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Sexsucht

Petra Neumanns Therapie gegen Abhängigkeit von Sex.

12.07.2007 02:00 | 3:07 Min | © ProSieben

Ursachen für Sexsucht

Sexsucht kann viele verschiedene Ursachen haben. So hat zum Beispiel Petra in ihrer Kindheit von ihren Eltern wenig Liebe und Zuneigung erfahren und versucht nun, diese Nähe beim Sex mit Männern zu bekommen. Zeigen Frauen die Symptome einer Sexsucht spricht man übrigens von Nymphomanie. Sexsucht kann aber auch noch andere Ursachen haben.

  1. Missbrauch: Viele Menschen, die als Kinder Opfer von Missbrauch geworden sind, werden im Erwachsenenalter sexsüchtig. Das muss nicht immer sexueller Missbrauch sein: Auch seelischer und körperlicher Missbrauch kann zu einer Sexsucht führen. Studien haben ergeben, dass über 90 % der Sexsüchtigen in ihrer Kindheit Missbrauch zum Opfer gefallen sind.
  2. Das erste Mal als Auslöser für Sexsucht: Viele der Sexsüchtigen geben an, dass das erste Mal bei der Entstehung ihrer Sucht eine entscheidende Rolle gespielt hat. Der erste sexuelle Kontakt wurde von ihnen als so heftig und tiefgreifend empfunden, dass er einem Drogenrausch ähnlich war. Im fortgeschrittenen Alter suchen Sexsüchtige diesen Kick, um von akuten Problemen abzulenken und sich dadurch betäuben zu können.
  3. Sex als Tabuthema: Wer als Kind das Thema Sex als etwas Schmutziges und Verbotenes erlebt, neigt als erwachsene Person dazu, sexsüchtig zu werden. Besonders in stark religiösen Haushalten wird Sex oft als Tabuthema behandelt, Kinder dürfen keine Fragen zu dem Thema stellen und lernen alles rund um Sex als etwas Unnatürliches kennen.

Sexsucht: Das sind die Symptome

Ab wann gilt ein Mensch als sexsüchtig? Es gibt natürlich keine genauen Angaben, wie viele Male man im Monat Sex haben muss, um als sexsüchtig zu gelten. Jedoch gibt es verschiedene Symptome, die für eine Sexsucht sprechen können.

Kein Höhepunkt

Sexsüchtige Frauen kommen oft nicht zum Höhepunkt. Sie erleben selten einen Orgasmus. Doch die Suche nach der sexuellen Befriedigung hört trotzdem nicht auf und Frauen, die unter Sexsucht leiden, sind dauerhaft auf der Suche nach neuen Kontakten und Partnern für den Geschlechtsverkehr.

Auf der ständigen Suche

Menschen, die unter Sexsucht leiden, sind dauerhaft auf der Suche nach Befriedigung und nach einem neuen potentiellen Sexualpartner. Die Suche nach Sex entwickelt sich zu einem zwanghaften Verhalten, dass die Sexsüchtigen nicht unterdrücken können. Sexsüchtige Menschen haben meistens keinen festen Partner, da diese dem dauerhaften Druck nicht standhalten können.

Keine anderen Gedanken

Sexsüchtige Menschen können an nichts anderes denken als an Sex. Die Suche nach Sex und der Gedanke an den Geschlechtsakt bestimmen das ganze Leben der Sexsüchtigen. So musste zum Beispiel Petra im Video ihr Studium abbrechen und ihren Job kündigen, weil sie diese Tätigkeiten nicht mit ihrer Sexsucht vereinen konnte. Durch die Sexsucht rücken alle Themen, die ein normales Leben bestimmen, in den Hintergrund: Freunde, Familie, generelle Verpflichtungen.

Sexsucht ist heilbar

Wie Petra in dem Video deutlich gemacht hat, ist der Weg aus der Sexsucht ein langer und aufwendiger. Eine Einzeltherapie ist nur eine der Behandlungsmethoden, mit denen die Sucht nach Geschlechtsverkehr behandelt werden kann.

Hilfe in Suchtkliniken

Sexsüchtige Menschen können sich in Deutschland in Suchtkliniken helfen lassen. Es gibt Kliniken, die auf diese Art von Süchten spezialisiert sind: Süchte, die nicht mit der Einnahme von bestimmten Stoffen einhergehen. In den USA gibt es sogar Institutionen, die sich komplett auf Sexsüchtige spezialisieren.

Selbsthilfegruppen

Es gibt Selbsthilfegruppen, die sich ausschließlich mit dem Thema Sexsucht auseinandersetzen. Dabei haben die Betroffenen Zeit, sich mit anderen auszutauschen und ihre Erfahrungen zu teilen. Durch das offene Gespräch können viele Sexsüchtige ihre Krankheit besser in den Griff bekommen und lernen, mit ihr umzugehen.

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