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Kein Haustier!

Opossum: Ist die kleine Beutelratte für Menschen gefährlich?

  • Aktualisiert: 18.12.2023
  • 17:31 Uhr
  • Anna Kaltenhauser

Das Opossum ist niedlich, aber ist sie eigentlich auch gefährlich? Alles, was du über die Beutelratte wissen musst und warum es auf keinen Fall als süßes Haustier geeignet ist, erfährst du hier. Im Clip: Eine Riesenschildkröte als Haustier.

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Das Wichtigste zum Thema Opossums

  • Das Opossum kann so groß wie eine Hauskatze werden, hat ein auffälliges Gebiss mit 50 scharfen Zähnen und einen langen, unbehaarten Schwanz ähnlich wie eine Ratte.

  • Es gehört zur Familie der Beutelratten und lebt in den Wäldern Nord-und Südamerikas, wobei sich das Nord-Opossum bis in den Süden Kanadas verbreitet hat.

  • Opossums haben eine niedrige Lebenserwartung und werden meist nicht älter als drei Jahre.

  • Das Nord-Opossum taucht immer öfter auf Social Media als Haustier auf. Woran das liegt und ob eine Aufzucht des Wildtiers erlaubt ist, erfährst du weiter unten.

Eckdaten zum Opossum
Eckdaten zum Opossum© Galileo

Steckbrief des Opossums

  • Wissenschaftlicher Name: Didelphis
  • Familie: Beutelratte
  • Natürliche Verbreitung: Nord-, Mittel- und Südamerika
  • Farbe: weiß-grau mit schwarzen Streifen
  • Länge: bis zu 50 Zentimeter ohne Schwanz
  • Gewicht: bis zu 6 Kilogramm
  • Lebenserwartung in der Wildnis: bis zu 3 Jahre
  • Sozialverhalten: nachtaktive Einzelgänger
  • Nahrung: Allesfresser; Insekten, Aas, Früchte, Körner
  • Feinde: Greifvögel, Füchse, Eulen, Kojoten
  • Aktueller Bestand: nicht gefährdet
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Ernährung, Verhalten und Co.: Fakten über die Beutelratte

🦕 Das Opossum ist ein Urtier und überlebte die Dinosaurier. Die ersten Opossums gab es bereits vor über siebzig Millionen Jahren in Amerika.

☠ Fühlt sich das Opossum bedroht, fällt es einfach um. Es erstarrt, sperrt das Maul auf, lässt die Zunge heraushängen und scheidet über Analdrüsen eine übel riechende Flüssigkeit aus, ähnlich wie das Stinktier oder der tasmanische Teufel.

🧐 In der Wissenschaft nennt man diese Schreck-Starre Thanatose. Das Opossum beherrscht sie so perfekt, dass es im Englischen sogar eine eigene Redewendung dafür gibt: sich tot stellen heißt "play possum".

🦥 Das Opossum schläft täglich 18 Stunden, erst nachts wird es munter und macht sich auf Nahrungssuche. Es gehört somit zu den Schlafmützen unter den Säugetieren. Zum Vergleich: Ein Faultier schläft rund 20 Stunden.

🍽 Opossums sind wichtig fürs Ökosystem. Als Allesfresser verspeisen sie im Sommer Tausende von Zecken und helfen so, die Blutsauger, die Borreliose übertragen können, einzudämmen.

🐍 Dank eines bestimmten Eiweißstoffs im Blut des Opossums sind sie immun gegen einige Schlangengifte.

Fortpflanzung: Opossum Babies

Bei der Geburt sind Baby Opossums einen Zentimeter lang und 0,1 Gramm schwer
Bei der Geburt sind Baby Opossums einen Zentimeter lang und 0,1 Gramm schwer© Getty Images

Bereits nach einem Jahr sind Opossum Weibchen geschlechtsreif. Nach einer Tragezeit von nur rund 14 Tagen kommen bis zu 25 Opossum Babys zur Welt. Die Baby Opossums sind so winzig, dass alle auf einen Teelöffel passen würden.

Die nackten und blinden Opossums kriechen nach der Geburt sofort in den Beutel der Mutter, doch nur elf bis 13 Jungtiere haben dort Platz, die schwächsten Babys sterben also bereits nach wenigen Stunden. Nach zwei bis drei Monaten krabbeln die Baby-Opossums aus dem Beutel und reiten auf dem Rücken der Mutter mit. Mit vier Monaten sind sie schon selbstständig und verlassen Mutter und Geschwister.

Mama-Taxi: Das Nord- oder auch Virginia Opossum genannt, im Einsatz
Mama-Taxi: Das Nord- oder auch Virginia Opossum genannt, im Einsatz© picture alliance / Mary Evans Picture Library | Mary Clay / ardea.com
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Süß! Diese Opossum-Mama trägt ihren Nachwuchs huckepack

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Das Opossum als Haustier: Ist das überhaupt erlaubt?

🇩🇪 Opossums kommen zwar nicht in Deutschland vor, werden aber, wenn auch selten, wie andere exotische Tiere über Tierbörsen gehandelt.

❌ "Die private Haltung ist in Deutschland zwar grundsätzlich erlaubt, weil Opossums nicht streng geschützt sind, nicht als invasive Art gelten und auch nicht zu den „Gefahrtieren“ zählen. Aber Opossums sind selbst in Zoos nur selten zu sehen und in privater Haltung bisher ebenfalls die Ausnahme – glücklicherweise", sagt James Brückner, Leiter der Abteilung Artenschutz vom Tierschutzbund e.V.

⚰ Auch in den Herkunftsländern wird eindringlich davon abgeraten, Opossums als Haustiere zu halten. Die Nahrung der Wildtiere ist zu komplex, meist sterben sie schnell an Mangelernährung oder bakteriellen Krankheiten.

🧺 Verwaiste oder verletzte Opossums sollen in Amerika in speziellen Auffangstationen abgeben werden.

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Häufige Fragen zu Opossums

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