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Himmelskörper

Supermond 2024: Wann du den riesigen Vollmond das nächste Mal sehen kannst

  • Aktualisiert: 07.05.2024
  • 15:29 Uhr
  • Galileo

Warum strahlt der Mond an manchen Nächten heller und größer vom Himmel als gewöhnlich? Wir erklären dir, was hinter dem Phänomen Supermond steckt und wann du ihn das nächste Mal beobachten kannst. 

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Inhalt

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Was genau ist ein Supermond?

Ein Supermond ist ein Vollmond, der heller, größer und näher als normalerweise erscheint. Der Grund: Er ist der Erde überdurchschnittlich nah. Normalerweise liegen zwischen Erde und Mond rund 385.000 Kilometer. Ein Supermond hingegen ist weniger als 360.000 Kilometer entfernt.

Zum Vergleich: Für die "kürzeste" Strecke zwischen Erde und Mond bräuchtest du mit dem Auto mehr als 150 Tage, wenn du Tag und Nacht mit 100 km/h fährst.

Wann ist der nächste Supermond?

In der Nacht vom 17. auf den 18. September 2024 gehen Erde und Mond erneut auf Kuschelkurs.  Der vorangegangene Supermond war am 31. August 2023 zu sehen. Damals gab es sogar zwei Supermonde. Dies ist ein seltenes Phänomen, deswegen nennt man den zweiten Supermond eines Monats auch "Blue Moon".

Die nächsten Supermond-Termine im Überblick:

🌕 Mittwoch, 18. September 2024

🌕 Donnerstag, 17. Oktober 2024

🌕 Mittwoch, 5. November 2025

🌕 Donnerstag, 24. Dezember 2026

Im Clip: Supermond und Blue Moon im August 2023

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Perigäum und Apogäum: Was ist das denn?

🧐 Der am weitesten entfernte Punkt der Umlaufbahn vom Mond zur Erde wird in der Fachsprache Apogäum genannt. Das Apogäum kannst du auch Erd-Ferne nennen.

💡 Im Gegensatz dazu beschreibt das Perigäum den nächsten Punkt, den der Mond auf seiner Bahn um die Erde erreichen kann. Perigäum wird auch Erd-Nähe genannt. Während der sogenannten Perigäums-Phase kann dir der Mond bis zu 15 Prozent größer als normal erscheinen.

Tipps, um den Supermond besser zu sehen

🌝 Standort: Möchtest du den Supermond mit bloßem Auge beobachten, solltest du an einen Ort gehen, an dem geringe Lichtverschmutzung herrscht. Such dir am besten einen Platz ohne viel Beleuchtung außerhalb der Stadt.

🌚 Wetter: Achte auf den Wetterbericht! Ist es wolkig, wirst du den Supermond wahrscheinlich nicht so gut sehen können.

🔭 Equipment: Möchtest du den Mond von näherem beobachten, hilft ein Fernglas oder Teleskop.

📸 Fotos: Am besten kannst du den Mond mit einem Teleobjektiv fotografieren.

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So fotografierst du den Supermond am besten

Den Mond fotografieren: So klappt es

So klein und unspektakulär könnte der Mond aussehen, wenn du mit deinem Smartphone ein Foto davon machst. Um ihn in seiner vollen Pracht festzuhalten, braucht es geeignetes Equipment.
So klein und unspektakulär könnte der Mond aussehen, wenn du mit deinem Smartphone ein Foto davon machst. Um ihn in seiner vollen Pracht festzuhalten, braucht es geeignetes Equipment.© picture alliance/dpa | Frank Molter
Am besten lässt sich der Mond mit einem Teleobjektiv fotografieren. Damit kannst du weit entfernte Objekte groß darstellen.
Am besten lässt sich der Mond mit einem Teleobjektiv fotografieren. Damit kannst du weit entfernte Objekte groß darstellen.© Imago Images / Pacific Press Agency
Hier wurde der Supermond über Berlin mit einem Teleobjektiv im Juni 2022 fotografiert.
Hier wurde der Supermond über Berlin mit einem Teleobjektiv im Juni 2022 fotografiert.© Imago Images / photothek
Auch dieses Foto wurde mit einer geeigneten Kamera geschossen. Das Foto zeigt den Supermond im Juni 2022 vor der Burg Hohenzollern in Baden-Württemberg.
Auch dieses Foto wurde mit einer geeigneten Kamera geschossen. Das Foto zeigt den Supermond im Juni 2022 vor der Burg Hohenzollern in Baden-Württemberg.© Imago Images / Arnulf Hettrich
So klein und unspektakulär könnte der Mond aussehen, wenn du mit deinem Smartphone ein Foto davon machst. Um ihn in seiner vollen Pracht festzuhalten, braucht es geeignetes Equipment.
Am besten lässt sich der Mond mit einem Teleobjektiv fotografieren. Damit kannst du weit entfernte Objekte groß darstellen.
Hier wurde der Supermond über Berlin mit einem Teleobjektiv im Juni 2022 fotografiert.
Auch dieses Foto wurde mit einer geeigneten Kamera geschossen. Das Foto zeigt den Supermond im Juni 2022 vor der Burg Hohenzollern in Baden-Württemberg.

