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Unheimliche Geisterstadt in Georgien: Warum leben dort noch 35 Menschen?

  • Veröffentlicht: 22.08.2021
  • 14:45 Uhr
  • Heike Predikant

Akarmara scheint verlassen und dennoch wohnen hier ein paar wenige Familien. Wir verraten dir, was sie hält. Und auch, welche Orte in Georgien alles andere als düster - und einen Besuch wert sind.

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Das Wichtigste zum Thema Geisterstadt Akarmara

  • Georgien, Region Abchasien, südlich des Kaukasus: Hier befindet sich die Geisterstadt Akarmara, in der noch 35 Menschen leben - zwischen Ruinen und Rost.

  • Früher zählte die einstige Bergarbeiter-Stadt rund 5.000 Bewohner. Inmitten der Berge und Wälder machten sich Prachtbauten, Hotels und Restaurants breit.

  • Was ist passiert? Es begann mit der Auflösung der Sowjetunion und dem abchasischen Unabhängigkeitskrieg mit Georgien im Jahr 1992. Der Konflikt führte zum Niedergang der Kohleförderung - und dazu, dass die meisten Akarmara verlassen haben.

  • Verwuchert, verwildert, verfallen: Der Ort ist von seiner düsteren Vergangenheit gezeichnet. Immer wieder stürzen Gebäude in sich zusammen. Strom und Wasser kommen aus unterirdischen Leitungen, die noch funktionieren.

  • Die wenigen Familien, die dort wohnen, versorgen sich gegenseitig mit Brot, Eiern und Fleisch. Was ansonsten gebraucht wird, muss in den umliegenden Städten besorgt werden.

  • Ein Bus bringt Kinder und Jugendliche morgens zur 30 Kilometer entfernten Schule, einmal pro Woche fährt ein Bus zum Markt. Spiel- oder Sportplätze gibt es nicht. Freie Zeit verbringt man in der Natur. Weg will niemand, die Ruinenstadt ist für die verbliebenen Bewohner "Heimat".

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Reisewarnung: Abchasien ist ein gefährliches Terrain!

Abchasien hat sich Anfang der 1990er-Jahre nach einem Unabhängigkeitskrieg von Georgien losgesagt. Die "Republik Abchasien" betrachtet sich als selbständigen Staat, international gilt sie weiterhin als Teil Georgiens. Die separatistische Provinz wird - wie auch Südossetien - von Russland unterstützt.

Die Flagge der selbstausgerufenen "Republik Abchasien"
Die Flagge der selbstausgerufenen "Republik Abchasien"© Getty Images

Das Auswärtige Amt rät von Reisen nach Abchasien und Südossetien sowie in die unmittelbare Nähe der Konfliktregion dringend ab:

"Abchasien und Südossetien befinden sich nicht unter der Kontrolle der georgischen Regierung. In den Gebieten und an ihren Verwaltungsgrenzen sind russische Truppen stationiert. Die Situation in den Konfliktregionen ist derzeit stabil, kann sich aber jederzeit ändern. Verfolgen Sie die lokalen Medien aufmerksam. Die Durchführbarkeit von Rettungsflügen in diese Gebiete ist nicht sichergestellt. Auch konsularischer Schutz kann deutschen Staatsangehörigen dort mangels Zugang derzeit nicht gewährt werden."

