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Von wegen klein, grün und pieksig. Kakteen sind Schmuggelware Nr.1

  • Veröffentlicht: 13.08.2022
  • 18:45 Uhr
  • Galileo

Schmuggler reißen sich um sie und verdienen viel Geld mit Kakteen. Die NASA will sie auf fremden Planeten züchten. Und gesund sie obendrein. Hier erfährst du alles Wichtige über Kakteen.

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Das Wichtigste zum Thema Kakteen

  • Als Zimmer-Deko sind bestimmte Arten inzwischen so beliebt, dass sich ein regelrechter Schwarzmarkt entwickelt hat.

  • Schmuggler graben in den USA pro Tag Tausende Kakteen aus. Der amerikanische Zoll spricht von mafia-ähnlichen Strukturen.

  • Sie sind Überlebenskünstler. Einzelne Kakteen können jahrelang ohne Regenwasser überleben, da sie Wasser speichern, Verdunstung minimieren und aus Nebel Wasser schöpfen.

  • Der wohl größte Kaktus ist der "Saguaro". Er erreicht oft eine Höhe von zwölf Metern - das größte je gemessene Exemplar war sogar knapp 24 Meter hoch. Er kann bis zu acht Tonnen schwer werden, braucht dazu allerdings auch etwa 200 Jahre.

  • Kakteen gehören zur Pfanzenfamilie der "Sukkulenten". So nennt man Pflanzen, die viel Wasser speichern können.

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Kakteen statt Drogen: Schmuggler schulen um

Kakteen und Sukkulenten liegen im Trend. Warum? Sie passen in jeden Raum und sind pflegeleicht. In Korea gibt es eine regelrechte "Sukkulenten-Sucht".

Das Problem: Die Nachfrage ist zu hoch, Kakteen werden zur Mangelware. Deswegen schulen Schmuggler um und buddeln sie zuhauf in Nationalparks aus. Besonders seltene Kakteen erzielen auf dem Schwarzmarkt Tausende Euro - pro Exemplar.

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Stachelige Überlebenskünstler: Warum brauchen Kakteen so wenig Wasser?

💡 Der Stamm der Kakteen ist ein Wasserspeicher. Wie ein Schwamm saugt er jeden Tropfen Regenwasser auf.

💡 Die Dornen wehren nicht nur Pflanzenfresser ab und spenden Sonnenschutz. Weil sie so klein sind, verdunstet darüber kaum Wasser.

💡 Außerdem dienen sie ihnen als Trinkhalme. An den Dornen kondensiert Nebel zu Wassertropfen, die der Kaktus aufnimmt.

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Keine wie die andere: Eine Auswahl von besonderen Sukkulenten

Die "Königin der Nacht" bringt die vielleicht schönste Blüte aller Sukkulenten hervor. Bis zu 30 Zentimeter groß und angenehm nach Vanille duftend. Leider ist die Blüte alljährlich nur wenige Nächte hintereinander zu sehen, und selbst dann nur für wenige Stunden.
Die "Königin der Nacht" bringt die vielleicht schönste Blüte aller Sukkulenten hervor. Bis zu 30 Zentimeter groß und angenehm nach Vanille duftend. Leider ist die Blüte alljährlich nur wenige Nächte hintereinander zu sehen, und selbst dann nur für wenige Stunden.© picture alliance / Keystone / Alessandro Della Bella
Kaum von Steinen zu unterscheiden: Die "lebenden Steine" (Lithops) wachsen vor allem im südlichen Afrika.
Kaum von Steinen zu unterscheiden: Die "lebenden Steine" (Lithops) wachsen vor allem im südlichen Afrika.© picture alliance / Wildlife / M.Harvey
Erst wenn sie blühen, kann man die "lebenden Steine" von dem Geröll drumherum unterscheiden.
Erst wenn sie blühen, kann man die "lebenden Steine" von dem Geröll drumherum unterscheiden.© picture alliance / blickwinkel / R. Koenig
Definitiv keine Verwechslungsgefahr mit kleinen Steinen: Der Saguaro-Kaktus ist der Riese unter den Kakteen. 16 Meter hoch und bis zu 8 Tonnen schwer können die Kakteen werden.
Definitiv keine Verwechslungsgefahr mit kleinen Steinen: Der Saguaro-Kaktus ist der Riese unter den Kakteen. 16 Meter hoch und bis zu 8 Tonnen schwer können die Kakteen werden.© picture alliance / blickwinkel / A. Hartl
Der Cleistocactus smaragdiflorus treibt etwa 4 bis 5 Zentimeter senkrecht abstehende Blüten - wie ein rotes Feuerwerk.
Der Cleistocactus smaragdiflorus treibt etwa 4 bis 5 Zentimeter senkrecht abstehende Blüten - wie ein rotes Feuerwerk.© picture-alliance / Photoshot / Michael Warre
Die "Königin der Nacht" bringt die vielleicht schönste Blüte aller Sukkulenten hervor. Bis zu 30 Zentimeter groß und angenehm nach Vanille duftend. Leider ist die Blüte alljährlich nur wenige Nächte hintereinander zu sehen, und selbst dann nur für wenige Stunden.
Kaum von Steinen zu unterscheiden: Die "lebenden Steine" (Lithops) wachsen vor allem im südlichen Afrika.
Erst wenn sie blühen, kann man die "lebenden Steine" von dem Geröll drumherum unterscheiden.
Definitiv keine Verwechslungsgefahr mit kleinen Steinen: Der Saguaro-Kaktus ist der Riese unter den Kakteen. 16 Meter hoch und bis zu 8 Tonnen schwer können die Kakteen werden.
Der Cleistocactus smaragdiflorus treibt etwa 4 bis 5 Zentimeter senkrecht abstehende Blüten - wie ein rotes Feuerwerk.

