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Wissenschaftlich bewiesen: In diesem Alter bist du mit deinem Leben am unzufriedensten

Spielt das Alter eine Rolle, ob wir glücklich sind oder unglücklich? Zufrieden oder unzufrieden? Ja, ergeben Studien. Es gibt sogar ein Alter, in dem die allermeisten Menschen besonders unzufrieden sind. Die Details erfahrt ihr im Video.

19.01.2017 17:16 | 1:40 Min | © Wochit

Der berühmte Begriff der Midlife crisis kommt nicht von ungefähr: Wissenschaftler haben herausgefunden, wann wir unsere glücklichsten Lebensphasen haben, aber auch, wann wir mit unserem Leben am unzufriedensten sind. Unsere Lebenszufriedenheit verlüft in einer U-Form.

Pläne zu haben, macht uns zufrieden

Zwischen 20 und 30 stecken wir voller Träume und Pläne. Ein glücklicher Abschnitt unseres Lebens, in dem die Zufriedenheit überwiegt.

In unseren Vierzigern überwiegen Enttäuschung und Frust

Zehn Jahre später sieht das, rein statistisch, schon ganz anders aus. Im Alter zwischen 40 und 50 Jahren - andere Studien legen sich konkret auf auf die Spanne zwischen 45 und 54 Jahren fest - werden uns vertane Chancen bewusst. Frust stellt sich ein. Sei es, weil wir unseren Traumjob nicht bekommen haben oder das erträumte Eigenheim finanziell nicht zu realisieren ist. In diesem Fall kann das eine das andere bedingen.

Die Partnerschaft kann die Belastung verstärken

Wenn es dann auch noch in unserer Beziehung kriselt, ist der GAU in der vermeintlichen Lebensmitte perfekt. Die Soziologin Hilke Brockmann formuliert es so: "Wer sich dann mit seinem Partner langweilt oder mit dem Verlauf der beruflichen Karriere unzufrieden ist, fühlt sich möglicherweise festgenagelt."

Im hohen Alter werden wir wieder unzufriedener

Zwischen dem 55. und 75. Lebensjahr betrachten wir unser eigenes Leben dann wieder weniger kritisch. Das Urteil über unser Erreichtes wird milder. Ab dem 75. Lebensjahr, im so genannten Lebensabend, geht es in unserem Empfinden wieder bergab.

Rückschläge und Enttäuschungen gehören zum Leben

Wie sollen wir mit diesem Auf und Ab während unseres Lebens umgehen? Rückschläge und Enttäuschungen müssten einkalkuliert und akzeptiert werden, rät der Gesundheitsökonom Hannes Schwandt, tätig an der Universität Zürich. Wir dürften uns von verpassten Zielen nicht demotivieren lassen.

Realistischer Umgang mit der Midlife crisis

Diese realistische Einstellung "könnte Menschen helfen, (...) ihre Erwartungen anzupassen, wichtige Entscheidungen in ihrem Leben zu optimieren und weniger zu leiden. (...)" So lässt sich die Midlife crisis abmildern und besser ertragen. Eventuell ist sie gar zu verhindern.

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