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Sonnensystem

Der Mond im Steckbrief: Warum der Erdtrabant so wichtig ist

  • Aktualisiert: 01.02.2024
  • 13:44 Uhr
  • Galileo

Der Mond hat einen großen Einfluss auf die Erde. Doch ist unser nächster Nachbar im Sonnensystem wirklich so wichtig - oder könnten wir auch ohne ihn leben? Was den Mond so besonders macht und weshalb er stetig schrumpft.

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Das Wichtigste zum Thema Mond

  • Während Planeten um Sterne wie die Sonne kreisen, drehen sich Monde um Planeten. Obwohl sie kleiner sind, üben sie dabei oft einen großen Einfluss aus. Auch unser Mond ist für die Erde unheimlich wichtig. Ohne seine physikalischen Auswirkungen, wie die Gezeiten, gäbe es uns womöglich gar nicht.

  • Das Wort "Mond" stammt aus dem Indogermanischen, wo es in seiner alten Form "Wanderer" (am Himmel) bedeutete. Das Wort steckt auch in "Monat" - eine Erinnerung daran, dass der Mensch seine Zeit immer noch gern in Mondzyklen einteilt.

  • Der Mond hat bereits Menschen fasziniert, als sie noch nicht wissen konnten, dass er ein Riesenstück außerirdisches Gestein ist. Die älteste Darstellung stammt aus einem 5.000 Jahre alten Grab aus der Jungsteinzeit in Irland. Das erste Foto wurde übrigens 1840 aufgenommen.

  • Aber woher kommt der Mond? Vor 4,5 Milliarden Jahren stieß der Mars-große Protoplanet Theia mit der Erde zusammen. Dieser kolossale Unfall im All schmolz die Erde vollständig auf - und war zugleich die Geburtsstunde des Monds.

  • Der Mond schrumpft. Seit seiner Entstehung kühlt sein Kern kontinuierlich ab und zieht sich zusammen. Dieser Prozess könnte sogar Probleme bei künftigen Raumfahrt-Missionen haben, denn dabei entstehen stundenlange Mond-Beben, die Infrastrukturen und Geräte zerstören können.

  • Der Mond ist unser nächster Nachbar im Sonnensystem. Er ist der erste und einzige außerirdische Himmelskörper, den je ein Mensch betreten hat (nein, die Mondlandung war kein Fake). 

Weshalb der Mond schrumpft und welche Auswirkungen das hat

Der Mond wird kontinuierlich kleiner, bekommt Falten und Risse. Dabei handelt es sich jedoch um keine Alters-Erscheinungen seines 4,5 Milliarden langen Lebens, sondern um einen Abkühlungs-Prozess des Kerns. In den vergangenen 100 Millionen Jahren hat er durch diesen Schrumpf-Vorgang rund 50 Meter seines Durchmessers verloren.

Durch die Kälte im Inneren zieht sich der Trabant wie eine Rosine zusammen, wodurch sich auf der glatten Oberfläche Risse und Bruch-Linien bilden. Das führt zu seismischen Aktivitäten unter der Kruste und löst Mond-Beben aus.

Das Planetary Science Journal veröffentlichte eine Studie, die eine hohe Frequenz an Mond-Beben in der Nähe des Mond-Südpols aufzeigt. Diese Erschütterungen halten mehrere Stunden an und bringen oftmals verheerende Erdrutsche aufgrund der losen Staub- und Gesteins-Schicht mit sich.

Das erschwert künftige Mond-Missionen und mögliche Besiedlungs-Pläne. So hätte beispielsweise die bemannte Raumfahrt-Mission Artemis III ihren Landepunkte am Mond-Südpol gehabt. Jetzt müssen bis zum geplanten Start 2025 Alternativen gefunden werden.

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Das befindet sich im Inneren des Mondes

Was genau im Inneren des Mond steckt, liest du hier.

Der Mond im Steckbrief

🏋️ Masse: Der Mond "wiegt" etwa 73.000.000.000 Milliarden Tonnen - wenn sich das auf der Erde messen ließe. Etwas einfacher: Er hat 81-mal weniger Masse als die Erde.

📏 Durchmesser: Der Mond hat einen Durchmesser von 3.474 Kilometern (am Äquator). Das macht ihn zum fünftgrößten Mond im Sonnensystem.

