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Ukraine-Krieg

Drei Milliarden Dollar fehlen: USA räumen Rechenfehler bei Militärhilfe ein

  • Veröffentlicht: 19.05.2023
  • 14:58 Uhr
  • Clarissa Yigit
Pentagon-Sprecherin Sabrina Singh räumte einen "drei-Milliarden-Dollar" zu hohen Buchungsfehler bei den abgerufenen Militärhilfen für die Ukraine ein.
Pentagon-Sprecherin Sabrina Singh räumte einen "drei-Milliarden-Dollar" zu hohen Buchungsfehler bei den abgerufenen Militärhilfen für die Ukraine ein.© AP Photo/Andrew Harnik

Dem US-Verteidigungsministerium ist ein Rechenfehler unterlaufen. Dieser könnte der Ukraine durchaus nützen.

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Rund 37 Milliarden US-Dollar haben die USA seit Kriegsbeginn in der Ukraine freigegeben. Nun macht sich allerdings ein Rechenfehler bemerkbar, der der Ukraine zugute kommen könnte.

Im Video: Die Verteidigungsminister beraten über weitere Militärhilfen für die Ukraine

Drei Milliarden Dollar "Buchungsfehler"

Laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) habe demnach das US-Verteidigungsministerium den "Wert der aus eigenen Beständen abgerufenen Militärhilfen für die Ukraine um rund drei Milliarden US-Dollar zu hoch angegeben". Dies habe Pentagon-Sprecherin Sabrina Singh mitgeteilt und begründet dies mit einem Buchungsfehler gegenüber der dpa. Der Buchungsfehler habe allerdings keinen negativen Einfluss auf die Unterstützung der Amerikaner für die Ukraine, so die Sprecherin.

Während einer regulären Rechnungsprüfung seien die Unstimmigkeiten ersichtlich geworden. So seien in einigen Fällen statt des Nettowertes der zur Verfügung gestellten militärischen Ausrüstung die Wiederbeschaffungskosten zugrunde gelegt worden. Dies habe zur Folge gehabt, dass es zu einer Überbewertung gekommen sei, erklärt Singh. Nun käme die Möglichkeit auf, dass auf Grund des Differenzbetrages die Freigabe weitere Waffen erfolgen könne, so die dpa.

Bisher wurde laut dem US-Verteidigungsministerium der Gesamtwert der US-Militärhilfen an die Ukraine seit Kriegsbeginn auf rund 37 Milliarden US-Dollar beziffert; dieser Wert dürfte nun nach untern korrigiert werden. Laut US-Medien seien am Donnerstag (18. Mai) bereits Mitarbeiter:innen und Angehörige des US-Kongresses über die Anpassung informiert worden.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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