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Umweltsünde

Brasilien will Giftmüll-Schiff im Atlantik versenken

  • Aktualisiert: 03.02.2023
  • 16:35 Uhr
  • Stefan Kendzia
Brasilien will einen ausgemusterten, 266 Meter langen Flugzeugträger im Atlantik versenken.
Brasilien will einen ausgemusterten, 266 Meter langen Flugzeugträger im Atlantik versenken. © REUTERS

Es kündigt sich eine Umweltsünde par excellence an: Im Atlantik soll ein 30.000 Tonnen schwerer Flugzeugträger entsorgt und versenkt werden. Das brasilianische Schiff ist randoll mit giftigen Abfällen, Asbest und Farben beladen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Ehemaliger Flugzeugträger soll im Atlantik entsorgt werden.

  • Riesiges Umweltvergehen durch tonnenweise Giftmüll befürchtet.

  • Brasilien fordert "kontrollieres Versenken".

Es wäre nicht nur eine Umweltsünde - es wäre eine Katastrophe besonderen Ausmaßes und würde die Verschmutzung der Meere eskalieren lassen. Der riesige, ehemalige Flugzeugträger "São Paulo" soll nach Angaben der brasilianischen Behörden im Atlantik versenkt werden. 

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Umweltvergehen mit Ankündigung

Wie "Stern" berichtet, sei ein "kontrolliertes Versenken" aufgrund des miserablen Gesamtzustandes des ausgemusterten Schiffes unumgänglich, so die brasilianische Marine. Das 266 Meter lange Schiff sei nur noch schlecht schwimmfähig und darf zudem weder einen brasilianischen Hafen anlaufen oder in brasilianische Hoheitsgewässer einlaufen. 

Insgesamt soll der ehemalige Flugzeugträger, der bis zum Jahr 2.000 noch unter französischer Flagge lief und danach von der brasilianischen Marine übernommen wurde, seit fast zwei Jahren auf den Weltmeeren dümpeln. Erst 2021 wurde das "Giftpaket" von einer türkischen Werft gekauft, die das Altmetall ausschlachten wollte. Dazu kam es nicht, da kein Hafen der "São Paolo" die Zufuhr gestattete. Das Schiff durfte zwar dann nach Brasilien zurückkehren - aber nach wie vor in keinen Hafen einlaufen.

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