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"Reich mal das Kugelfisch-Gift rüber": Auch Tiere sind gern high

  • Veröffentlicht: 30.08.2022
  • 20:45 Uhr
  • Galileo

Cheers - nicht nur Menschen feiern gern in geselliger Runde. Rentiere, high vom Fliegenpilz, Delfine im Kugelfisch-Rausch, betrunkene Bienen, Affen und Elefanten - wir zeigen dir berauschende Momente aus dem Tierreich.

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Das Wichtigste zum Thema Berauschte Tiere

  • Auch Tiere gönnen sich hin und wieder berauschende Substanzen. Psychedelische Pilze, natürlich gegärter Alkohol, Gift von anderen Tieren - die Natur hält verschiedenste Rauschmittel bereit.

  • Manche Tiere bekommen sogar ein richtiges Sucht-Problem - wie die betrunkenen Bienen, die du weiter unten kennenlernst. Auch Koalas sind quasi dauer-high.

  • Die meisten Tiere aber feiern in gesundem Maße. Wenn du dir das nächste Mal ein Glas Wein einschenkst, gib deinem Stuben-Tiger doch ein bisschen Katzenminze - sie wirkt stimulierend, macht aber nicht abhängig, fanden Forschende heraus.

  • Und nun zu den berauschenden Momenten in freier Wildbahn

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Delfine reichen Kugelfische rum wie einen Joint

Was wohl der arme Kugelfisch zu dieser fröhlichen Runde sagt? Unter Stress sondert er ein starkes Gift ab. In hohen Dosen wirkt es tödlich - in kleinen Mengen macht es die Delfine high! Sie schubsen und triezen den Kugelfisch und reichen ihn weiter wie einen Joint.

Irgendwann kann sich der als Rauschmittel entehrte Kugelfisch davonstehlen, denn die zugedröhnten Delfine geben sich ganz ihrem Rausch hin.

Galileo

Wissensticker: Delfine im Rausch

Immer gut gelaunt. Jetzt wissen wir auch warum. Britische Forscher haben herausgefunden, dass Delfine sich regelmäßig unter Drogeneinfluss befinden. Warum das so ist, seht ihr hier.

  • Video
  • 01:16 Min
  • Ab 12
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Summ, summ, summ - diese betrunkenen Bienen haben zu tief in den Blütenkelch geschaut

🐝 Wer fliegt denn da im Zickzack? Vor dem australischen Parlament sorgen immer wieder torkelnde und tote Bienen für Aufsehen.

🏵️ Der beauftragte Imker Cormac Farrell klärt über Twitter auf: Wenn es in Australien wärmer wird, fermentiert der Nektar in manchen Pflanzen. Organische Stoffe werden unter anderem in Alkohol umgewandelt.

✋ Einlass nur mit null Promille. Die Bienen haben ihre eigene Verkehrs-Polizei. Wächter lassen nur nüchterne Artgenossen in den Stock.

🥴 Es gibt sogar Ausnüchterungszellen. Die befinden sich praktischerweise auf dem Boden. Echter Absturz: Manche Bienen haben zu viel intus und sterben an einer Überdosis Alk.

Twitter-Stars: Angetrunkene Bienen auf einem Haufen

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Warum berauschen sich Tiere? Das sagt Rainer Spanagel, Professor für Pharmakologie und Toxikologie in Mannheim:

💬 Alle Drogen, die wir Mensch nehmen, konsumieren auch Tiere im Labor - freiwillig und in großen Mengen. In freier Wildbahn übrigens auch, wenn sie dort zugänglich sind.

💬 Für Tiere ist es aber schwer, sich ins Koma zu trinken. Ihr Stoffwechsel ist schneller als der menschliche. Manchmal vernachlässigen sie unter Drogen allerdings das Fressen.

💬 Von 100 Personen, die freiwillig Drogen zu sich nehmen, entwickeln 15 eine Sucht. Das ist bei Tieren genauso.

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Im Rausch der Natur: andere Tiere, andere Vorlieben

Rentiere auf dem Trip. Der Karlsruher Biologe Mario Ludwig fand heraus, dass sie gern Fliegenpilze fressen. Die enthalten bewusstseinserweiternde Substanzen.
Rentiere auf dem Trip. Der Karlsruher Biologe Mario Ludwig fand heraus, dass sie gern Fliegenpilze fressen. Die enthalten bewusstseinserweiternde Substanzen.© picture alliance / Andreas Gillner
Kängurus in Australien fressen absichtlich Mohn. High vom enthaltenen Morphin, hüpfen sie anschließend im Kreis herum.
Kängurus in Australien fressen absichtlich Mohn. High vom enthaltenen Morphin, hüpfen sie anschließend im Kreis herum. © picture alliance/WILDLIFE
In Großbritannien liegen Igel besoffen im Garten. Der Grund: Um Schnecken zu vertreiben, bauen Gärtner:innen Bier-Fallen auf. Die ziehen aber nicht nur die Salatfresser an, sondern auch die Igel.
In Großbritannien liegen Igel besoffen im Garten. Der Grund: Um Schnecken zu vertreiben, bauen Gärtner:innen Bier-Fallen auf. Die ziehen aber nicht nur die Salatfresser an, sondern auch die Igel.© picture alliance/Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB
Dreist sind die Meerkatzen auf der karibischen Insel St. Kitts. "Sie trinken den Touristen die Cocktails weg und liegen schon nachmittags betrunken am Strand", erklärt Biologe Ludwig.
Dreist sind die Meerkatzen auf der karibischen Insel St. Kitts. "Sie trinken den Touristen die Cocktails weg und liegen schon nachmittags betrunken am Strand", erklärt Biologe Ludwig. © picture alliance / blickwinkel
Rentiere auf dem Trip. Der Karlsruher Biologe Mario Ludwig fand heraus, dass sie gern Fliegenpilze fressen. Die enthalten bewusstseinserweiternde Substanzen.
Kängurus in Australien fressen absichtlich Mohn. High vom enthaltenen Morphin, hüpfen sie anschließend im Kreis herum.
In Großbritannien liegen Igel besoffen im Garten. Der Grund: Um Schnecken zu vertreiben, bauen Gärtner:innen Bier-Fallen auf. Die ziehen aber nicht nur die Salatfresser an, sondern auch die Igel.
Dreist sind die Meerkatzen auf der karibischen Insel St. Kitts. "Sie trinken den Touristen die Cocktails weg und liegen schon nachmittags betrunken am Strand", erklärt Biologe Ludwig.

Ich glaub, mich laust der Affe - hier torkeln gleich ganze Scharen von der Party nach Hause

Einen Fuß heben und gerade stehen? Das schaffen hier nicht mal die, die vier Beine haben! Affen, Warzenschweine, Giraffen - alle haben von den verdorbenen Früchten genascht und torkeln durch die afrikanische Landschaft.

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