🌍 Entfernung: Der Mond ist rund 380.000 Kilometer von der Erde entfernt. Astronaut:innen brauchen mehrere Tage dorthin. Mit dem Auto müsstest du fast ein halbes Jahr ununterbrochen fahren.

🕛 Umlaufzeit: Der Mond umkreist die Erde in 27 Tagen, sieben Stunden und 43,7 Minuten. Er rast also mit gut einem Kilometer pro Sekunde um die Erde.

💫 Laufbahn: Der Mond beschreibt eine fast kreisförmige Bahn. Da die Erde sich viel schneller um die eigene Achse dreht als der Mond um die Erde, geht er täglich wie Sonne und Sterne auch im Westen auf und im Osten unter.

🥶 Temperatur: Da die Sonne auf der Tagseite entsprechend lang scheint, heizen sich die Gesteine dort auf bis zu kochende 130 Grad Celsius auf. Umgekehrt kühlen sie auf der Nachseite auf bis zu minus 160 Grad ab.

☀️ Langer Mondtag: Da der Mond sich so langsam dreht, dauern Tag und Nacht jeweils 14 Erdtage.

🌗 Im Laufe eines Umlaufs ist der Mond in vier Phasen zu sehen: Vollmond, abnehmender Mond, Neumond und zunehmender Mond (und dann wieder von vorne). Sie beschreiben jeweils die Fläche des Mondes, die von der Erde aus gesehen von der Sonne angeleuchtet werden.

Der Mond im Steckbrief: Hier findest du die wichtigsten Fakten zum Erdtrabanten.
Der Mond im Steckbrief: Hier findest du die wichtigsten Fakten zum Erdtrabanten.© Galileo
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Mondgestein: Woraus besteht der Mond?

Für Wissenschaftler:innen ist Mondgestein kostbarer als Gold - es verrät ihnen die Geheimnisse des Sonnensystems. So waren viele Forschenden verblüfft, dass Erde und Mond aus ähnlichen Anteilen an Elementen bestehen - ein starkes Indiz für die Verschmelzung nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Himmelskörper.

Die Apollo-Astronauten brachten 382 Kilogramm Mondgestein zur Erde. Ein Großteil davon haben die Forschenden noch nicht angerührt. Sie sparen es sich für spätere Untersuchungen auf, da die Analyse-Methoden immer besser werden.
Die Apollo-Astronauten brachten 382 Kilogramm Mondgestein zur Erde. Ein Großteil davon haben die Forschenden noch nicht angerührt. Sie sparen es sich für spätere Untersuchungen auf, da die Analyse-Methoden immer besser werden.© NASA

Seismische Messungen haben ergeben, dass die 60 Kilometer mächtige Mondkruste vor allem aus Mineralen besteht, die auch in der Erdkruste häufig sind. Darunter folgt wie in der Erde ein Mantel aus dunkleren Gesteinen und wahrscheinlich ein Kern vor allem aus Eisen.

Wer denkt, Bilder der Apollo-Landungen wären fast alle schwarzweiß, weil sie Ende der 1960er Jahre stattfanden, irrt. Die Oberfläche des Mondes ist farblich so eintönig, dass der Geologen-Astronaut Harrison Schmitt (im Bild) ganz aufgeregt war, als er einmal orangefarbenes Gestein fand - weil sonst alles nur in Grau-Tönen daherkommt.

Regolith: Gefährlicher Mondstaub

Mikro-Meteoriten haben das Gestein auf der Mondoberfläche im Lauf der Jahrmillionen zu einer meterdicken Puderschicht zertrümmert. Der "Regolith" genannte Staub klebte überall an den Raumanzügen, wie hier an Eugene Cernan nach seiner Schicht auf dem Mond. Er ist so scharfkantig, dass die Apollo-Astronauten mutmaßlich Fieber bekamen, als er in ihre Lungen geriet. Auch heute noch ist der Regolith für die Ingenieure und Ingenieurinnen, die an den neuen Raumanzügen bauen, ein Problem.
Mikro-Meteoriten haben das Gestein auf der Mondoberfläche im Lauf der Jahrmillionen zu einer meterdicken Puderschicht zertrümmert. Der "Regolith" genannte Staub klebte überall an den Raumanzügen, wie hier an Eugene Cernan nach seiner Schicht auf dem Mond. Er ist so scharfkantig, dass die Apollo-Astronauten mutmaßlich Fieber bekamen, als er in ihre Lungen geriet. Auch heute noch ist der Regolith für die Ingenieure und Ingenieurinnen, die an den neuen Raumanzügen bauen, ein Problem.© NASA
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Das Mondgesicht: Was hinter den Strukuren auf der Mondoberfläche steckt

