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Kurios: Wissenschaftler stufen Katzen als "invasive Alien-Spezies" ein

08.08.2022 • 13:27

Die Polnische Akademie der Wissenschaften stufte eines unserer liebsten Haustiere nun als "invasive Alien-Spezies" ein - und das aus einem guten Grund, der jedoch wenig mit dem Weltall zu tun hat.

Kurios: Wissenschaftler stufen Katzen als "invasive Alien-Spezies" ein

Sie werden gerne von uns gestreichelt, wickeln uns mit ihren wunderschönen Augen um den Finger und ihr Schnurren hat eine beruhigende Wirkung. Die Rede ist natürlich von… einer außerirdischen Spezies? Zumindest, wenn es nach der renommierten Polnischen Akademie der Wissenschaften geht. Diese haben Hauskatzen nun als "invasive Alien-Spezies" eingestuft.

Jäger aus dem Weltall? Das bedeutet die Klassifikation wirklich

Konkret ist damit jedoch nicht gemeint, dass die Samtpfötchen aus den Weiten des Weltalls stammen. Der Hintergrund dieser Klassifikation liegt im Schaden, den Hauskatzen für Vögel und andere Tiere bedeuten - damit wurden sie als "fremd" in das bestehende Ökosystem in Polen eingreifend klassifiziert, wie Associates Press berichtet. Tatsächlich umfasst die Datenbank für solche "durch menschlichen Einfluss in ein fremdes Gebiet eingeschleppte und dort andere Arten verdrängende Spezies" bereits 1.789 Vertreter - unter ihnen auch der nordamerikanische Waschbär.

Invasive Alien-Spezies: Forscher rechtfertigen ihr Standing zu Katzen

Umso überraschender war für die Forscher:innen das negative Feedback, das mit der Klassifizierung der Hauskatze einherging. Aus wissenschaftlicher Sicht treffen Katzen zu 100% Prozent die Kriterien für eine Einordnung als invasive Alien-Spezies, so Biologe Wojciech Solarz. Dies sei kein Affront gegen ihre Besitzer:innen. Es sei lediglich empfohlen, ihre Zeit für Streifzüge durch die freie Wildbahn zumindest während der Brutsaison von Vögeln etwas zu reduzieren.