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30 Kilometer in 8 Minuten: Das sind die schnellsten Züge der Welt

  • Veröffentlicht: 11.08.2022
  • 16:45 Uhr
  • Franziska Schosser

Achtung am Bahnsteig! Hier kommen die schnellsten Züge der Welt. Mit Rekord-Geschwindigkeiten bringen sie dich von A nach B - und das (zumindest in Japan) pünktlich auf die Sekunde.

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Die schnellsten Züge der Welt: Das Wichtigste zum Thema

  • Wer an schnelle Züge denkt, denkt sicherlich als erstes an Japan. Denn der Shinkansen, auch Bullet Train genannt, erreicht Geschwindigkeiten von weit über 300 Stundenkilometer.

  • Doch auch in anderen Ländern gibt es schnelle Züge - wie zum Beispiel in China, Spanien, Italien oder Frankreich. Deutschland kann seit einem neuen ICE-Modell nicht mehr ganz mithalten.

  • Wo die schnellsten Züge fahren und welche Geschwindigkeits-Rekorde es gibt, erfährst du hier.

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Das geht zügig: Japans Flitzer, Chinas Star und der schnellste Zug Deutschlands

30 Kilometer in 8 Minuten: Das sind die schnellsten Züge der Welt

Unter dem Namen Shinkansen baut Japan eine Reihe von Hochgeschwindigkeitszügen. Die Flitzer fahren meist mit einer Geschwindigkeit von bis zu 320 Kilometern pro Stunde - können aber auch noch viel schneller. Die lange Nase macht die Züge nicht nur aerodynamisch, sondern auch leiser.
Unter dem Namen Shinkansen baut Japan eine Reihe von Hochgeschwindigkeitszügen. Die Flitzer fahren meist mit einer Geschwindigkeit von bis zu 320 Kilometern pro Stunde - können aber auch noch viel schneller. Die lange Nase macht die Züge nicht nur aerodynamisch, sondern auch leiser. © picture alliance/Kyodo
Der chinesischen Schnellzug Fuxing bringt Fahrgäste von Shanghai nach Peking und fährt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 350 Kilometern pro Stunde. Vielerorts soll er sogar mit 400 Kilometern pro Stunde unterwegs sein.
Der chinesischen Schnellzug Fuxing bringt Fahrgäste von Shanghai nach Peking und fährt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 350 Kilometern pro Stunde. Vielerorts soll er sogar mit 400 Kilometern pro Stunde unterwegs sein.© Getty Images/SOPA Images / Kontributor
Auch wenn er deutlich schneller fahren kann: Im Normalbetrieb ist der französische TGV mit rund 320 Kilometern pro Stunde unterwegs. Wenn er außerhalb des normalen Betriebs auf Rekordjagd ist, fährt der TGV auch mal locker 200 Stundenkilometer schneller.
Auch wenn er deutlich schneller fahren kann: Im Normalbetrieb ist der französische TGV mit rund 320 Kilometern pro Stunde unterwegs. Wenn er außerhalb des normalen Betriebs auf Rekordjagd ist, fährt der TGV auch mal locker 200 Stundenkilometer schneller. © Getty Images/BORIS HORVAT / Kontributor
Der ICE 3 ist der schnellste Zug Deutschlands. Er fährt bis zu 300 Kilometer pro Stunde. Der neue ICE 4 fährt übrigens langsamer als sein Vorgänger: bis zu 250 Kilometer pro Stunde. Dafür ist er umweltfreundlicher, verbraucht weniger Energie und verfügt über Fahrradstellplätze.
Der ICE 3 ist der schnellste Zug Deutschlands. Er fährt bis zu 300 Kilometer pro Stunde. Der neue ICE 4 fährt übrigens langsamer als sein Vorgänger: bis zu 250 Kilometer pro Stunde. Dafür ist er umweltfreundlicher, verbraucht weniger Energie und verfügt über Fahrradstellplätze.© picture alliance/Christophe Gateau/dpa
Der Transrapid war ein Meisterstück deutscher Ingenieure und Ingenieurinnen. Die Magnetschwebebahn erreichte auf der Teststrecke im Emsland eine Geschwindigkeit von 450 Kilometern pro Stunde. Der Bund stoppte 2011 aber nach vielen Jahren die Förderung. Der Transrapid fuhr nie regulär in Deutschland.