Weitere Infos gibt es auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

Das restliche Georgien gilt als Trendreiseziel: 5 Attraktionen

Das georgische Berlin: In der Hauptstadt Tiflis finden sich hinter den imposanten Fassaden einst verlassener Gebäude heute Boutiquehotels, Restaurants und Coworking-Spaces. Die Hipster treffen sich im Hotel "Stamba" (0108 Merab Kostava St), wo regelmäßig Events und Ausstellungen stattfinden. Berühmt ist Tbilissi auch für seine Schwefelbäder am südlichen Ende der Altstadt. Und für die Seilbahn (mit Glasboden), die auf den rund
Das georgische Berlin: In der Hauptstadt Tiflis finden sich hinter den imposanten Fassaden einst verlassener Gebäude heute Boutiquehotels, Restaurants und Coworking-Spaces. Die Hipster treffen sich im Hotel "Stamba" (0108 Merab Kostava St), wo regelmäßig Events und Ausstellungen stattfinden. Berühmt ist Tbilissi auch für seine Schwefelbäder am südlichen Ende der Altstadt. Und für die Seilbahn (mit Glasboden), die auf den rund© Getty Images
Georgien gilt als "Wiege des Weins". Archäologische Funde belegen, dass die Tradition des Weinbaus bis zu 8.000 Jahre in die Vergangenheit reicht. Von rund 4.000 Rebsorten weltweit stammen um die 500 aus dem kaukasischen Land. Edle Tropfen kann man in der östlich gelegenen Region Kachetien verkosten. Auch ein Abstecher zum Iqalto-Kloster in der Nähe von Telawi lohnt sich. Hier entstand im 12. Jahrhundert eine Akadamie, an der
Georgien gilt als "Wiege des Weins". Archäologische Funde belegen, dass die Tradition des Weinbaus bis zu 8.000 Jahre in die Vergangenheit reicht. Von rund 4.000 Rebsorten weltweit stammen um die 500 aus dem kaukasischen Land. Edle Tropfen kann man in der östlich gelegenen Region Kachetien verkosten. Auch ein Abstecher zum Iqalto-Kloster in der Nähe von Telawi lohnt sich. Hier entstand im 12. Jahrhundert eine Akadamie, an der© Getty Images
Die Schwarzmeerküste Georgiens war einst das Badeparadies der Sowjetunion. Der Hot Spot ist die Hafenstadt Batumi. Insider allerdings raten, knapp 20 Kilometer weiter zu fahren: nach Sarpi. Das Dorf im äußersten Südwesten verfügt über einen etwa 600 Meter langen, halbmondförmigen Strand – einem der schönsten in der Umgebung. Wer mutig ist, stürzt sich von den bis zu 7 Meter hohen Klippen ins Wasser.
Die Schwarzmeerküste Georgiens war einst das Badeparadies der Sowjetunion. Der Hot Spot ist die Hafenstadt Batumi. Insider allerdings raten, knapp 20 Kilometer weiter zu fahren: nach Sarpi. Das Dorf im äußersten Südwesten verfügt über einen etwa 600 Meter langen, halbmondförmigen Strand – einem der schönsten in der Umgebung. Wer mutig ist, stürzt sich von den bis zu 7 Meter hohen Klippen ins Wasser.© Getty Images
Der Gipfel der Schönheit! Uschguli ist eine Dorfgemeinschaft in Swanetien – mit Wehrtürmen, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehören. Die 4 Dörfer im Norden liegen zwischen 2.086 und 2.200 Metern über dem Meer und zählen zu den höchsten Europas. Die Gegend lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Eine Wanderung bis zum Gletscher des Schkara (5.068 m) dauert etwa 4 Stunden. In Uschguli gibt es mehrere Familienunterkünfte, in den
Der Gipfel der Schönheit! Uschguli ist eine Dorfgemeinschaft in Swanetien – mit Wehrtürmen, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehören. Die 4 Dörfer im Norden liegen zwischen 2.086 und 2.200 Metern über dem Meer und zählen zu den höchsten Europas. Die Gegend lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Eine Wanderung bis zum Gletscher des Schkara (5.068 m) dauert etwa 4 Stunden. In Uschguli gibt es mehrere Familienunterkünfte, in den© Getty Images
