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Leisure Sickness: Deshalb wirst du meist krank, wenn du Urlaub hast

  • Veröffentlicht: 24.08.2023
  • 14:45 Uhr
  • Galileo

Kaum hast du Urlaub, schmerzt der Hals und die Nase läuft. Dieses Phänomen ist als Leisure Sickness bekannt. Mehr zur Freizeitkrankheit erfährst du auf dieser Seite. Im Clip: An welchen Symptomen ein Burnout erkennbar ist.

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Das Wichtigste zum Thema Leisure Sickness

  • Als Leisure Sickness - auch Poststress genannt - ist das Rätsel bekannt, dass du ausgerechnet im Urlaub krank wirst. Meist liegen vor der Freizeiterkrankung mehrere, anstrengende Tage oder Wochen.

  • Kopfschmerzen, Übelkeit und Schniefnase statt Sonne, Strand und Meer: Nicht die freie Zeit macht krank, sondern die Hektik vor der verdienten Auszeit.

  • Betroffen sind insbesondere (übermäßig) pflichtbewusste und ehrgeizige Menschen, die ständig ihre Arbeit im Kopf haben und nicht richtig abschalten können.

  • Warnzeichen sind unter anderem Herzrasen, Kurzatmigkeit und übermäßiges Schwitzen. Wiederkehrende Freizeiterkrankungen können auch ein Alarmsignal für eine beginnende Depression sein. In solchen Fällen ist professionelle Hilfe durch Ärzt:innen wichtig.

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Darum tritt die Freizeitkrankheit im Urlaub auf

Die Ursachen für Leisure Sickness sind noch nicht abschließend geklärt. Fachleute gehen aber davon aus, dass ein Zusammenspiel von Stress-Phasen und der Reaktion des Körpers darauf die Freizeitkrankheit auslöst.

In Phasen dauernder Anspannung arbeitet der Körper evolutionsbedingt auf Hochtouren mit schnellerem Herzschlag und höherem Blutdruck. Der Körper ist durch den Einfluss der Hormone Adrenalin und Cortisol widerstandsfähiger. Der Stress wird dadurch kaum bemerkt.

Ist die Hektik vorüber, fällt die Last sprichwörtlich vom Körper ab. Erst in solchen Phasen der Entspannung wird die massive Anstrengung deutlich. Der Körper produziert weniger Abwehrzellen, sodass das Immunsystem anfälliger für Krankheitserreger ist.

Das passiert mit deinen Urlaubstagen bei Krankheit

⚖️ Erwischt dich eine Erkrankung im Urlaub, brauchst du dir keine Sorgen, um einen Verfall deiner Urlaubstage zu machen. Dafür gibt's eine einfache Lösung, die in § 9 des Bundesurlaubsgesetzes geregelt ist.

📑 Reiche an deiner Arbeitsstelle eine Krankschreibung ein, so werden dir die ärztlich attestierten Tage deiner Arbeitsunfähigkeit nicht auf deinen Jahresurlaub, der dir zusteht, angerechnet.

📅 Das heißt, bereits genehmigte Urlaubstage werden dir wieder freigestellt, sodass du sie später nehmen kannst.

😓 Anders ist dies, wenn du frei hast, weil du Überstunden abbaust: Wirst du währenddessen krank, bekommst du diese Tage nicht wieder gutgeschrieben.

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So wird dein Urlaub erholsam

😌 Für einen entspannten Start in einen wohltuenden Urlaub ist ein geregelter Übergang wichtig - möglichst ohne Stress.

🥵 Alles in letzter Minute zu erledigen, ist keine gute Idee: So kann sich kein Erholungseffekt einstellen.

🤝 Sprich offene To-dos, die in deiner Urlaubszeit anfallen, stattdessen rechtzeitig mit Kolleg:innen ab, die dich bei Bedarf vertreten können.

🧼 Auch im Privaten ist Hektik vorm Urlaub kontraproduktiv: Die buchstäbliche Grundreinigung im Haushalt sorgt vor der Abreise für zusätzlichen Stress.

😴 Bevor du nach einer stressigen Phase verreist, gönn dir am besten ein oder zwei Tage Ruhe und Nichtstun. So kannst du locker am Urlaubsort ankommen.

📲 Zum wirklichen Abschalten in den Ferien benutzt du Smartphone, Tablet und Co. möglichst wenig.

🧺 Plane auch für die Zeit nach der Heimkehr einige Ruhetage ein, bevor es auf der Arbeit weitergeht. So hast du genug Zeit fürs Ankommen, Auspacken und Waschen.

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Effektive Regeneration hilft gegen Leisure Sickness

Um dich dauerhaft vor zu viel Stress und der Gefahr von Leisure Sickness im Urlaub zu schützen, ist in Abwechslung zu Phasen mit starker Belastung regelmäßige Erholung im Alltag wichtig.

Dazu sind nicht nur genügend Schlaf, sondern auch wiederkehrende moderate Bewegung und Sport hilfreich. Dreimal wöchentlich ein rund halbstündiger Spaziergang in zügigem Tempo bringt dich bereits runter.

Zur Ruhe zu kommen, heißt aber auch, sich die freie Zeit nicht ständig mit Aktivitäten vollzupacken. Gönn dir daher auch Phasen, in denen du nichts einplanst. Lies lieber spontan ein Buch oder höre deine Lieblingsmusik.

Wem Entspannungsübungen gefallen, der kann beispielsweise bei Yoga, Meditation oder Tai-Chi durchatmen.

Für Erholung sorgen auch gemütliche Mahlzeiten mit der Familie oder Freund:innen.

Und solltest du nach der Reise schlechte Laune haben, gibt es hier Tipps für das Stimmungstief nach dem Urlaub.

Hier erfährst du noch mehr über Leisure Sickness

AOK-Bundesverband: Endlich Urlaub und ... gleich mal krank

Leisure-Sickness-Syndrom: Wenn die Entspannung zu spät kommt

Helios Gesundheit: Leisure-Sickness-Syndrom: Warum man im Urlaub krank wird

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Häufige Fragen zum Thema Leisure Sickness

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