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HUNDE IN GEFAHR

Hundemalaria breitet sich in Deutschland aus: Ansteckung kann tödlich sein

  • Veröffentlicht: 27.04.2023
  • 10:39 Uhr
  • Stefan Kendzia

Hundebesitzer:innen müssen aufpassen: Die bisher bekannte "Mittelmeerkrankheit" ist längst zu uns gewandert. Selbst in Deutschland sind die Vierbeiner vor der "Hundemalaria" oder "Babesiose", so weitere Namen der aggressiven und oft tödlich verlaufenden Krankheit, nicht mehr sicher. Übertragen wird sie hauptsächlich von der Auwaldzecke.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Hundemalaria ist jetzt auch in Deutschland auf dem Vormarsch.

  • Infizierte Hunde zeigen relativ schnell hohes Fieber, Fressunlust, blasse Schleimhäute und Abgeschlagenheit.

  • Eine gute Prophylaxe kann eine Ansteckung verhindern.

Gleich vorweg: Menschen können mit Babesiose wohl auch angesteckt werden, meist aber mit nur leichten Beschwerden, sofern die Betroffenen ein intaktes Immunsystem haben, laut ARD. Bei älteren Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem können die Krankheitssymptome denen einer akuten Malaria ähneln. Ursprünglich kam die Babesiose nur in Mittelmeerländern vor - allmählich ist sie aber auch in Deutschland fest etabliert und wird in der Regel durch die Auwaldzecke per Biss an den Hund gegeben. Das kann dann zu einem mangelhaften Sauerstofftransport im Blut und zu einem akuten Nieren- und Leberversagen führen, wie die ARD mitteilt.

Auf Symptome achten

Schon nach einem Tag nach Ansteckung kann es beim Hund zu Beschwerde-Anzeichen kommen - manchmal dauert die Inkubationszeit auch bis zu drei Wochen. In der Regel treten erste Anzeichen nach fünf bis sieben Tagen auf. Infizierte Hunde zeigen dann relativ schnell hohes Fieber, Fressunlust, blasse Schleimhäuten und Abgeschlagenheit. Dabei bestimmt der Erregerstamm den Verlauf der Krankheit. Sowohl beim akuten als auch beim chronischen Verlauf sind laut "Petbook" folgende Symptome zu beobachten:

  • Apathie
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Fieber über 40 Grad Celsius
  • Durchfall
  • Wassereinlagerungen
  • Niereninsuffizienz
  • Gelbe Schleimhäute
  • Blutig gefärbter Urin
  • Anämie
  • Konditionsmangel
  • Einblutungen in Haut und Schleimhäute
  • Lähmungserscheinungen

Zur Diagnose wird Blut entnommen und bei positivem Befund mit einer medikamentösen Therapie begonnen. Je früher, desto größer sind die Chancen auf einen positiven Behandlungsverlauf. Denn die aggressive Infektionskrankheit Babesiose kann im besten Fall - bei rechtzeitigem Behandlungsbeginn - sogar geheilt werden.

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Prophylaxe ist alles

Die Babesiose wird - je nach Allgemeinzustand des Hundes - sowohl medikamentös behandelt als auch, wenn nötig, mit einer Bluttransfusion. Damit es erst gar nicht zu einer Erkrankung kommt, empfiehlt sich eine konsequente Prophylaxe, um den Zecken erst gar keine Chance zu lassen, den Hund zu beißen. Inzwischen ist das sogar fast das ganze Jahr über notwendig, denn die fiesen Schildzecken sind selbst bei 4 Grad Plus noch oder schon wieder aktiv.

Eine gute Prophylaxe bieten bestimmte Zeckenhalsbänder, Spot-On-Präparate, Tabletten oder Sprays. In Deutschland ist mittlerweile ein Impfstoff gegen Babesiose für Hunde zugelassen. Eine allgemeine Impfempfehlung gibt es allerdings nicht. Ein grundsätzliches Absuchen des Fells und der Haut nach der Gassirunde ist ratsam. Wird eine Zecke entdeckt, dann sofort mit einer Zeckenzange entfernen.

Bei der Wahl des richtigen Prophylaxe-Mittels hilft der Tierarzt des Vertrauens.

  • Verwendete Quellen:
  • ARD: "Wird von Zecken auf Mensch und Tier übertragen: Hundemalaria"
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