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Kim Kardashian ermöglicht Afghaninnen Flucht

19.11.2021 • 09:42

Nach der Machtübernahme der Taliban ist ein afghanisches Mädchenfußballteam in Pakistan untergekommen. Daraufhin half Kim Kardashian und finanzierte den Evakuierungsflug.

Kim Kardashian bezahlt geflüchteten Fußballerinnen Rettungsflug nach England

Reality-TV-Star Kim Kardashian zeigte ihr großes Herz und finanzierte einen Evakuierungsflug für rund 130 Geflüchtete von Pakistan nach Großbritannien. Die 35 Fußballerinnen, ihre Trainer:innen und Familien stammen ursprünglich aus Afghanistan. Von dort waren sie im September 2021 bereits in das Nachbarland Pakistan geflüchtet.

Der von Kim Kardashian bezahlte Charterflug landete Donnerstag, den 18. November, am Stansted Flughafen in London, wie die Nachrchtenagentur PA berichtet. Ein Sprecher von Kim Kardashian sagte laut PA, der Flug sei von Kardashians Bekleidungsfirma "Skims" finanziert worden.

Großbritannien heißt die Geflüchteten herzlich willkommen

Die Vorsitzende der an der Evakuierung beteiligten Rokit-Stiftung, Siu Anne Gill, sagte, sie sei tief bewegt über den Mut der geflüchteten Mädchen. Das habe sie inspiriert, dafür zu sorgen, dass die Bemühungen der jungen Fußballspielerinnen zu fliehen nicht umsonst gewesen seien.

Auch ein britischer Regierungssprecher äußerte sich zur Einreise der Geflüchteten. Er versicherte: "Wie andere Evakuierte auch, wird die afghanische Frauen-Fußballmannschaft in Großbritannien ein herzliches Willkommen, Unterstützung und Unterkunft erhalten."

Taliban erteilen Frauen striktes Sportverbot

Mitte August 2021 hatte die radikal-islamische Taliban in Afghanistan die Macht übernommen. Sie hatten damals versprochen, dass afghanischen Frauen, das Fußballspielen weiterhin erlaubt sei, allerdings nicht mehr in der Öffentlichkeit. Eine Teilnahme an nationalen und internationalen Turnieren ist damit für Sportlerinnen unmöglich geworden – auch nicht mit langen Hosen und Kopftuch.

Es wurde für Mädchen und Frauen sogar die generelle Ausübung jeglichen Sports strikt verboten. So zerplatzen die Träume vieler passionierter Nachwuchssportlerinnen, die jetzt Repressalien durch die neue Regierung fürchten.

Notfallvisum ermöglichte zunächst Flucht nach Pakistan

Aus diesem Grund wagten die Fußballerinnen der U-Nationalteams im September 2021 die Flucht ins Nachbarland Pakistan. Sie flüchteten über die nördliche Grenze, nachdem ihnen die Nichtregierungsorganisation "Football for Peace" (Fußball für den Frieden) geholfen hatte, an humanitäre Notfallvisa zu gelangen. Diese waren allerdings nur befristet und daher eine weitere Evakuierung unerlässlich.

Dank der spontanen Hilfe von Kim Kardashian haben die jungen Fußballerinnen, ihre Trainer:innen und Familien nun hoffentlich in Großbritannien ein neues Zuhause gefunden.