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Bienen: Die kleinsten aber wichtigsten Haustiere des Menschen

  • Veröffentlicht: 03.07.2023
  • 14:45 Uhr
  • Galileo

Wild- und Honigbienen sind existenziell wichtig für unser Ökosystem. Dabei sind die Aufgaben in einem Volk mit mehreren Zehntausend Bienen klar verteilt. Ein Einblick in ihr Sozialverhalten und den Aufbau eines Bienenstocks. Im Clip: Das macht Bienen so einzigartig.

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Bienen in Deutschland

  • "Sterben die Bienen, sterben wenig später auch wir" - diesen Satz hast du sicher auch schon gehört. Bienen sind enorm wichtig für unser Ökosystem.

  • So wichtig, dass speziell für sie sogar ein neuer Beruf ins Leben gerufen wurde: Fachtierärztin/Fachtierarzt für Bienen. 17 solcher besonderen Tierärzt:innen gibt es in Deutschland.

  • In Deutschland gibt es dem deutschen Imkerbund zufolge etwa eine Million Honigbienen-Völker. Natürlich zählen dazu keine Wildbienen, sondern nur die Völker von Imker:innen. Ein Volk kann zwischen grob geschätzt 8.000 und 40.000 Bienen beinhalten.

  • Etwa 500 Bienenarten sind in Deutschland nachgewiesen, weltweit sind es ungefähr 20.000 Arten. Allerdings liefert nur die Honigbiene als Nutzbiene auch Honig.

  • Pro Bienenvolk lassen sich jedes Jahr zwischen 20 und 30 Kilo Honig gewinnen. Deutsche Imkerinnen und Imker decken etwa 20 Prozent des Honig-Verbrauchs in Deutschland ab.

  • Eine einzelne Biene müsste für ein 500 Gramm-Glas Honig dreimal um die Erde fliegen. Bei guten Bedingungen fliegen die Arbeiterinnen bis zu 30 Mal aus. Pro Flug besuchen sie bis zu 300 Blüten. Mehr über die Welt der Bienen erfährst du unten!

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Bienen: Was sie bedroht

🐝 In Gefahr sind vor allem die Wildbienen. Etwa die Hälfte der Wildbienenarten in Deutschland sind vom Aussterben bedroht, die Veränderung der Landschaft zerstört ihre Lebensräume und somit auch die der Schmetterlinge.

🍯 Aber auch Pestizide in der Landwirtschaft oder Parasiten bedrohen die Bienen. Vor allem die Varroamilbe gilt als große Gefahr für die europäische Honigbiene und kann in wenigen Monaten gesamte Bienenvölker zerstören.

👩‍⚕️ Da es für Bienen bisher nur wenige Medikamente gibt, arbeiten die Bienen-Ärzte und -ärztinnen vor allem präventiv. Sie betrachten weniger einzelne Bienen als einen Schwarm als Ganzes.

🩺 Fragen zur Gesundheit eines Stocks, die sich Bienen-Mediziner:innen stellen, sind etwa: Wie ist die Standortumgebung? Legt die Königin genügend Eier? Haben die Bienen genügend Futter? Sind Waben verschimmelt?

Bienen: So setzt sich ein Volk zusammen

Bienen: Die kleinsten aber wichtigsten Haustiere des Menschen

Bienenberufe: Arbeiterinnen, Königin, Drohnen
Bienenberufe: Arbeiterinnen, Königin, Drohnen© Galileo
Arbeitsbienen sind wichtig für den Bienenstock.
Arbeitsbienen sind wichtig für den Bienenstock.© Galileo
Die Drohnen sterben nach der Begattung der Königin.
Die Drohnen sterben nach der Begattung der Königin.© Galileo
Die Bienenkönigin steuert das Bienenvolk.
Die Bienenkönigin steuert das Bienenvolk.© Galileo
Bienenberufe: Arbeiterinnen, Königin, Drohnen
Arbeitsbienen sind wichtig für den Bienenstock.
Die Drohnen sterben nach der Begattung der Königin.
Die Bienenkönigin steuert das Bienenvolk.
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Bienen: So ist das Bienen-Jahr unterteilt

🐝 März und April: Mit steigenden Temperaturen verlassen die Bienen nach dem Winter wieder ihren Bienenstock. Sie gehen auf Nahrungssuche - sobald sie mehr Pollen einsammeln, als sie verbrauchen, bauen sie Vorräte auf.

🌺 Mai bis Juli: Das Bienenvolk ist reichlich versorgt mit Nahrung und bereitet sich auf die Teilung vor. Mit dem Schlüpfen einer neuen Bienenkönigin schwärmt die alte Königin mit einem Teil des Volkes aus - aus einem Bienenvolk sind zwei geworden. Imker:innen ernten dann den Honig.

🌻 August und September: Das Bienenvolk bereitet sich auf den Winter vor. Die Sommerbienen sammeln Nahrung, während sich die Jungbienen vermehren. Diese bleiben im Bienenstock und schonen sich für den Winter. Sie dichten den Stock ab, damit möglichst wenig kalte Luft hineinströmen kann.

❄️ Oktober bis Februar: Eine Bienentraube im Bienenstock wärmt sich gegenseitig und füttert die Königin aus ihren Vorräten.

