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Weißer Riese

Weltgrößter Eisberg wieder in Bewegung - Forscher rätseln über Ursache

  • Aktualisiert: 04.12.2023
  • 08:55 Uhr
  • Anne Funk
Der weltgrößte Eisberg A23a hat sich nach Jahrzehnten wieder in Bewegung gesetzt.
Der weltgrößte Eisberg A23a hat sich nach Jahrzehnten wieder in Bewegung gesetzt.© via REUTERS

Der Eisberg mit dem Namen A23a ist zweimal so groß wie das Saarland und seit einigen Tagen wieder in Bewegung. Warum, darüber rätseln Wissenschaftler:innen derzeit noch.

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Erstmals seit drei Jahrzehnten hat sich der weltgrößte Eisberg wieder in Bewegung gesetzt. Auf aktuellen Satellitenbildern sei laut Wissenschaftler:innen zu erkennen, dass der fast eine Billion Tonnen schwere Eisberg namens A23a relativ schnell an der Nordspitze der antarktischen Halbinsel vorbeidrifte, hieß es am Freitag (24. November). Unterstützt werde dies von starken Winden und Strömungen.

Im Video: Forscher besorgt - Riesiges Ozonloch über Südpol

Der riesige Eisberg sei etwa doppelt so groß wie das Saarland, also rund 4.000 Quadratkilometer. In den vergangenen Jahren habe er sich meist kaum bewegt, nachdem er auf dem Meeresboden aufgesetzt hatte. Den Forschenden ist allerdings noch nicht klar, warum er ausgerechnet jetzt in Bewegung geriet.

Eisberg könnte für Tiere zur Gefahr werden

"Wahrscheinlich hat er sich im Laufe der Zeit nur etwas ausgedünnt und etwas zusätzlichen Auftrieb bekommen, sodass er sich vom Meeresboden abheben und von den Meeresströmungen in Bewegung gesetzt werden konnte", erklärte Experte Oliver Marsh vom British Antarctic Survey.

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Der Eisberg könnte vor den Südgeorgischen Inseln im Südatlantik erneut auf Grund laufen - mit gravierenden Folgen. Auf der Insel brüten Millionen von Robben, Pinguinen und Seevögeln, in den umliegenden Gewässern suchen die Tiere nach Nahrung. A23a könnte ihnen diesen Zugang verwehren. Aber er könnte auch in mehrere kleine Teile zerbrechen. Möglich sei aber auch, dass er weiter in Richtung Südafrika drifte und dort den Schiffsverkehr störe, so Marsh.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters
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