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Altkleider-Kollaps in Corona-Zeiten: Wohin mit den gebrauchten Klamotten?

  • Veröffentlicht: 07.01.2022
  • 20:00 Uhr
  • Galileo

Corona hat ein grundsätzliches Problem verdeutlicht: Wir kaufen zu viel Billig-Mode, die wir rasch entsorgen - erkennbar an überquellenden Altkleider-Containern. Wohin mit den alten Klamotten? Und ist Kleidung mieten eine Alternative? Wir checken es im Clip.

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Altkleider-Container quellen über - wieso?

👗 Während der Corona-Pandemie haben viele Menschen mehr Zeit zu Hause verbracht. Perfekt, um den Kleiderschrank und Keller auszumisten. Zeitweise landeten rund 25 Tonnen alte Klamotten täglich in den Containern - doppelt so viel wie in normalen Zeiten.

😬 Das Problem: Wir kaufen generell zu viel Kleidung und entsorgen sie zu schnell. Laut Greenpeace sind das pro Jahr 60 Teile. Angeheizt wird das Problem durch sogenannte "Fast Fashion", also Mode, die so billig ist, dass wir sie nach 2 bis 3 Mal tragen einfach wegwerfen.

🏢 Sortierfirmen trennen die gut erhaltenen Stücke von den beschädigten. Die Firmen werden die sortierte Kleidung aber teilweise nicht los. Lagerflächen sind aktuell teuer. Im Extremfall landet gebrauchte Kleidung direkt in der Müllverbrennung.

🌍 Ein Großteil der Altkleider wird normalerweise in Osteuropa oder in afrikanischen Ländern weiterverkauft. Während der Pandemie kamen die Klamotten da aber teilweise gar nicht hin.

❌ Die Folge: Kleidersammlungen und Secondhand-Shops platzten aus allen Nähten.

❔ Überlege dir also am besten vor der nächsten Shopping-Tour, was du wirklich brauchst. An qualitativ-hochwertigen Stücken wirst du länger Freude haben und sie nicht so schnell entsorgen.

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Wie ist die Arbeit als Altkleider-Sortierer? Unser Reporter Vincent hat es ausprobiert!

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Galileo

Der Weg der alten Kleidung

Allseits bekanntes Problem: Was mache ich mit meinen alten Klammotten? In den Müll damit? In die Altkleidersammlung? Wir sind dem Weg der alten Kleidung nachgegangen!

  • Video
  • 12:26 Min
  • Ab 12
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6 Ideen, wie du alte Klamotten entsorgen kannst

1️⃣ Frage bei Kleiderkammern - zum Beispiel vom DRK oder der Caritas nach, ob sie etwas gebrauchen können. Dann kommt deine ausgediente Kleidung auch sicher bei den Bedürftigen an.

2️⃣ Spende sie an soziale Einrichtungen. Infos geben dir Stadtverwaltung, Kirchenverbände, Bahnhofsmissionen oder Flüchtlingsheime. Über wohindamit.org findest du soziale Einrichtungen in deiner Umgebung.

3️⃣ Verkaufe sie online. Das geht ohne großen Aufwand über diverse Flohmarkt-Apps wie Vinted oder Ebay-Kleinanzeigen. So machst du noch ein bisschen Geld und verlängerst den Lebenszyklus deiner alten Lieblings-Teile.

4️⃣ Mach sie zum Putzlappen. Auch wenn du ein Shirt nicht mehr tragen möchtest, kannst du es ja vielleicht weiter verwenden? Zum Beispiel als Putzlappen oder Reinigungstuch fürs Gesicht. Auch damit tust der Umwelt etwas Gutes.

5️⃣ Bringe sie in den nächsten Oxfam-Laden. Dort werden die Sachen weiter verkauft. Der Erlös geht an soziale Projekte. Achte darauf, dass deine Sachen sauber und unbeschädigt sind.

6️⃣ Gib sie in Sozialkaufhäusern ab. Zum Beispiel das "Fairkaufhaus" in Berlin oder der "Weiße Rabe" in München. Dort nehmen sie nicht nur Kleidung, sondern auch Küchengeschirr oder Möbel.

Wie du mit Second Hand Mode die Umwelt und dein Konto schonen kannst, erklären wir hier.

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