Bienen: Warum sie wichtig für ein funktionierendes Ökosystem sind

  • 80 Prozent der samen- und fruchtbildenden Nutzpflanzen sind auf die Bestäubung durch Honig- und Wildbienen angewiesen. Im Umkehrschluss heißt das: Sterben die Bienen aus, sind auch diese Pflanzen bedroht.

  • So sind gerade die Wildbienen mit ihren vielen Arten und ihrer Spezialisierung auf bestimmte Pflanzen existenziell wichtig für ein funktionierendes Ökosystem.

  • Wir Menschen würden ohne das Bestäuben von Pflanzen durch Bienen unter anderem zahlreiche Obstsorten nicht auf dem Teller haben.

  • In der Provinz Sichuan im Südwesten Chinas wurde durch den starken Einsatz von Pestiziden die Zahl der Bienen stark reduziert. Daraufhin mussten Menschen auf Obstbäume klettern, um von Hand die einzelnen Blüten zu bestäuben.

  • In Kalifornien werden vor allem zur Mandelblüte Mietbienen auf Tiefladern von Feld zu Feld gefahren, um die Mandelbäume zu bestäuben. Etwa 1,5 Millionen Bienenvölker werden dabei eingesetzt.

  • Ein eindrucksvolles Bild von der Bedeutung von Bienen für die Ökosysteme und über den Umgang des Menschen mit Bienen zeichnet die Dokumentation "More than honey" - hier geht’s zum Trailer.

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Galileo vom 2019-07-09

Job als Imker

Unsere Reporterin Claire arbeitet zwei Tage lang als Imkerin. Wie sieht der Arbeitsalltag mit den Bienen aus? Und schafft sie es drei Tage mit Bienen zu arbeiten, ohne gestochen zu werden?

  • Video
  • 12:39 Min
  • Ab 12

Imker-Bienenstock: Der Aufbau

So ist ein Bienenstock aufgebaut.
So ist ein Bienenstock aufgebaut. © Galileo
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Imkerei: So ist eine moderne Bienenbeute aufgebaut

Der spezielle Aufbau von modernen Imker-Bienenstöcken soll dazu dienen, die Aufzucht des Nachwuchses zu ermöglichen und gleichzeitig eine effiziente Honigproduktion zu fördern.

Die Basis des Bienenstocks bildet der Boden, der aus einem stabilen Material wie Holz oder Kunststoff besteht. Er schützt die Bienen vor Feuchtigkeit und Kälte. Auf dem Boden steht der eigentliche Körper des Bienenstocks, der als Brutraum bezeichnet wird. Der Brutraum besteht aus mehreren nebeneinanderhängenden Holzrahmen, wodurch auch der Begriff "Magazinbeute" geläufig ist. Diese Rahmen dienen als Grundlage für den Bau von Waben, in denen die Bienen ihre Eier ablegen und ihre Brut aufziehen.

Über dem Brutraum befindet sich der Honigraum, der den Bienen Platz zum Sammeln von Nektar und Pollen bietet. Hier bauen die Bienen Waben, in denen sie den gesammelten Nektar zu Honig verarbeiten. Der Honigraum ist oft durch ein Gitter vom Brutraum getrennt, dem Königinnenabsperrgitter. Das soll sicherstellen, dass die Brut vom Honig getrennt bleibt und genügend Platz für die Honigproduktion vorhanden ist.

Das Dach schützt das Bienenvolk vor Witterungseinflüssen. Der Deckel ist in der Regel abnehmbar, um den Imker den Zugang zum Inneren des Bienenstocks zu ermöglichen.

So kommunizieren Bienen

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So wird dein Balkon oder Garten bienenfreundlich

🌼 Der Bund für Naturschutz und Umwelt (BUND) empfiehlt, Pflanzenarten zu verwenden, die zu verschiedenen Zeiten blühen und so vom Frühjahr bis zum Herbst blühende Blumen garantieren.

🌸 Wichtig sind auch Pflanzen mit ungefüllten Blüten, die mehr Nektar und Pollen bieten als Pflanzen mit gefüllten Blüten.

✔️ In einem PDF-Faltblatt hat der BUND bienenfreundliche Pflanzen für Balkon und Garten festgehalten.

Hummeln, Bienen, Wespen: Wie gut kennst du dich aus?

Hummel, Biene und Wespe: Die Steckbriefe

Hummel, Biene, Wespe: die Unterschiede

Steckbrief Biene
Steckbrief Biene© Galileo
Steckbrief Hummel
Steckbrief Hummel© Galileo
Steckbrief Wespe
Steckbrief Wespe© Galileo
Steckbrief Biene
Steckbrief Hummel
Steckbrief Wespe

Hummel, Biene und Wespe: Steckbriefe

Hummel

Größe: 8 bis 18 Millimeter

Farbe: Schwarz-gelb gestreift mit weißem Hinterteil

Behaarung: Pelzig behaart

Erscheinungsform: Eher pummelig

Sonstiges: Hat einen Saugrüssel

Biene

Größe: Bis 15 Millimeter

Farbe: Braun-grau-schwarz gestreift

Behaarung: Feine Behaarung

Erscheinungsform: Rundliche Form

Sonstiges: Hat einen Saugrüssel

Wespe

Größe: 10 bis 20 Millimeter

Farbe: schwarz-gelbe Ringe am Hinterleib

Behaarung: Keine

Erscheinungsform: Typische Wespentaille

Sonstiges: Kann mehrfach zustechen

Häufige Frage zum Thema Bienen

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