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Wer folgt auf Liz Truss?

Boris Johnson erwägt offenbar Kandidatur als Premier

  • Veröffentlicht: 20.10.2022
  • 21:29 Uhr
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© IMAGO / ZUMA Wire

Liz Truss ist spätestens Ende Oktober Geschichte, wenn ihr Nachfolger als Premier feststeht. Dieser könnte womöglich ihr Vorgänger Boris Johnson sein.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Liz Truss gibt ihr Amt als Premierministerin auf.
  • Bis ein Nachfolger feststeht, will sie im Amt bleiben.
  • Ein Kandidat ist offenbar Ex-Premier Boris Johnson.

Liz Truss geht als Premierministerin mit der kürzesten Amtszeit in die Geschichte Großbritanniens ein. Die 47-Jährige erklärte am Donnerstag (20. Oktober) nach gerade einmal sechs Wochen ihren Rücktritt. Die Torys müssen nun erneut einen Nachfolger finden. Abgeschlossen sein soll der Prozess bis Ende nächster Woche. Bis dahin will Truss die Amtsgeschäfte weiterführen.

Ein Kandidat könnte Boris Johnson sein, der mit seinem Rücktritt Anfang Juli Truss erst den Weg ins Amt der Premierministerin geebnet hatte. Dieser plant offenbar, wieder für den Posten zu kandidieren. Das berichteten am Donnerstag die britischen Zeitungen "Times" und "Telegraph". Ein führender Redakteur der "Times" schrieb demnach, dass Johnson die Entwicklungen als "Sache von nationalem Interesse" ansehe und eine Kandidatur als Parteichef der Konservativen plane.

Nachfolger als Premier: Sunak kritisierte Steuerpläne von Truss

Auch die weiteren potenziellen Nachfolger von Truss sind keine Unbekannten. Berechtigte Hoffnungen auf das Amt des Premierministers kann sich Rishi Sunak machen. Der frühere Finanzminister war bei der Mitgliederbefragung im Sommer Truss in einer Stichwahl noch klar unterlegen. Damals hatte er allerdings immer wieder vor den Steuerplänen gewarnt, die Truss letztlich zum Rücktritt zwangen. Dies dürfte ihm bei einer neuen Bewerbung beflügeln.

Jeremy Hunt lehnte Berichten zufolge eine Kandidatur zwar umgehend ab, doch auch er gilt als möglicher Truss-Nachfolger. Der frühere Außen- und Gesundheitsminister hatte erst am vergangenen Freitag das Amt des geschassten Finanzministers Kwasi Kwarteng übernommen und kurz darauf fast alle Bestandteile von Truss' erst Ende September verkündeten Steuerpolitik wieder rückgängig gemacht. Hunt, der bereits zweimal Premierminister werden wollte, wurde zuletzt von einigen konservativen Abgeordneten als "echter Premierminister" betitelt.

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Truss-Erbe: Mordaunt gilt als gute Rednerin

Ebenso kann sich Penny Mordaunt Hoffnung machen. Die frühere Verteidigungsministerin, die im Sommer nur knapp die Stichwahl verpasst hatte, schärfte ihr Profil, als sie im Auftrag von Truss im Parlament zum Steuer- und Wirtschaftsdebakel souverän Rede und Antwort stand. Die 49-Jährige gilt als gute Rednerin und könnte als Kompromisskandidatin der Torys punkten.

Schließlich gelten noch der amtierende Verteidigungsminister Ben Wallace sowie die am Mittwoch als Innenministerin ausgeschiedene Suella Braverman als mögliche Premier-Kandidaten.

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