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Wohnungsmangel und hohe Zuwanderung

Miese Aussichten: Mieten ziehen 2024 weiter an

  • Veröffentlicht: 28.12.2023
  • 13:14 Uhr
  • Stefan Kendzia
Gestiegene Zinsen und teure Baumaterialien sorgen für bröckelnde Kaufpreise - dafür aber für kräftig steigende Mieten.
Gestiegene Zinsen und teure Baumaterialien sorgen für bröckelnde Kaufpreise - dafür aber für kräftig steigende Mieten.© Georg Wendt/dpa

Deutschland ist im Krisenmodus. Leider auch in Sachen Wohnraum zum Mieten. Entgegen bröckelnder Kaufpreise kennen die Mieten nur eine Richtung: bergauf. Dieser traurige Trend soll 2024 anhalten.

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Der Wohnraum zur Miete entwickelt sich in Deutschland mehr und mehr zum Luxusgut. Angesichts von Wohnungsmangel und hoher Zuwanderung erwarten Experten laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) auch 2024 einen deutlichen Anstieg der Mietpreise.

Im Video: Bundesregierung verfehlt Wohnungsbau-Ziel

Wohnraum zum Mieten wird zum Luxusgut

Die Kaufpreise für Wohnungen bröckeln aufgrund gestiegener Zinsen und extrem teuren Baumaterialien - die Mieten hingegen steigen und steigen. Schuld daran sollen Wohnungsmangel und eine ungebrochen hohe Zuwanderung sein. "Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einer anhaltend hohen politischen Unsicherheit und sehen wenig Spielraum für Impulse im Wohnungsneubau", sagte Roman Heidrich, Experte für Wohnimmobilienbewertungen beim Immobilienspezialisten Jones Lang LaSalle (JLL). Besonders bei Mietwohnungen werde sich der Nachfrageüberhang noch verschärfen.

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"Wir gehen davon aus, dass die Mieten mittel- und langfristig weiter steigen werden, da in den meisten Regionen Deutschlands die Nachfrage auch in den nächsten Jahren das schrumpfende Angebot an neuen Wohnungen deutlich übersteigen wird", so Heidrich. Gute Nachrichten allerdings für alle, die das nötige "Kleingeld" haben: Bei den Kaufpreisen wird allgemein mit einem Rückgang gerechnet. Seit Mitte 2022 - dem Höhepunkt des Immobilienbooms - haben sich Wohnimmobilien um gut 7 Prozent verbilligt. Für das Jahr 2024 wird mit einem Preisrückgang um 0,5 bis 2,5 Prozent gerechnet. Für Objekte in schlechten Lagen oder mit hohem Energieverbrauch wird von einer noch schlechteren Entwicklung ausgegangen, wie die DZ Bank auf ihrem Kurznachrichtendienst-Profil X mitteilt.

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  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Kurznachrichtendienst X: "DZ Bank AG"
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