschungsinstitut DTU Space im Fachmagazin "Geophysical Research Letters" berichtete, schmelzen dort rund 235 Gigatonnen Eis pro Jahr. 
Vorstellen kann man sich eine Gigatonne als riesigen Eiswürfel mit einer Kantlänge von ca. einem Kilometer. Das Schmelzwasser eines einzigen solchen Eiswürfels würde 400.000 Olympiaschwimmbecken füllen. "Das zeigt, dass die Eismassen in Grönland sehr instabil sind und dass sie einen erheblichen Beitrag zum globalen Meeresspiegelanstieg leiste", so Khan. 

Neue Eisbärpopulation gefunden

Erfreuliche Nachrichten gibt es hingegen von den grönländischen Eisbären: Forscher:innen um Kristin Laidre, die an der University of Washington und am Greenland Institute of Natural Resources arbeitet, fanden eine bisher unbekannte Subpopulation von Eisbären. Diese Eisbären haben offenbar ihr Jagdverhalten angepasst und kommen mit den schmelzenden Gletschern besser zurecht.