Rauschmittel, Plattennadel und Fischfang - Kakteen sind echte Alleskönner

💄 Die Cochenille-Laus, aus der roter Farbstoff für Lippenstifte gewonnen wird, fühlt sich auf Kakteen am wohlsten.

🎶 Ihre Dornen benutzten Musikliebhaber früher als Grammophonnadeln.

👨‍🔧 Vor allem Säulenkakteen verholzen. Das flexible und sehr stabile Material ist in Lateinamerika als Baustoff für Möbel im Einsatz.

🐟 Der Saft eines kalifornischen Kaktus betäubt Fische. Das nutzen indigene Völker beim Angeln.

😵 Kaust du auf einem Peyote-Kaktus, wirst du high. Schon seit 3.000 Jahren berauschen sich Menschen an dem Meskalin in der Pflanze.

🥗 Aus dem Feigenkaktus lassen sich leckere Salate oder Marmeladen zaubern - garantiert ohne Nebenwirkungen.

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Der Star an jedem Buffet: So bereitest du einen Kaktussalat zu

Die wichtigste Zutat findest du ohne Probleme im Internet: eingelegte Blätter des Feigenkaktus. Die "Nopalitos" schmecken roh wie bittere Salatgurken und eingelegt sehr salzig.

Deswegen die Blätter gründlich mit fließend Wasser abwaschen und 10 Minuten im kalten Wasserbad ruhen lassen, anschließend abtropfen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Je nach Geschmack Tomaten, Knoblauch, Jalapenos, Zwiebeln und Koriander hinzugeben. Mit einem Dressing aus Öl, Weißweinessig, dem Saft einer Limette und Salz und Pfeffer gut vermischen. Fertig! Lecker und ein echter Hingucker auf jedem Salatbuffet.

Du willst selbst Kakteen züchten. So geht's

🌵 Kakteen halten Winterschlaf. Temperaturen zwischen 4 und 12 Grad in einem dunklen Raum sind da ideal. Wichtig: nicht gießen oder düngen.

🌵 Stellst du deinen Kaktus einfach in die Frühlingssonne, bekommt er einen Sonnenbrand und verfärbt sich bläulich oder rötlich. Also langsam ans Licht gewöhnen.

🌵 Auch an Wasser muss sich deine stachelige Deko nach dem Winterschlaf wieder gewöhnen. Also wenig gießen.

🌵 Ist die genügsame Pflanze endlich bereit, solltest du ihr einen sonnigen Platz suchen.

🌵 Benutze keine Blumenerde, sondern ein Substrat mit hohem Sandanteil. Das darf ruhig komplett austrocknen, bevor du wieder Wasser gibst.

🌵 Dünge deinen Kaktus während der Sommermonate zwei- bis dreimal vor allem stickstoffarmen. So unterstützt du sein langsames Wachstum.

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