Der Transrapid war ein Meisterstück deutscher Ingenieure und Ingenieurinnen. Die Magnetschwebebahn erreichte auf der Teststrecke im Emsland eine Geschwindigkeit von 450 Kilometern pro Stunde. Der Bund stoppte 2011 aber nach vielen Jahren die Förderung. Der Transrapid fuhr nie regulär in Deutschland.© Getty Images/Johannes Simon / Staff
Spanien hat ein modernes Netz für Hochgeschwindigkeitszüge. Die AVE fahren 3.100 Kilometer durchs Land und verbinden Spaniens Städte mit einer Geschwindigkeit von bis zu 310 Kilometern pro Stunde. Es ist das längste Streckennetz für Hochgeschwindigkeitszüge in Europa.
Spanien hat ein modernes Netz für Hochgeschwindigkeitszüge. Die AVE fahren 3.100 Kilometer durchs Land und verbinden Spaniens Städte mit einer Geschwindigkeit von bis zu 310 Kilometern pro Stunde. Es ist das längste Streckennetz für Hochgeschwindigkeitszüge in Europa.© Getty Images/Gonzalo Arroyo Moreno / Freier Fotograf
Rot sind in Italien nicht nur die schnellen Autos, sondern auch die schnellen Züge. Frecciarossa ("Roter Pfeil") heißt einer der drei Hochgeschwindigkeitszüge, die Italiens Norden mit dem Süden verbinden. Außerdem gibt es den Frecciabianca und den Frecciargento. Der Frecciarossa schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde.
Rot sind in Italien nicht nur die schnellen Autos, sondern auch die schnellen Züge. Frecciarossa ("Roter Pfeil") heißt einer der drei Hochgeschwindigkeitszüge, die Italiens Norden mit dem Süden verbinden. Außerdem gibt es den Frecciabianca und den Frecciargento. Der Frecciarossa schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde. © picture alliance/dpa
Unter dem Namen Shinkansen baut Japan eine Reihe von Hochgeschwindigkeitszügen. Die Flitzer fahren meist mit einer Geschwindigkeit von bis zu 320 Kilometern pro Stunde - können aber auch noch viel schneller. Die lange Nase macht die Züge nicht nur aerodynamisch, sondern auch leiser.
Der chinesischen Schnellzug Fuxing bringt Fahrgäste von Shanghai nach Peking und fährt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 350 Kilometern pro Stunde. Vielerorts soll er sogar mit 400 Kilometern pro Stunde unterwegs sein.
Auch wenn er deutlich schneller fahren kann: Im Normalbetrieb ist der französische TGV mit rund 320 Kilometern pro Stunde unterwegs. Wenn er außerhalb des normalen Betriebs auf Rekordjagd ist, fährt der TGV auch mal locker 200 Stundenkilometer schneller.
Der ICE 3 ist der schnellste Zug Deutschlands. Er fährt bis zu 300 Kilometer pro Stunde. Der neue ICE 4 fährt übrigens langsamer als sein Vorgänger: bis zu 250 Kilometer pro Stunde. Dafür ist er umweltfreundlicher, verbraucht weniger Energie und verfügt über Fahrradstellplätze.
Der Transrapid war ein Meisterstück deutscher Ingenieure und Ingenieurinnen. Die Magnetschwebebahn erreichte auf der Teststrecke im Emsland eine Geschwindigkeit von 450 Kilometern pro Stunde. Der Bund stoppte 2011 aber nach vielen Jahren die Förderung. Der Transrapid fuhr nie regulär in Deutschland.
Spanien hat ein modernes Netz für Hochgeschwindigkeitszüge. Die AVE fahren 3.100 Kilometer durchs Land und verbinden Spaniens Städte mit einer Geschwindigkeit von bis zu 310 Kilometern pro Stunde. Es ist das längste Streckennetz für Hochgeschwindigkeitszüge in Europa.
Rot sind in Italien nicht nur die schnellen Autos, sondern auch die schnellen Züge. Frecciarossa ("Roter Pfeil") heißt einer der drei Hochgeschwindigkeitszüge, die Italiens Norden mit dem Süden verbinden. Außerdem gibt es den Frecciabianca und den Frecciargento. Der Frecciarossa schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde.