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© Nasa

Schon mit bloßem Auge lassen sich dunkle Strukturen erkennen, die fast ein Drittel der uns zugewandten Mondseite bedecken. Es sind aber keine Meere, wie lange angenommen, sondern riesige Lava-Felder. Sie sind viel jünger als der Rest des Mondes.

Die hellen Bereiche bedeckt eine meterdicke Schicht aus aluminiumreichem Mondstaub. Die Hochland genannten Terrae (früher als Kontinente gedeutet) sind viel älter. Wissenschaftler:innen denken, sie könnten aus der Entstehungszeit des Mondes stammen, als sich die erste Kruste auf einem glühenden Ozean aus Lava bildete. Heute ragen die höchsten Mondgipfel bis zu 10 Kilometer in die Höhe.

Gebundene Rotation: Warum wir die Mondrückseite nie sehen

Die Sonne und Planeten wie Jupiter können wir uns bequem von allen Seiten anschauen, weil sie sich innerhalb weniger Tage und Stunden um sich selbst drehen. Eine Hälfte des Monds hingegen bleibt uns verborgen. Während er die Erde umrundet, zeigt er uns immer die gleiche Hälfte. Die erdabgewandte Seite kennen wir erst seit 1959, als die sowjetische Raumsonde Luna 3 Bilder von ihr machte.

Ursache ist die Schwerkraft der größeren Erde, die den Mond über Jahrmillionen durchgewalkt und dabei die Eigendrehung des Monds allmählich abgebremst hat. Jetzt dauert eine Drehung um die eigene Achse genau so lang wie die Umrundung der Erde. Diese sogenannte gebundene Rotation ist kein Einzelfall. Viele andere Monde rotieren auf die gleiche Art um ihre Hauptköper.

Unterschied zwischen gebundener und ungebunder Rotation
Unterschied zwischen gebundener und ungebunder Rotation© Screenshot/NASA
Unterschied zwischen gebundener und ungebunder Rotation
Unterschied zwischen gebundener und ungebunder Rotation© Screenshot/NASA
Unterschied zwischen gebundener und ungebunder Rotation
Unterschied zwischen gebundener und ungebunder Rotation© Screenshot/NASA
Unterschied zwischen gebundener und ungebunder Rotation
Unterschied zwischen gebundener und ungebunder Rotation© Screenshot/NASA
Unterschied zwischen gebundener und ungebunder Rotation
Unterschied zwischen gebundener und ungebunder Rotation
Unterschied zwischen gebundener und ungebunder Rotation
Unterschied zwischen gebundener und ungebunder Rotation
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So beeinflusst der Mond die Erde

🤹🏻 Die unsichtbare Anziehungskraft (Gravitation) sorgt dafür, dass der Mond um die Erde kreist. Wie lange der Mond für eine Runde braucht, haben Abstand und Masse festgelegt.

🌞 Strenge Physiker:innen weisen darauf hin, dass der Mond gar nicht um die Erde kreist. Damit haben sie Recht. Erde und Mond umkreisen sich gegenseitig, genauer: um ihren gemeinsamen Schwerpunkt. Der liegt aber nicht in der Erdmitte, sondern 1.700 Kilometer unter der Erdoberfläche.

🧲 Zwar ist der Mond viel kleiner als die Erde. Trotzdem reicht seine Anziehungskraft aus, um die Wassermassen der irdischen Ozeane zu bewegen.

🌊 Da sich die Erde unterm Mond hindurchdreht, wandern zwei entgegen gesetzte, stehende Wellen etwa einmal am Tag um die Erde - Ebbe und Flut.

🦀 Diese Gezeiten sorgen in Küstennähe und in vielen Flussmündungen für einen regelmäßigen Wasseraustausch - Lebensgrundlage für eine Unzahl von Tieren und Pflanzen.

Was würde passieren, wenn der Mond verschwindet?

