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Nahost-Konflikt im Ticker

Israels Armee: Größte Stadt im Süden Gazas umstellt

  • Veröffentlicht: 07.12.2023
  • 05:02 Uhr
  • Franziska Hursach
Die Stadt Chan Junis im südlichen Gazastreifen wurde offenbar von israelischen Soldaten eingekesselt.
Die Stadt Chan Junis im südlichen Gazastreifen wurde offenbar von israelischen Soldaten eingekesselt.© Uncredited/Maxar Technologies/AP/dpa

+++ Israels Armee: Größte Stadt im Süden Gazas umstellt +++ Netanjahu: Israel billigt "minimale" Erhöhung der Treibstoffeinfuhr für Gaza +++ Israel kritisiert Guterres für Appell an Sicherheitsrat scharf +++ Alle Entwicklungen in Nahost im Newsticker vom 7. Dezember.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben die größte Stadt im Süden des Gazastreifens, Chan Junis, umstellt.

  • Israel erlaubt die Einfuhr von mehr Treibstoff in den Gazastreifen.

  • Der israelische Außenminister Eli Cohen hat UN-Generalsekretär António Guterres für dessen außergewöhnlichen Aufruf an den UN-Sicherheitsrat zu einem entschiedenen Handeln im Gaza-Krieg scharf kritisiert.

+++ 04:31 Uhr: Wie das israelische Militär berichtet, wurde die größte Stadt im Süden des Gazastreifens eingekesselt. Soldaten hätten innerhalb weniger Stunden die Verteidigungsanlagen der islamistischen Hamas in Chan Junis durchbrochen. Das teilte die Armee am Mittwochabend (6. Dezember) mit. Man habe dort Angriffe gegen zentrale Stellungen der Hamas gestartet und dringe nun tiefer in die Stadt vor. Israels Generalstabschef Herzi Halevi hatte bereits zuvor mitgeteilt, dass Soldaten dabei seien, Chan Junis einzukreisen.

Im Video: Heftige Kämpfe: Israel greift Süden des Gazastreifens an

Derweil verschlimmert sich die humanitäre Situation im Süden des Gazastreifens weiter, wie Augenzeugen berichten. Demnach seien Tausende Familien von Chan Junis nach Al-Mawasi geflohen. Die Situation dort ist demnach allerdings auch prekär, da Nahrungsmittel, Wasser und Unterkünfte fehlten. Nach Angaben des Palästinenserhilfswerkes der Vereinten Nationen (UNRWA) gibt es mittlerweile fast 1,9 Millionen Binnenvertriebene in dem Küstenstreifen - bei mehr als 2,2 Millionen Bewohner:innen insgesamt.

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Netanjahu: Israel billigt "minimale" Erhöhung der Treibstoffeinfuhr für Gaza

+++ 02:59 Uhr: Wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mitteilte, wird die Einfuhr von mehr Treibstoff in den Süden des Gazastreifens genehmigt. Man erlaube eine "minimale Zugabe". Eine Erhöhung der erlaubten Mindestmenge sei erforderlich, "um einen humanitären Zusammenbruch und den Ausbruch von Epidemien zu verhindern", hieß es weiter. Unklar war zunächst, um wie viel die Treibstoffmenge, die täglich in den Gazastreifen gebracht werden darf, konkret erhöht werden soll.

Im Video: Israel: Netanjahu und Geiselangehörige geraten bei Treffen aneinander

Die USA hatten zuvor von Israel gefordert, mehr Hilfsgüter für den Gazastreifen zuzulassen. Nach israelischen Medienberichten will Washington, dass die tägliche Lieferung von 60.000 Litern Treibstoff verdoppelt oder gar verdreifacht werde.

Israel kritisiert Guterres für Appell an Sicherheitsrat scharf

+++ 01:47 Uhr: Nachdem der UN-Generalsekretär Guterres den Sicherheitsrat außergewöhnlich dringlich dazu aufgerufen hat, sich für die Abwendung einer humanitären Katastrophe im Gazastreifen einzusetzen, erntete er vom israelischen Außenminister Eli Cohen scharfe Kritik. Guterres Amtszeit sei "eine Gefahr für den Weltfrieden", schrieb Cohen auf der ehemals als Twitter bekannten Online-Plattform X.

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Zuvor hatte der Generalsekretär das mächtigste UN-Gremium in einem Schreiben zum Handeln gedrängt. Guterres wandte dabei erstmals seit seinem Amtsantritt 2017 den Artikel 99 der UN-Charta an. Dieser ermöglicht es dem Generalsekretär, den Sicherheitsrat auf jegliche Angelegenheiten aufmerksam zu machen, die aus seiner Sicht den internationalen Frieden und die Sicherheit bedrohen. Laut Cohen stellt der Antrag eine Unterstützung der Terrororganisation Hamas und eine Billigung der Ermordung älterer Menschen, der Entführung von Babys und der Vergewaltigung von Frauen dar.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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