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Altersvorsorge

Mega-Aufstockung bei Aktienrente: Lindner will 200 Milliarden Euro investieren

  • Aktualisiert: 08.08.2023
  • 10:34 Uhr
  • Emre Bölükbasi
Bundesfinanzminister will mit Investitionen in Höhe von 200 Milliarden das Generationenkapital für die Aktienrente deutlich aufstocken.
Bundesfinanzminister will mit Investitionen in Höhe von 200 Milliarden das Generationenkapital für die Aktienrente deutlich aufstocken.© Reuters

Die Bundesregierung ringt um eine Lösung zur Finanzierung der Altersvorsorge. Bundesfinanzminister Lindner erhofft sich viel von der geplanten Aktienrente und plant jetzt einen drastischen Ausbau des Generationenkapitals auf 200 Milliarden Euro. Vor allem eine Partei stellt sich aber quer.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bundesregierung will die Einzahlungen in die Aktienrente bis 2035 auf 200 Milliarden Euro aufstocken.

  • Die Ampel-Koalition will mit dem Projekt künftig die Altersvorsorge um Erträge aus einem Kapitalstock ergänzen.

  • Das sogenannte Generationenkapital stieß bei den Grünen aber zuletzt wiederholt auf Skepsis.

Die Bundesregierung will die Investitionen in die geplante Aktienrente mit 200 Milliarden Euro massiv aufstocken. Ab 2024 will die Ampel-Koalition jährlich zwölf Milliarden Euro in das sogenannte Generationenkapital einzahlen, wie das "Handelsblatt" am Sonntag (6. August) mit Verweis auf Regierungskreise berichtete. Jährlich sollen die Einzahlungen um jeweils drei Prozent steigen - bis 2035 soll der Investitionstopf somit ein Volumen von 200 Milliarden Euro erreichen.

Die geplante Aktienrente, auf der besonders Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) beharrt, soll ab Mitte der 2030er Jahre die gesetzliche Rentenversicherung entlasten. Das Bundesfinanzministerium begründet die Notwendigkeit des Generationenkapitals für die Aktienrente mit dem demografischen Wandel in Deutschland - das bisherige Modell sei "nicht langfristig tragfähig."

Für eine langfristige Absicherung der Rente soll deshalb künftig aus öffentlichen Mitteln ein Kapitalstock aufgebaut werden, deren Erträge die Rentenbeiträge und das Rentenniveau stabilisieren sollen. SPD, FDP und Grüne hatten sich im Koalitionsvertrag lediglich auf ein Startkapital von zehn Milliarden Euro für das laufende Jahr geeinigt.

Im Video: Neuer Streit in der Ampel - Grüne attackieren Lindners Pläne zur Aktienrente

Kritik von den Grünen

Laut "Handelsblatt" verständigten sich das Arbeits- und das Finanzministerium zuletzt auf die drastische Vergrößerung des Vorhabens. "Wir sind in guten und konstruktiven Gesprächen", erklärte das von Hubertus Heil (SPD) geführte Arbeitsministerium. "Bedenken gab es zuletzt im Wirtschaftsministerium", hieß es weiter.

Das Projekt Generationenkapital stieß zuletzt immer wieder auf Kritik. Vor allem der Grünen-Rentenexperte Markus Kurth zeigte sich skeptisch. "Die Aktienrente nach dem Konzept des Bundesministeriums der Finanzen wirft nach dem aktuellen Stand zahlreiche gravierende finanzielle, beihilferechtliche, vor allem aber verfassungsrechtliche Fragen auf", hatte er zuletzt zu Bedenken gegeben.

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