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Graue Haare: Was wirklich auf deinem Kopf passiert

  • Veröffentlicht: 07.05.2023
  • 14:45 Uhr
  • Alena Brandt

Das erste graue Haar! Manche finden es im Alter von 20, manche erst mit 50. Wir haben die Antworten und eine Studie die zeigt: Stress macht dich mausgrau.

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Graue Haare: Warum es mit dem Altern geschieht

🧓 Uns wachsen rund 150.000 Haare auf dem Kopf. In den Haarwurzeln sind Melanozyten. Sie produzieren den Farbstoff Melanin und sorgen für blonde, schwarze, rote oder braune Haare.

🧓 Mit dem Alter ergrauen Menschen. Ab wann das passiert, ist genetisch bedingt und je nach Lebensweise unterschiedlich. Manche finden mit 20 das erste graue Haar, andere mit 60.

🧓 Auch die ethnische Herkunft spielt eine Rolle. US-Forscher fanden heraus: Bei Europäern ergraut das Haar mit Mitte 30, bei Asiaten mit Ende 30 und bei Afrikanern mit Mitte 40.

🧓 Der Anteil an farbbildenden Zellen sinkt, wenn wir älter werden. Statt Melanin befinden sich Luftbläschen in den Haarzellen. Die Haare sind farblos statt pigmentiert.

🧓 Graue Haare gibt's genau genommen gar nicht. Sie sind eine optische Täuschung. Die farblosen Haare wirken im Zusammenspiel mit den noch dunkleren Haaren grau.

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Wie werden Haare grau?

Ob Mensch oder Tier, graue Haare gehören zum Älterwerden dazu. Es ist ein schleichender Prozess und geschieht nicht über Nacht. Doch was genau geschieht in unserem Körper, wenn wir ergrauen?

Blond, braun, rot oder schwarz, das farbgebende Pigment, welches für unsere Haarfarbe verantwortlich ist, nennt sich Melanin. Das lagert in den Zellen der Haarfollikeln. Melanin wird von Zellen, den Melanozyten gebildet.

Wenn wir altern, bilden sich die Melanozyten zurück und können das Melanin nicht mehr bilden. An ihre Stelle treten Luftbläschen. Also kurzgesagt: je mehr Melanozyten sich zurückgebildet haben, desto weniger Melanin ist da, um deinen Haaren ihre Farbe zu geben. Unser Haar wird also farblos, es erscheint nur grau.

Die Ursache für graue Haare: Stress - zumindest bei Mäusen

Mäusen wachsen graue Haare bei zu viel Stress. Denn: Stress verändert ihre Stammzellen in den Haarfollikeln, er vernichtet sie quasi. Warum bloß?

Über die Ursache zerbrachen sich US-Forscher:innen aus Harvard lange den Kopf. Schließlich identifizierten sie den Sympathikus (ein Teil des Nervensystems) als Verursacher. Er zerstört bei Stress die pigmentbildenden Haarzellen der Tiere. Die Folge: Alle nachwachsenden Haare sind farblos. Die gestressten Mäuse ergrauten also nicht über Nacht, aber nach und nach.

Diese Nachricht stresst dich jetzt? Keine Angst. Ob die Ergebnisse sich auf den Menschen übertragen lassen, ist noch nicht untersucht. Und außerdem: Graue Haare sind ja glücklicherweise im Trend.

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Graue Haare bei Gorillas

Bei Gorillas sind graue Haare ein Status-Symbol. Männchen bekommen etwa ab dem zwölften Lebensjahr einen silbernen Rücken. Ab diesem Alter sind die männlichen Gorillas bereit, sich den Rang des Anführers zu verdienen. Das graue Haar kennzeichnet die Reife. Aber: Nicht jeder Silberrücken ist auch dominant.

Dieser Silberrücken führt seine Gorilla-Familie durch den Wald in Ruanda.
Dieser Silberrücken führt seine Gorilla-Familie durch den Wald in Ruanda.© Getty Images
Galileo vom 2018-09-24

Hausmittel gegen verfärbte Haare - das hilft wirklich!

Um verfärbte Haare noch zu retten, gibt es ein Hausmittel - und ihr habt es alle zu Hause! Doch was könnte das sein? Die Lösung seht ihr hier.

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Haare: Mythen und Fakten

  • Haare sind lange Hornfäden, die größtenteils aus Keratin bestehen - so wie unsere Finger- und Fußnägel.

  • Das Kopfhaar dient uns Menschen vor allem als Schutz gegen die Sonne.

  • Wer hat mehr? Blonden wachsen etwa 150.000 Haare auf dem Kopf, Braunhaarigen rund 100.000 und Rothaarigen rund 90.000.

  • Ab zum Friseur, dann wächst das Haar schneller - das ist ein Mythos. Die Haarspitzen sind wie das gesamte sichtbare Haar leblos.

  • Wie lange ein Haar wächst, ist genetisch festgelegt. Beinhaare wachsen meist nur drei Monate, Kopfhaare bis zu sechs Jahre. Danach fallen sie aus.

Häufige Fragen zum Thema graue Haare

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