🌕 Eins vorneweg: Auch wenn Hollywood-Filme mit dem Gedanken spielen - der Mond wird NICHT eines Tages auf die Erde fallen. Im Gegenteil: Jedes Jahr entfernt sich der Mond drei Zentimeter von der Erde. Voraussichtlich wird der Trabant in Milliarden Jahren von der Sonne eingefangen.

🌕 Aber was wäre, wenn der Mond eines Tages einfach verschwinden würde? Ohne den Mond gibt es auch keine Ebbe und keine Flut. Ganze Nahrungsketten würden so zusammenbrechen - und sich auf Bereiche auswirken, in denen Gezeiten scheinbar gar keine Rolle spielen.

🌕 Doch da hört es nicht auf. Elementar ist nämlich auch eine andere Frage: Wie wichtig ist der Mond für die Rotations-Achse der Erde?

🌕 Die Erdachse ist 23,5 Grad gegenüber der Bahn gekippt, auf der sich unser Planet um die Sonne dreht. Daher gibt es die Jahreszeiten: Je nachdem, wo sich die Erde gerade auf ihrer Bahn befindet, neigt sich die Nordhalbkugel oder die Südhalbkugel der Sonne zu. Als Folge bekommt im Halbjahreswechsel jeweils eine Erdhälfte mehr oder weniger warmes Licht ab - Sommer oder Winter.

🌕 Mit aufwändigen Computer-Berechnungen haben Wissenschaftler:innen eine Erde ohne Mond simuliert. Manche zeigen: Kippt die Erde, könnten die Pole zur Sonne zeigen. Die Polkappen würden schmelzen - und das Klima auf unserer Erde würde instabiler. Aber: Andere Berechnungen zufolge würde es nur leichte Veränderungen auf der Erde geben.

🌕 Die Erde dreht sich selbst relativ schnell. Das verringert den Einfluss des Mondes. Andererseits ist es so, dass der Mond die Erde vor Milliarden von Jahren überhaupt erst dazu gebracht hat, sich so schnell zu drehen.

Missionen zum Mond: Was ist geplant?

