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Neue Regeln nötig: Omikron verändert Impfpflicht-Debatte

17.01.2022 • 11:53

Ändert Omikron die Spielregeln in der Impfpflicht-Debatte? Die rasante Ausbreitung der zumeist mit eher milden Krankheitsverläufen verbundenen Corona-Variante bestärke Kritiker einer allgemeinen Impfpflicht in ihren Bedenken.

„Omikron ändert die Spielregeln“, so Stepahn Thomae, parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion zur «Süddeutschen Zeitung». „Es ist jetzt nicht an der Zeit, einfach nur irgendetwas zu tun und möglichst harte Maßnahmen zu beschließen, nur um Handlungsbereitschaft zu beweisen. Es geht darum, zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun.“ Auch die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, habe deutlich gemacht, dass das Gremium seine Empfehlung für eine ausgeweitete Impfpflicht in Anbetracht von Omikron unter Umständen überdenken müsse, so die dpa. Inzwischen hat sich die Omikron-Variante durchgesetzt, die zwar als hochansteckend gilt, aber milder im Verlauf.

Befürworter befürchten geringen Schutz vor Varianten

Für die Befürworter einer Impfpflicht ändert dies wenig. Sie halten eine Impfpflicht für nötig, weil die Impfquote in Deutschland laut vieler Experten bislang zu gering ist, um die Pandemie nachhaltig einzudämmen. Der Ungeimpfte, der jetzt eine Omikron-Infektion bekomme, werde im Herbst gegen andere Varianten wenig Schutz haben, schrieb Gesundheitsminister Karl Lauterbach auf Twitter.