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Ortschaften und Infrastruktur in Gefahr

Grindavík: Vulkanologen prognostizieren Andauern der Ausbrüche für "mehrere Jahre"

  • Veröffentlicht: 17.01.2024
  • 13:44 Uhr
  • Lena Glöckner

Island muss sich laut Prognose von Vulkanologen wohl auf viele kleine Eruptionen in naher und ferner Zukunft einstellen. Die Aktivität auf der Reykjanes-Halbinsel werde noch mehrere Jahre andauern, hieß es.

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Die jüngsten Vulkanausbrüche in Island könnten auf ein neues Muster häufiger, aber kleiner Eruptionen auf der Insel hindeuten. Das sagte der Vulkanologe Ármann Höskuldsson am Dienstag (16. Januar) dem Radiosender "Rás 2" angesichts des erneuten Vulkanausbruchs, der am Sonntag (14. Januar) nahe dem Küstenort Grindavík begonnen hatte. Höskuldsson wies im isländischen Radio darauf hin, dass die jüngsten Eruptionen stets stattfanden, bevor sich viel Magma unter der Erde angesammelt hatte.

Auch der deutsche Vulkanologe Valentin Troll von der schwedischen Universität Uppsala prognostizierte weitere Ausbrüche "in der nahen und sogar teilweise fernen Zukunft". "Die Aktivität auf der Reykjanes-Halbinsel wird vermutlich noch mehrere Jahre mit kleinen Ausbrüchen weitergehen, die aber leider auch Ortschaften und Infrastruktur betreffen können", sagte er der "Tagesschau".

Entstehung von weiteren Erdrissen möglich

Bei dem zweiten Vulkanausbruch bei Grindavík innerhalb von vier Wochen hat die glühend heiße Lava zum ersten Mal seit einem halben Jahrhundert in Island auch Häuser erfasst und zerstört. Die etwa 4.000 Einwohner des Ortes mussten in der Nacht zum Sonntag ihr Zuhause verlassen. Grindavík liegt auf der Reykjanes-Halbinsel im Südwesten Islands, auf der es seit 2021 zu fünf Vulkanausbrüchen kam.

Das Isländische Meteorologische Institut teilte am Dienstag mit, dass derzeit kein Lava-Austritt mehr erkennbar sei und dass die seismische Aktivität weiter abnehme. Von einem Ende des Vulkanausbruchs kann demnach aber noch nicht die Rede sein. Es könnten auch weiterhin Erdrisse in der Gegend entstehen.

Der Flugverkehr von und nach Island ist laut einer Regierungsmeldung nicht beeinträchtigt. Die Blaue Lagune, ein bei Island-Touristen beliebtes Geothermalbad in der Nähe von Grindavík, wurde vorläufig bis Donnerstag (18. Januar) geschlossen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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