Weltrekorde: Das sind die schnellsten Züge

Ein deutscher Rekord

Am 1. Mai 1988 wurde der deutsche ICE der schnellste Zug der Welt: Er erreichte bei einer Testfahrt zwischen Würzburg und Fulda eine Geschwindigkeit von 406,9 Kilometern pro Stunde.


Der ICE war einmal der schnellste Zug.

Der schnellste Zug der Welt

Im Jahr 1990, zwei Jahre nach dem deutschen ICE, schaffte ein französischer TGV (train à grande vitesse) einen neuen Rekord: 515 Kilometer pro Stunde. Im Jahr 2007 erreichte ein TGV-Versuchszug auf einem speziell ausgebauten Stück der Neubaustrecke LGV Est européenne (Paris–Straßburg) sogar eine Geschwindigkeit von 574,79 km/h - Weltrekord.


Der TGV ist aktuell der schnellste Zug auf Rädern.

Die schnellste Magnet-Schwebebahn

Der Transrapid Shanghai ist derzeit der weltweit schnellste kommerzielle Zug in Betrieb. Die Magnet-Schwebebahn erreicht eine Geschwindigkeit von 430 Kilometern pro Stunde. Innerhalb von acht Minuten bringt der Zug Passagier:innen von einer Station nahe dem Messe-Zentrum zum Flughafen Shanghai - immerhin eine Strecke von 30 Kilometern.


Der Transrapid Shanghai ist derzeit die schnellste Magnet-Schwebebahn der Welt.

Der künftig schnellste Zug

Die Shinkansen L0 hat im Jahr 2015 auf einer Teststrecke eine Geschwindigkeit von 603 Kilometern pro Stunde erreicht. Dabei rollt der Zug nächst auf Gummi-Rädern, bis er ab 150 km/h auf Magnetkraft wechselt und unfassbar beschleunigt. Ab 2027 soll der Zug auf einer regulären Strecke fahren - natürlich mit hoher Geschwindigkeit.

Der Shinkansen L0 wird künftig der schnellste Zug in Betrieb sein.
Der Shinkansen L0 wird künftig der schnellste Zug in Betrieb sein.© picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Ryu Okamoto
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Schnell und pünktlich: Die japanische Bahn macht es vor

Es ist für Deutsche kaum vorstellbar, aber in Japan werden Zugverspätungen nicht in Minuten, sondern in Sekunden gemessen. Als ein Zug im November 2017 einen Bahnhof 20 Sekunden zu früh verließ, wurde eine Pressemitteilung herausgegeben, der Bahnbetreiber entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten bei den Reisenden.

In Deutschland hingegen gelten Züge erst ab einer Verspätung von sechs Minuten als unpünktlich. Im Juni 2022 waren dieser Definition zufolge nur 58 Prozent der Züge im Fernverkehr pünktlich.

In Japan wären solche Werte nicht hinnehmbar. Dort haben die Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge aber auch ein eigenes Schienennetz. Langsamere Züge behindern die Flitzer nicht - anders als in Deutschland.

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Der Fahrkartenautomat ist kaputt - darfst du ohne Ticket in den Zug steigen?

Das kennt jeder: Man muss unbedingt diesen Zug erwischen, aber der Automat ist kaputt. In wenigen Sekunden muss man sich entscheiden: Steigt man ohne Ticket ein und geht das Risiko ein, erwischt zu werden, oder lässt man es lieber?

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  • 01:56 Min
  • Ab 12
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Hier geht’s gemütlich zu: Der "langsamste Schnellzug der Welt" (Glacier-Express)

Der Glacier-Express überwindet 291 Brücken, durchquert 91 Tunnel und legt insgesamt 291 Kilometer zurück, von Zermatt bis nach St. Moritz.

Dafür braucht der langsamste Schnellzug der Welt acht Stunden. Wäre er schneller, könnten die Passagier:innen den Ausblick auf das Schweizer Berg-Panorama aber auch gar nicht richtig genießen.

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