Häufiger bekam kein Himmelskörper Besuch: Mehr als 105 Missionen sind bereit zum Mond geflogen (hier nur gelandete Missionen). Noch nicht in der Karte: Die japanische SLIM-Sonde, die im Januar 2024 landete.
Häufiger bekam kein Himmelskörper Besuch: Mehr als 105 Missionen sind bereit zum Mond geflogen (hier nur gelandete Missionen). Noch nicht in der Karte: Die japanische SLIM-Sonde, die im Januar 2024 landete.
Die wichtigste war die erste Mondlandug 1969: Zuvor hatten sich die USA und die damalige Sowjetunion einen Wettlauf geliefert, wer es als erster auf den Mond schafft. Die erste Etappe ging an die Sowjets: Sie landeten 1966 eine Fähre auf dem Mond. Doch mit Neil Armstrongs erstem Schritt auf dem Mond gewannen die Vereinigten Staaten 1969 den Hauptpreis.
Die wichtigste war die erste Mondlandug 1969: Zuvor hatten sich die USA und die damalige Sowjetunion einen Wettlauf geliefert, wer es als erster auf den Mond schafft. Die erste Etappe ging an die Sowjets: Sie landeten 1966 eine Fähre auf dem Mond. Doch mit Neil Armstrongs erstem Schritt auf dem Mond gewannen die Vereinigten Staaten 1969 den Hauptpreis. © NASA
Möglich machte das Wernher von Braun. Der geniale Raketenwissenschaftler entwickelte die Mondrakete Saturn V, die bei 13 Flügen nie abstürzte.
Möglich machte das Wernher von Braun. Der geniale Raketenwissenschaftler entwickelte die Mondrakete Saturn V, die bei 13 Flügen nie abstürzte. © NASA
Nun wollen die Amerikaner, erneut auf dem Mond landen. SpaceX baut gerade an einer Mondlande-Version seines neuen Starship-Raumschiffs.
Nun wollen die Amerikaner, erneut auf dem Mond landen. SpaceX baut gerade an einer Mondlande-Version seines neuen Starship-Raumschiffs.© SpaceX
Zuem planen zahlreiche Nationen, robotische Landesonden am Südpol des Monds abzusetzen. Dort vermuten Wissenschaftler:innen größere Mengen an Wassereis. Da die Sonne niemals in die schattigen Kratern hineinscheint, kann das Eis dort nicht verdunsten.
Zuem planen zahlreiche Nationen, robotische Landesonden am Südpol des Monds abzusetzen. Dort vermuten Wissenschaftler:innen größere Mengen an Wassereis. Da die Sonne niemals in die schattigen Kratern hineinscheint, kann das Eis dort nicht verdunsten.© NASA
Daher suchen fast alle kommenden Mondsonden Wasser. Das ist im Weltall ein kostbarer Stoff. H2O lässt sich nicht nur trinken, sondern in seine Bestandteile zerlegt auch atmen und als Raketen-Treibstoff verwenden. Dass es reichlich Wasser auf dem Mond gibt, wissen Wissenschaftler:innen seit die NASA-Sonde LRO vom Orbit aus wasserähnliche Moleküle erspäht hat (in blau).
Daher suchen fast alle kommenden Mondsonden Wasser. Das ist im Weltall ein kostbarer Stoff. H2O lässt sich nicht nur trinken, sondern in seine Bestandteile zerlegt auch atmen und als Raketen-Treibstoff verwenden. Dass es reichlich Wasser auf dem Mond gibt, wissen Wissenschaftler:innen seit die NASA-Sonde LRO vom Orbit aus wasserähnliche Moleküle erspäht hat (in blau).© NASA
Das Ziel der großen Raumfahrt-Nationen: eine Mondstation. Die NASA lässt bereits Bautechniken prüfen, wie hier illustriert das Anlegen eines Fundaments für eine Startplattform. Ob die Amerikaner oder aber die Chinesen schneller sind, steht noch in den Sternen. Russland spielt fast keine Rolle mehr. Seine Regierung gibt für zivile Raumfahrttechnik kaum noch Geld aus. 
Das Ziel der großen Raumfahrt-Nationen: eine Mondstation. Die NASA lässt bereits Bautechniken prüfen, wie hier illustriert das Anlegen eines Fundaments für eine Startplattform. Ob die Amerikaner oder aber die Chinesen schneller sind, steht noch in den Sternen. Russland spielt fast keine Rolle mehr. Seine Regierung gibt für zivile Raumfahrttechnik kaum noch Geld aus. © ICON/BIG-Bjarke Ingels Group
Und was gibt es zu tun auf dem Mond? Außer Wissenschaft und Sightseeing fast nichts. Neben der Erforschung des Monds selbst ließe sich auf der erdabgewandten Seite ein Radioteleskop bauen. Dort wäre es von irdischen Radiosendern geschützt. Der häufig diskutierte Abbau von Helium-3, um damit Fusionskraftwerke zu betreiben, ist dagegen eine Illusion.
Und was gibt es zu tun auf dem Mond? Außer Wissenschaft und Sightseeing fast nichts. Neben der Erforschung des Monds selbst ließe sich auf der erdabgewandten Seite ein Radioteleskop bauen. Dort wäre es von irdischen Radiosendern geschützt. Der häufig diskutierte Abbau von Helium-3, um damit Fusionskraftwerke zu betreiben, ist dagegen eine Illusion.© NASA / Vladimir Vustyansky
Der Mond bekommt aber nicht nur Besuch von Robotern und Astronaut:innen - sondern auch von Tourist:innen. SpaceX plant, mit seinem neuen Raumschiff Starship eine bunte Schar Künstler:innen um den Mond zu schicken - bezahlt vom japanischen Internet-Milliardär Yusaku Maezawa.
Der Mond bekommt aber nicht nur Besuch von Robotern und Astronaut:innen - sondern auch von Tourist:innen. SpaceX plant, mit seinem neuen Raumschiff Starship eine bunte Schar Künstler:innen um den Mond zu schicken - bezahlt vom japanischen Internet-Milliardär Yusaku Maezawa.© SpaceX
Häufiger bekam kein Himmelskörper Besuch: Mehr als 105 Missionen sind bereit zum Mond geflogen (hier nur gelandete Missionen). Noch nicht in der Karte: Die japanische SLIM-Sonde, die im Januar 2024 landete.
Die wichtigste war die erste Mondlandug 1969: Zuvor hatten sich die USA und die damalige Sowjetunion einen Wettlauf geliefert, wer es als erster auf den Mond schafft. Die erste Etappe ging an die Sowjets: Sie landeten 1966 eine Fähre auf dem Mond. Doch mit Neil Armstrongs erstem Schritt auf dem Mond gewannen die Vereinigten Staaten 1969 den Hauptpreis.
Möglich machte das Wernher von Braun. Der geniale Raketenwissenschaftler entwickelte die Mondrakete Saturn V, die bei 13 Flügen nie abstürzte.
Nun wollen die Amerikaner, erneut auf dem Mond landen. SpaceX baut gerade an einer Mondlande-Version seines neuen Starship-Raumschiffs.
Zuem planen zahlreiche Nationen, robotische Landesonden am Südpol des Monds abzusetzen. Dort vermuten Wissenschaftler:innen größere Mengen an Wassereis. Da die Sonne niemals in die schattigen Kratern hineinscheint, kann das Eis dort nicht verdunsten.
Daher suchen fast alle kommenden Mondsonden Wasser. Das ist im Weltall ein kostbarer Stoff. H2O lässt sich nicht nur trinken, sondern in seine Bestandteile zerlegt auch atmen und als Raketen-Treibstoff verwenden. Dass es reichlich Wasser auf dem Mond gibt, wissen Wissenschaftler:innen seit die NASA-Sonde LRO vom Orbit aus wasserähnliche Moleküle erspäht hat (in blau).
Das Ziel der großen Raumfahrt-Nationen: eine Mondstation. Die NASA lässt bereits Bautechniken prüfen, wie hier illustriert das Anlegen eines Fundaments für eine Startplattform. Ob die Amerikaner oder aber die Chinesen schneller sind, steht noch in den Sternen. Russland spielt fast keine Rolle mehr. Seine Regierung gibt für zivile Raumfahrttechnik kaum noch Geld aus. 
Und was gibt es zu tun auf dem Mond? Außer Wissenschaft und Sightseeing fast nichts. Neben der Erforschung des Monds selbst ließe sich auf der erdabgewandten Seite ein Radioteleskop bauen. Dort wäre es von irdischen Radiosendern geschützt. Der häufig diskutierte Abbau von Helium-3, um damit Fusionskraftwerke zu betreiben, ist dagegen eine Illusion.
Der Mond bekommt aber nicht nur Besuch von Robotern und Astronaut:innen - sondern auch von Tourist:innen. SpaceX plant, mit seinem neuen Raumschiff Starship eine bunte Schar Künstler:innen um den Mond zu schicken - bezahlt vom japanischen Internet-Milliardär Yusaku Maezawa.

