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Schädlinge verjagen

Silberfische loswerden: Diese Hausmittel bekämpfen das Ungeziefer

  • Aktualisiert: 29.04.2024
  • 12:21 Uhr
  • Galileo

Sie gehören sicher zu den unbeliebtesten Untermietern - Silberfische in Küche oder Bad hat niemand gerne. Doch woher kommen sie und wie wirst du die Insekten wieder los? Alles, was du über Silberfischchen wissen musst.

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Silberfische: Die wichtigsten Fakten

  • Silberfische, auch Silberfischchen genannt, zählen zu den Insekten. Ihr lateinischer Name lautet Lepisma saccharina

  • Sie gehören zu den ältesten Insekten der Welt. Wissenschaftler:innen gehen davon aus, dass sie bereits seit 300 Millionen Jahren existieren.

  • Vielleicht hattest du die Tierchen schon mal in der Küche oder im Bad. Stärkehaltige Lebensmittel sind die Leibspeise von Silberfischen. Im Notfall kommen sie auch mehrere Monate ohne Nahrung aus.

  • Entwarnung: Die Insekten sind nicht giftig, übertragen keine Krankheiten und sind daher nicht gefährlich für den Menschen.

Inhalt

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So sehen Silberfische aus

Ausgewachsene Silberfische sind etwa einen Zentimeter groß. Das Ungeziefer besitzen sechs Füße, fünf Fühler sowie silbrig glänzende Schuppen. Sie können bis zu acht Jahre alt werden.

Silberfische: So erkennst du sie

Silberfische gehören zur Gattung der Lepisma und zur Klasse der Insekten. Von ihnen gibt es weltweit um die 470 Unterarten. Die flügellosen Insekten haben sechs Beine, mit denen sie sich schlängelnd fortbewegen und mit den Vorderfühlern die Umgebung abtasten. Sie können zwischen sieben und 15 Millimeter groß werden und lieben feucht-warmes Klima. Bei Dunkelheit kommen die Insekten zum Vorschein, tagsüber verstecken sie sich in Ritzen und unter losen Tapeten.

Die Existenz der Silberfische: Wissenschaftler:innen gehen davon aus, dass es sie schon vor 300 Millionen Jahre gab, wobei sich das Aussehen nicht verändert hat. Zum Heranwachsen zu einem geschlechtsreifen Silberfisch benötigt das nachtaktive Tier je nach Umgebung eine Zeitspanne von vier Monaten und bis zu drei Jahren. Sie häuten sich in diesem Prozess acht Mal und danach jedes Jahr bis zu vier Mal.

Das einzigartige Merkmal, das dem Tier auch seinen Namen verleiht, sind die silbernen Schuppen auf der Außenhaut mit einem metallischen Glanz. Diese kommen jedoch erst nach der dritten Häutung zum Vorschein.

Silberfische gelten zwar als Schädling, doch eigentlich sind sie harmlos, weshalb sie nicht bekämpft werden müssen.
Silberfische gelten zwar als Schädling, doch eigentlich sind sie harmlos, weshalb sie nicht bekämpft werden müssen.© Getty Images
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Silberfische und Papierfische: So kannst du sie unterscheiden

  • Papierfische ähneln Silberfischen, da sie zur Familie der Silberfische gehören.
  • Im Gegensatz zum Papierfisch ist der Silberfisch nur lästig und kein Schädling.
  • Für die Nahrungsaufnahme und Vermehrung kommen Papierfische aus ihren Verstecken.
  • Papierfische sind im Vergleich länger und haben fadenförmige Schwanzanhänge, die länger als der Körper sind.
  • Ein weiterer Unterschied sind die Schuppen. Papierfische haben graue Panzerschuppen mit Borstenkämmen und die Schuppen der Silberfische haben lediglich einen metallischen Glanz.
  • Silberfische bevorzugen warme und feuchte Umgebungen und kommen daher auch in Kellern und Badezimmern vor. Demgegenüber präferieren Papierfische warme und trockene Temperaturen. Auch eine geringe Luftfeuchtigkeit von 35 Prozent macht dem Ungeziefer nichts aus.
Der Papierfisch gehört zu der Familie der Silberfische.
Der Papierfisch gehört zu der Familie der Silberfische.© AdobeStock

Silberfische: Ursachen für den Befall

🍫 Essensreste sind ein Fest-Schmaus für Silberfische.

🏠 Silberfische ernähren sich von Hausstaubmilben, Haaren und Hautschuppen.

🌡 Temperaturen von 20 bis 30 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 80 bis 90 Prozent sind ein Traum für die Tiere.

🕳️ Undichte Fugen und Fliesen oder defekte Rohre sind Eintrittswege für das Ungeziefer.