In Kutaissi und drumherum wird‘s mittelalterlich. Die Bagrati-Kathedrale auf einem Hügel über dem Fluss Rioni stammt aus dem 11. Jahrhundert. Ähnlich alt und ähnlich beeindruckend ist das Kloster Gelati. Aber es gibt noch einen weiteren Grund, die Stadt zu besuchen. Der lokale Markt ist einer der größten in Westgeorgien. Angeboten werden feine Produkte aus der Region. Zu den Spezialitäten zählt Tschurtschchela: eine mit Traub
In Kutaissi und drumherum wird‘s mittelalterlich. Die Bagrati-Kathedrale auf einem Hügel über dem Fluss Rioni stammt aus dem 11. Jahrhundert. Ähnlich alt und ähnlich beeindruckend ist das Kloster Gelati. Aber es gibt noch einen weiteren Grund, die Stadt zu besuchen. Der lokale Markt ist einer der größten in Westgeorgien. Angeboten werden feine Produkte aus der Region. Zu den Spezialitäten zählt Tschurtschchela: eine mit Traub© Getty Images
Das georgische Berlin: In der Hauptstadt Tiflis finden sich hinter den imposanten Fassaden einst verlassener Gebäude heute Boutiquehotels, Restaurants und Coworking-Spaces. Die Hipster treffen sich im Hotel "Stamba" (0108 Merab Kostava St), wo regelmäßig Events und Ausstellungen stattfinden. Berühmt ist Tbilissi auch für seine Schwefelbäder am südlichen Ende der Altstadt. Und für die Seilbahn (mit Glasboden), die auf den rund
Georgien gilt als "Wiege des Weins". Archäologische Funde belegen, dass die Tradition des Weinbaus bis zu 8.000 Jahre in die Vergangenheit reicht. Von rund 4.000 Rebsorten weltweit stammen um die 500 aus dem kaukasischen Land. Edle Tropfen kann man in der östlich gelegenen Region Kachetien verkosten. Auch ein Abstecher zum Iqalto-Kloster in der Nähe von Telawi lohnt sich. Hier entstand im 12. Jahrhundert eine Akadamie, an der
Die Schwarzmeerküste Georgiens war einst das Badeparadies der Sowjetunion. Der Hot Spot ist die Hafenstadt Batumi. Insider allerdings raten, knapp 20 Kilometer weiter zu fahren: nach Sarpi. Das Dorf im äußersten Südwesten verfügt über einen etwa 600 Meter langen, halbmondförmigen Strand – einem der schönsten in der Umgebung. Wer mutig ist, stürzt sich von den bis zu 7 Meter hohen Klippen ins Wasser.
Der Gipfel der Schönheit! Uschguli ist eine Dorfgemeinschaft in Swanetien – mit Wehrtürmen, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehören. Die 4 Dörfer im Norden liegen zwischen 2.086 und 2.200 Metern über dem Meer und zählen zu den höchsten Europas. Die Gegend lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Eine Wanderung bis zum Gletscher des Schkara (5.068 m) dauert etwa 4 Stunden. In Uschguli gibt es mehrere Familienunterkünfte, in den
In Kutaissi und drumherum wird‘s mittelalterlich. Die Bagrati-Kathedrale auf einem Hügel über dem Fluss Rioni stammt aus dem 11. Jahrhundert. Ähnlich alt und ähnlich beeindruckend ist das Kloster Gelati. Aber es gibt noch einen weiteren Grund, die Stadt zu besuchen. Der lokale Markt ist einer der größten in Westgeorgien. Angeboten werden feine Produkte aus der Region. Zu den Spezialitäten zählt Tschurtschchela: eine mit Traub
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Abenteuer für die Ohren: Der Podcast aus Georgien

Du würdest gern mal einen Trip nach Georgien machen? Adrian und Christoph, die den Reisepodcast Welttournee betreiben, lassen dich reinhören ins Land.

Der eine lebt in Hamburg, der andere in Barcelona und zusammen berichten sie von ihren Abenteuern. In der Folge "Georgien" erzählen sie, wie es ihnen dort gefallen hat und was sie erlebt haben.

Und nebenbei erfährst du, was man über den Kaukasusstaat wissen muss:

  • Ist ein Visum nötig?
  • Fliegt man besser nach Kutaissi oder Tiflis?
  • Wie viel kostet ein Privattaxi?
  • Welche Speisen sind besonders lecker?
  • Wird zum Essen grundsätzlich Wodka serviert?
  • Warum gibt es Massenhochzeiten?
  • Lohnt sich ein Badeaufenthalt in Batumi?

Und hier kannst du dich schon mal akustisch schlau machen

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