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Wer diese weit verbreiteten Produkte kauft, könnte damit den IS und die Taliban unterstützen

30.05.2018 • 14:52

Taliban und IS profitieren von exportierten Mineralien, die letzten Endes zur Verarbeitung in der westlichen Welt landen. Welche Produkte daraus entstehen, erfahrt ihr im Video.

Afghanistan ist ein umkämpftes Land. Die Taliban, der IS und zahlreiche andere Islamisten-Gruppen geraten dort regelmäßig aneinander. In vielen Kämpfen geht es dabei um die reichen Mineralienvorkommen des Landes. Daraus werden wiederum Produkte hergestellt, die weltweit verkauft werden. Das könnte dazu führen, dass wir indirekt den IS, die Taliban und Co. finanzieren.

Laut einem Bericht der "FAZ" sei Afghanistan – speziell im Osten der Hauptstadt Kabul – reich an Ressourcen wie Talg, Marmor und Lapislazuli. Diese Stoffe bringen die Rebellen und Islamisten angeblich über die Grenze nach Pakistan, von wo aus sie in die ganze Welt exportiert werden.

Eine weitere Einnahmequelle der Aufständischen: Mohn. Wie die Nachrichtenseite "The Diplomat" berichtet, hat Afghanisten 2014 2,8 Milliarden Dollar mit dem Export Pflanze verdient. Ein Großteil davon soll in die Taschen von Taliban und Co. gewandert sein.

Das Problem: Rohstoffe, die die Islamisten abgebaut und in den Westen exportiert haben, sollen laut dem "Business Insider" anschließend auch in Produkten landen, die in den westlichen Ländern verkauft werden.

Neben den genannten Stoffen soll Afghanistan zum Beispiel der größte Talg-Lieferant für die USA sein. Talg befindet sich in zahlreichen Produkten wie Babypuder, Keramiken, Farbe, Papier und Kunststoffen.

Die internationale Organisation "Global Witness" rät der afghanischen Regierung daher, die Handelswege der Islamisten mit ausländischer Hilfe zu blockieren. Damit soll sichergestellt werden, dass sich die Islamisten nicht mehr mit Exporten finanzieren können.