Erfahre hier mehr über geplante und vergangene Mond-Missionen, wie die japanische SLIM-Mission, die Artemis-Mission und die Peregrine-Mission

Mondhalo, Mondwürmer und Co.: Mehr Fakten zum Mond

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© picture alliance imageBROKER Kerstin Langenberger
  • Ein Mond-Halo ist ein großer leuchtender Ring im Abstand von 22 Grad vom Mond. Halos werden von Eiskristallen in der oberen Atmosphäre verursacht und treten auch um die Sonne auf.
  • Mondwürmer? Wissenschaftler:innen rätselten seit Jahrhunderten über die Rillen auf der Oberfläche. Seit Apollo wissen wir: Die Gebilde sind keine Wurmlöcher, sondern eingestürzte Lavaröhren.
  • Lust auf eine Investition: Es gibt tatsächlich Firmen, die Grundstücke auf dem Mond verkaufen. Der Haken: Das Haus darauf musst du selbst bauen.
  • Mondpreise: Die NASA will zurück zum Mond. Doch die Artemis genannte Mission kostet vermutlich fast 30 Milliarden US-Dollar. Der Mond scheint seinen Preis wert zu sein: Dazu kommen Dutzende robotische Mond-Missionen 2023, China hat sogar schon eine Bodenprobe zur Erde geholt. Am 20. Januar 2024 ist die erste Mond-Sonde Japans, genannt SLIM, erfolgreich auf dem Trabanten gelandet.
  • Manchmal wirkt der Mond viel größer und näher als gewöhnlich. Lies hier, was hinter dem Supermond steckt und wann du ihn das nächste Mal beobachten kannst!

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