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Corona-Studie: Diese Maßnahmen helfen am besten gegen die Pandemie

  • Veröffentlicht: 24.01.2021
  • 16:00 Uhr
  • Galileo
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Eine Gruppe internationaler Forscher hat die Corona-Beschränkungen in 41 Ländern untersucht. Die Vorschrift, zu Hause zu bleiben, hat danach nur einen geringen Effekt. Was hilft also gegen die Pandemie? Im Clip: Mit wem Bund und Länder über die Maßnahmen diskutierten.

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Das Wichtigste zum Thema Corona-Maßnahmen

  • Eine internationale Forschergruppe um Jan Brauner von der University of Oxford hat verschiedene staatliche Eingriffe in das öffentliche Leben in 41 Ländern untersucht.

  • Untersuchungs-Zeitraum war Januar bis Mai 2020. Untersucht wurden 34 europäische und 7 nicht-europäische Länder.

  • Die Forscher haben Fallzahlen und die Anzahl der an Covid-19-Verstorbenen verwendet, die das Coronavirus Resource Center der Johns Hopkins University täglich zusammenträgt.

  • Über ein Computer-Modell haben sie diese Zahlen in Beziehung zu einzelnen Corona-Maßnahmen gesetzt.

  • Wie effektiv eine Maßnahme ist, haben Forscher über die Verringerung der Reproduktionszahl R gemessen. Sehr effektiv sind Maßnahmen, die eine Verringerung von über 35 Prozent bewirkten. Welche hat das erreicht? Die Ergebnisse findest du unten im Überblick.

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Die effektivsten Maßnahmen

👪 Versammlungsverbot für mehr als 10 Personen: Die Reproduktionszahl wurde von Januar bis Mai um 17 bis 60 Prozent verringert. Zwischen den Ländern gab es große Unterschiede, daher die Spanne.

🏫 Schließung von Schulen und Unis: Der Effekt liegt im Bereich von 16 bis 54 Prozent.

Welche Länder waren dabei?

In diesen 41 Ländern wurden Eingriffe in das öffentliche Leben untersucht. Die durchgestrichene Symbole zeigen an, wann Maßnahmen aufgehoben wurden.
In diesen 41 Ländern wurden Eingriffe in das öffentliche Leben untersucht. Die durchgestrichene Symbole zeigen an, wann Maßnahmen aufgehoben wurden. © Science
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Diese Maßnahmen sind ebenfalls effektiv

👪 Versammlungsverbote für mehr als 100 Personen: Hier wurde eine Verringerung um 34 Prozent berechnet. Für mehr als 1.000 Personen lag sie bei 23 Prozent.

🏪 Öffnungs-Verbot für Geschäfte - außer den lebensnotwendigen: Hier lag die Verringerung bei 27 Prozent.

🍝 Schließung von Restaurants, Clubs, Kinos und Fitness-Studios führten zu einer Verringerung von 18 Prozent.

Was war am wenigsten effektiv?

🏘 Ausgangsbeschränkungen: Als zusätzliche Maßnahme zu den anderen lag der Effekt der Vorgabe, das Haus nur für wenige erlaubte Tätigkeiten zu verlassen, bei nur 13 Prozent. Einzeln konnte er nicht ermittelt werden.

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Drosten tweetet den Effekt von Schulschließungen

Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité nennt bei Twitter eine wichtige Erkenntnis aus der Studie: "Starker Effekt von Schulschließungen". Er verweist aber auch darauf, dass andere Studien keine Effekte von Schulschließungen finden. Die Autoren der Studie sagen selbst, dass es Unsicherheiten bei ihrer Modellierung gibt. Aber die allgemeinen Schlussfolgerungen dazu seien "weitgehend stabil". Zu ähnlichen Ergebnissen kam eine Untersuchung österreichischer Forscher um Studienleiter Peter Klimek vom Complexity Science Hub Vienna (CSH) und der Medizinischen Universität Wien im Juli. Das Team fand heraus, dass Social Distancing und die Schließung von Schulen wahrscheinlich am wirksamsten sind. Wichtig sei aber eine geschickte Mischung an Maßnahmen.

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7-Tage-Inzidenz unter 50: Münster als Erfolgsmodell?

Münster in Nordrhein-Westfalen hat am Mittwoch (20. Januar) die 7-Tage-Inzidenz von 50 unterschritten. Wie hat die 310.000-Einwohner-Stadt das geschafft?

Für Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) haben unter anderem frühzeitige Maßnahmen zur niedrigen Inzidenz geführt. So war Münster eine der ersten Städte, die einen Krisenstab eingerichtet hat. Laut Lewe klappe daher die Zusammenarbeit mit den Ordnungsämtern, der Polizei und Feuerwehr sehr gut. Zudem hat Münster früh eine Maskenpflicht eingeführt.

Ein Polizeiwagen fährt durch eine Fußgängerzone in Münster.
Ein Polizeiwagen fährt durch eine Fußgängerzone in Münster.© picture alliance/dpa/Rolf Vennenbernd

Auch die Menschen in Münster seien maßgeblich am Erfolg beteiligt, weil sie mitmachen würden. Daher sei die Universitäts-Stadt ein Beispiel dafür, dass Maßnahmen funktionieren können.

Lewe setzt auf Solidarität und nicht auf Abschottung und plädiert für einen engen Erfahrungs-Austausch zwischen den Kommunen. Dennoch warnt er davor, sich auf dem Erfolg auszuruhen: "Die größten Feinde, die wir in der Covid-19-Pandemie aktuell haben, sind die Mutation und der Leichtsinn."

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Willst Du noch mehr über Corona-Maßnahmen erfahren?

Die Studie der University of Oxford in der Fachzeitschrift Science

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