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Streit unter Großfamilien

Massenschlägerei in Castrop-Rauxel - haben mit Dachlatten "aufeinander eingeprügelt"

  • Veröffentlicht: 16.06.2023
  • 13:23 Uhr
  • Lena Glöckner

Bei einer Massenschlägerei zwischen Großfamilien sind in Castrop-Rauxel sieben Personen verletzt worden, ein 23-Jähriger lebensgefährlich. Er befindet sich inzwischen außer Lebensgefahr.

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Massenschlägerei in Castrop-Rauxel: Bei einem eskalierten Streit zwischen zwei Großfamilien sind am Donnerstagabend (15. Juni) mehrere Menschen schwer verletzt worden. Es gebe eine lebensgefährlich verletzte Person und zwei Schwer- sowie vier Leichtverletzte, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei war mit starken Kräften am Einsatzort. 

Der 23-Jährige befinde sich inzwischen außer Lebensgefahr, teilte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag der dpa mit. Etwa 50 Menschen seien aufeinander zugelaufen und hätten "aufeinander eingeprügelt", sagte Reul weiter. Dabei seien auch Dachlatten verwendet worden. "Das ist ein nicht zu akzeptierender Tatbestand."

Die Polizei habe die Identitäten festgestellt. Nun gehe es darum, die Taten einzelnen Personen aus den Gruppen zuzuordnen. Eine Mordkommission der Polizei Recklinghausen ermittle wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. Es gebe unter anderem auch Videoaufnahmen von der Lage, die ausgewertet werden müssten. "Das ist kriminalistische Kleinarbeit", sagte Reul.

Mehrere Männer mit "Messern, Knüppeln und sogar Macheten" aufeinander losgegangen

Die Hintergründe der Schlägerei waren zunächst unklar. Es gebe Indizien, dass der Fall etwas mit dem Clanmilieu zu tun haben könne, sagte der Innenminister. Abschließend lasse sich das aber noch nicht zuordnen. Der zunächst lebensgefährlich Verletzte sei syrischer Staatsbürger. Weitere Angaben zu Nationalitäten machte Reul zunächst nicht.

Wie "t-online" unter Berufung auf einen Polizeisprecher berichtet, soll es bereits am Mittwoch (14. Juni) in der Ruhrgebietsstadt zu einem ersten Streit zwischen zwei größeren Familien gekommen sein. Am Donnerstag seien die Beamten dann gegen 17:45 Uhr zur Wartburgstraße ausgerückt. An einem dortigen Kreisverkehr sei es erstmals zu "lauten Gesprächen" unter den Beteiligten gekommen. Laut "Ruhr Nachrichten" sind an der Kreuzung dann schlussendlich mehrere Männer mit "Messern, Knüppeln und sogar Macheten" aufeinander losgegangen. 

Das Blatt berichtet unter Berufung auf eine am Streit beteiligte Person, dass ein vorheriger Streit unter Kindern der beiden Familien Ursache der Auseinandersetzung war. Als man sich zur Schlichtung des Zoffs habe treffen wollen, habe eine Familie plötzlich über Social Media ihre Angehörigen aufgerufen, sie zu unterstützen.

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