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Zunahme um 75 Prozent

Binnen 20 Jahre: Dramatischer Anstieg an Hautkrebsbehandlungen 

  • Aktualisiert: 23.05.2023
  • 12:30 Uhr
  • Clarissa Yigit
In den vergangenen 20 Jahren hat die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Hautkrebs stark zugenommen.
In den vergangenen 20 Jahren hat die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Hautkrebs stark zugenommen.© Foto: Eva Manhart/APA/dpa

Ein verstecktes Risiko ist immer noch der Hautkrebs. Insbesondere übermäßige UV-Strahlung
und mangelnder Sonnenschutz können diesen auslösen. Gerade wenn der Sommer kommt, gilt es sich daher zu schützen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Erkrankung an Hautkrebs hat in den letzten 20 Jahren drastisch zugenommen.

  • Insbesondere der helle Hautkrebs verzeichnet einen Anstieg von 114 Prozent.

  • Auch die Todesfälle haben sich seither nahezu verdoppelt.

Ein noch immer verkanntes Risiko ist der Hautkrebs. Dieser habe nach Angaben des "Statistischen Bundesamts" vom Dienstag (23. Mai) in den vergangenen 20 Jahren dramatisch zugenommen. So wurden im Jahr 2021 rund 105.000 Menschen mit der Diagnose Hautkrebs im Krankenhaus stationär behandelt – rund 75 Prozent mehr als noch im Jahr 2001.

Im Video: First Lady Jill Biden an Hautkrebs erkrankt

Unterschied Heller und Schwarzer Hautkrebs

Vor allem hätten die Behandlungsfälle mit hellem Hautkrebs stark zugenommen – um ganze 114 Prozent. So lagen die zu behandelnden Fälle im Jahr 2001 noch bei circa 38.000; im Jahr 2021 bei rund 82.000. Vermutlich wird der helle Hautkrebs auch durch Sonnenlicht mit ausgelöst, so das "Statistische Bundesamt". Heller oder weißer Hautkrebs sei allerdings gut heilbar.

Der schwarze Hautkrebs verzeichnet hingegen eine siebenprozentige Steigerung seit 2001. Zuletzt mussten rund 23.000 Menschen mit dieser Diagnose stationär behandelt werden. Dem schwarzen Hautkrebs (maligne Melanom) liege eine Entartung der Pigmentzellen der Haut zugrunde. Zwar könne er operativ entfernt werden, dies sei aber gefährlich.

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Auslöser von Hautkrebs

  • steigende Lebenserwartung
  • übermäßige UV-Strahlung
  • Sonnenbrände
  • mangelnder Sonnenschutz
  • mangelndes Bewusstsein für das Problem vor Jahrzehnten

Insbesondere eine übermäßige UV-Strahlung sei eine der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung von Hautkrebs, so die "Deutsche Krebsgesellschaft", denn je intensiver und häufiger die Haut UV-Strahlen ausgesetzt werde, desto höher sei das Risiko für eine Hautkrebserkrankung.

Ein Überblick

  • 7,4 Prozent aller stationären Krebsbehandlungen im Jahr 2021 waren Hautkrebs (2001: 3,8 Prozent)
  • 58 Prozent der stationären Behandlungen fallen auf Männer. Diese seien häufiger betroffen als Frauen
  • 55 Prozent mehr Menschen sind im Jahr 2021 an Hautkrebs gestorben (2021: 4.100 Todesfälle; 2001: 2.600 Todesfälle)

Meist seien vor allem ältere Menschen an Hautkrebs gestorben. Rund die Hälfte der im Jahr 2021 an Hautkrebs Verstorbenen war 80 Jahre oder älter. Allerdings sei – relativ gesehen – in der Altersgruppe der 35- bis unter 40-Jährigen das Risiko, an Hautkrebs zu sterben, am höchsten.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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