🦠 Insbesondere bei einem Schimmelbefall sollte auf Silberfische geachtet werden. Dieser ist die ideale Nahrungsquelle und die Fischchen können sich schnell vermehren.

💨 Regelmäßiges Lüften ist hilfreich, um Silberfische zu vermeiden.

🧱 Auch eine mangelhafte Dämmung ist eine Ursache für Silberfische.

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Silberfische: So beugst du dem Befall vor

🍫 Verschließe Lebensmittel in der Küche immer gut - und halte die Böden durch gründliches Putzen und häufiges Reinigen sauber. Das beugt nicht nur Silberfische vor, sondern auch Motten, Brotkäfer & Co.

🧐 Silberfische verkriechen sich am liebsten in Fugen, defekten Rohren und hinter losen Tapeten. Achte also darauf, Ritzen und Spalten zu verschließen.

☝ Lüfte Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit regelmäßig und gut. Bei Zimmern ohne Fenster öffne zumindest die Tür für einen längeren Zeitraum. So kann die Feuchtigkeit in den Gang entweichen und wird nicht aufgestaut.

🚿 Silberfischchen gelangen oft durch Abflüsse in die Wohnung. Daher solltest du die Rohre regelmäßig mit heißem Wasser durchspülen und notfalls sogar über Nacht verschließen.

😬 Viele Silberfische deuten oft auf Schimmelbefall hin - der zählt nämlich zu ihren Nahrungsquellen. Entferne daher Schimmel immer sofort - auch aus gesundheitlichen Gründen.

🛀 Insbesondere im Badezimmer ist das feuchte Wischen und das Staubsaugen der Haare ein wichtiger Bestandteil zur Vorbeugung.

🌡️ Die Regulierung der Wärme ist essenziell, da Silberfische bei Temperaturen unter 10 Grad inaktiv werden.

Silberfische kommen meist durch Abflüsse in die Wohnung. Sie verkriechen sich in Fugen, losen Tapeten und defekten Rohren.
Silberfische kommen meist durch Abflüsse in die Wohnung. Sie verkriechen sich in Fugen, losen Tapeten und defekten Rohren.© AdobeStock

Silberfische in der Wohnung

Silberfische bevorzugen Feuchtigkeit und Wärme. Deshalb hausen sie vermehrt im Bad, in der Küche und im warmen Keller. Die optimale Raumtemperatur für die kleinen Insekten liegt bei 20 bis 30 Grad und die relative Luftfeuchtigkeit bei 80 bis 90 Prozent.

Die Schädlinge sind lichtscheu und nachtaktiv. Tagsüber verstecken sie sich in Fugen, Spalten, Ritzen, Tapeten und anderen Schlupflöchern.

Die Tierchen krabbeln meistens durch Rohre oder Abflüsse in die Wohnung. Teilweise werden sie auch von draußen oder mit dem Einkauf oder der Post eingeschleppt. Auch durch geöffnete Türen und Fenster können Silberfische ins Haus gelangen.

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Silberfische in Küche und Bad

Silberfische treten in Räumen auf, die eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 80 Prozent haben - insbesondere im Badezimmer und in der Küche. Im Idealfall haben Wohnungen eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 und ein Bad maximal 70 Prozent. Daher sind Silberfische ein Warnsignal für feuchte Haushalte und im schlimmsten Fall sogar Schimmel.

Silberfische in der Küche

Die Küche bietet für Silberfische optimale Lebensbedingungen. Zum einen findet der "Zuckergast" stärke- und zuckerhaltige Lebensmittel wie Mehl, Haferflocken, Zucker, Krümel, Haare, Papier und Staub an diesem Ort und zum anderen ist die Umgebung aus klimatischer Sicht aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit ideal. Diese entsteht durch das Kochen, Abwaschen und die Spülmaschine.

Silberfische fressen gerne Zucker

Silberfische sind richtige Naschkatzen. Ihr Lieblingssnack: Zucker.
Silberfische sind richtige Naschkatzen. Ihr Lieblingssnack: Zucker.© Imago Images/blickwinkel

Silberfische bekämpfen: Mit diesen Mitteln wirst du sie los

🍋 Duftnoten setzen:

Die Tierchen können Gerüche von Zitrone, Essig und Lavendel nicht ausstehen: Stelle zum Beispiel ein Wasser-Schälchen mit Lavendel-Öl auf oder wische den Boden mit einem Gemisch aus Wasser und Essig. Übrigens: Mit Essig kannst du auch eine Fruchtfliegenfalle selber machen.

🍯 Selbstgebastelte Klebefalle:

Etwas Honig auf ein Stück Papier verteilen und abends vor dem Schlafengehen auslegen. Die Insekten können dieser Falle kaum widerstehen und bleiben kleben.

🍭 Backpulver-Zucker-Mischung:

Silberfische sterben, wenn sie Backpulver verzehren: Um sie anzulocken, vermenge dieses einfach mit Zucker und verstreue die Mischung in der Nähe ihrer Verstecke.