Die vier Mond-Phasen: Vollmond, Halbmond, Neumond und Sichel

Der Mond durchläuft jeden Monat vier Phasen: vom Neumond über eine zunehmende Sichel, zum Halbmond bis hin zum Vollmond und zurück. Das liegt daran, dass seine Umlaufbahn wie eine Ellipse geformt ist.

Eine Hälfte des Mondes ist immer der Erde zugewandt, die andere abgewandt. Wir sehen nur den Teil des Trabanten, der von der Sonne beleuchtet wird. Der Mond reflektiert das Sonnenlicht. Je nach Position von Sonne, Erde und Mond, erscheint der Trabant für uns als Vollmond, Halbmond, Neumond oder Sichel. Es dauert knapp einen Monat, bis der Mond einmal die Erde umrundet und alle Phasen durchlaufen hat.

Bei Vollmond wird eine Hälfte des Mondes vollständig von der Sonne beleuchtet, sodass du sie von der Erde komplett sehen kannst. In diesem Fall steht der Mond der Sonne direkt gegenüber und wird die ganze Nacht von der Sonne angestrahlt.

Erde und Mond bewegen sich um die Sonne. Der Mond dreht sich um die Erde. Die Erde und der Mond rotieren um die eigenen Achsen.
Erde und Mond bewegen sich um die Sonne. Der Mond dreht sich um die Erde. Die Erde und der Mond rotieren um die eigenen Achsen.© Getty Images
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Sechs Fakten zum Mond

  • Der Mond ist der einzige natürliche Satellit der Erde und der fünftgrößte Mond in unserem Sonnensystem.
  • Forschende wissen bisher von über 200 Monden. Monde waren ursprünglich Asteroiden, die durch das Sonnensystem geflogen sind. Kommt ein Asteroid in die Nähe eines Planeten, kann er von dessen Schwerkraft angezogen und auf eine feste Umlaufbahn gezwungen werden. Der Planet hat dann einen neuen Mond bekommen.
  • Der Mond stabilisiert die Erd-Achse. Sie ist verantwortlich für unsere Jahreszeiten. Ohne Mond könnte die Erdachse um fast 90 Grad kippen.
  • Der Mond wirkt wie ein Magnet und löst dadurch auf der Erde Ebbe und Flut aus.
  • Die Oberfläche des Mondes ist durch Kometen- und Asteroiden-Einschläge zerkratzt und löchrig.
  • Der Mond, den du jetzt siehst, ist kleiner als der, den dein Ur-Ur-Ur-Großvater gesehen hat. Denn der Erd-Trabant entfernt sich pro Jahr im Schnitt um circa drei Zentimeter von der Erde.

So sieht unser Mond aus

Der Mond ganz nah: Die besten Bilder des Erdtrabanten

Der Mond ist von Natur aus dunkel und strahlt kein eigenes Licht aus. Du kannst den Mond sehen, weil die Sonne ihn anstrahlt.
Der Mond ist von Natur aus dunkel und strahlt kein eigenes Licht aus. Du kannst den Mond sehen, weil die Sonne ihn anstrahlt.© NASA
Auf der Erde entstehen die meisten Berge, wenn Kontinental-Platten zusammenstoßen und sich die Kruste verformt. Auf dem Mond bilden sich Berge durch Einschläge.
Auf der Erde entstehen die meisten Berge, wenn Kontinental-Platten zusammenstoßen und sich die Kruste verformt. Auf dem Mond bilden sich Berge durch Einschläge.© NASA/GSFC/Arizona State University
Buzz Aldrin auf dem Mond, fotografiert von Neil Armstrong. Im Helm spiegelt sich die Mond-Landefähre, im Vordergrund sind Fußspuren zu sehen.
Buzz Aldrin auf dem Mond, fotografiert von Neil Armstrong. Im Helm spiegelt sich die Mond-Landefähre, im Vordergrund sind Fußspuren zu sehen.© picture alliance / akg-images / NASA | akg-images / NASA
Der Mond ist von Natur aus dunkel und strahlt kein eigenes Licht aus. Du kannst den Mond sehen, weil die Sonne ihn anstrahlt.
Auf der Erde entstehen die meisten Berge, wenn Kontinental-Platten zusammenstoßen und sich die Kruste verformt. Auf dem Mond bilden sich Berge durch Einschläge.
Buzz Aldrin auf dem Mond, fotografiert von Neil Armstrong. Im Helm spiegelt sich die Mond-Landefähre, im Vordergrund sind Fußspuren zu sehen.

Die häufigsten Fragen zum Supermond

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