🥔 Kartoffel-Falle:

Silberfische lieben Stärke, deshalb sind Kartoffeln für sie ein wahrer Leckerbissen: Halbiere eine Kartoffel, höhle sie aus und lasse sie nachts liegen. Am nächsten Morgen haben sich die Insekten darin gesammelt und du kannst sie nach draußen bringen.

👩‍🔬 Klebefallen aus dem Handel:

Helfen die Hausmittel nichts mehr, ist der Schädlingsbefall wahrscheinlich zu groß. Mit geeigneten Klebefallen aus Drogerien und Baumärkten kannst du in solch einem Fall die Silberfische loswerden. Das Hamburger Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) rät dazu, beim Kauf auf insektizidfreie Fallen zu achten.

Im Video: Die besten Hausmittel gegen Ungeziefer

Was essen Silberfische?

🍙 Der lateinische Beiname der Silberfischchen "saccharina" lässt sich von ihrer Vorliebe für zucker- und stärkehaltige Lebensmittel ableiten. Deswegen werden die Tierchen auch gern Zuckergast genannt.

👩 Silberfische sind aber allgemein nicht sehr wählerisch: Sie ernähren sich von Schimmel, Haut-Schuppen, Textilien, Hausstaubmilben, Tapeten mit Kleber, Haaren, Papier und toten Insekten. Zudem können sie mehrere Monate ohne Nahrung überleben.

👚 Übrigens: Auch die Larven der Kleidermotte ernähren sich von Pullovern, Teppichen und Haaren. Wir verraten dir, wie du Kleidermotten sowie die lästigen Lebensmittelmotten erkennst und wie du die Motten bekämpfen kannst.

Sind Silberfische gefährlich?

Nein, Silberfische sind vollkommen harmlos und nicht gesundheitsschädlich: Sie beißen und stechen den Menschen nicht und sind, im Gegensatz zu beispielsweise Kakerlaken, keine Krankheitsüberträger. Für Allergiker:innen können sie sogar von Nutzen sein, da Hausstaubmilben auf ihrem Speiseplan stehen. Rein hygienisch betrachtet, müsstest du die Silberfischchen nicht bekämpfen.

Ausnahme: Bei sehr starken Befall mit Silberfischen in der Küche kann es zur Verunreinigung von Lebensmittel kommen. Deren Verzehr führt schlimmstenfalls zu Unwohlsein oder allergischen Reaktionen.

Übrigens: Auch Stinkwanzen in der Wohnung sind nicht gefährlich - aber der Gestank ist intensiv und hartnäckig. Wir haben Tipps für dich, wie du Stinkwanzen bekämpfen kannst.

Vermehrung von Silberfischen: Wie viele Eier legen sie?

📅 Silberfischchen pflanzen sich das ganze Jahr fort. Ausschlaggebend ist jedoch, dass es warm und feucht ist. Bei Trockenheit und Kälte vermehren sich die Tierchen nicht so schnell.

🥚 Im Schnitt legen Weibchen 70 Eier in Ritzen und Spalten ab. Es kann allerdings auch vorkommen, dass es wie bei Mücken um die 200 werden. Die Anzahl der Eier variiert je nach Luftfeuchtigkeit und Temperatur.

👶 Wenige Tage bis Wochen nach der Ei-Ablage schlüpfen die Nachkömmlinge. Es dauert ein Jahr, bis die Insekten vollständig ausgewachsen sind.

🧗‍♀️ ‍♀️ Die Männchen spinnen beim Paarungsritual eine Schnur mit Sperma-Paketen, an der sich die Weibchen entlanghangeln und die Pakete einsammeln.

Silberfische: So findest du ihr Nest

  • Räume mit einer Temperatur zwischen 20 und 30 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von mindestens 80 Prozent werden bevorzugt. Daher treten Silberfische überwiegend in der Küche oder im Badezimmer auf. Insbesondere höhere Temperaturen sind eine Voraussetzung für die schnelle Entwicklung der Eier.
  • Bei konstanten 20 Grad über ein Jahr sind die Insekten nach 12 Monaten entwickelt und durchlaufen vier Häutungen jährlich.
  • Silberfische sind nachtaktiv und präferieren die Dunkelheit, daher sind sie tagsüber nicht anzutreffen. Insbesondere dunkle Ritzen und Fugen in der Wohnung solltest du überprüfen. Auch Sockel- und Scheuerleisten oder lose Tapeten sind beliebte Orte.

Können Silberfische schwimmen?

Obwohl der Name es vermuten lässt, können Silberfische nicht schwimmen und würden im Wasser ertrinken. Die Insekten treten allerdings meist bei hoher Feuchtigkeit auf, da diese für sie lebenswichtig ist.

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