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FCoV

Neue Corona-Variante tötet Tausende Katzen auf Zypern

  • Aktualisiert: 21.12.2023
  • 14:46 Uhr
  • Michael Reimers

Das bereits seit Langem bekannte Katzen-Corona-Virus - das sogenannte Feline Corona-Virus - ist mutiert. Auf Zypern starben seit Anfang 2023 bereits Tausende Tiere an dem neuen aggressiven Erreger. In Großbritannien gibt es nun erste Infektionen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein neues Virus hat 2023 auf Zypern bereits Tausende Katzen getötet.

  • Es handelt sich um eine Mutation der Katzen-Corona auslösenden Krankheit.

  • Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

Auf Zypern grassiert Analysen zufolge ein mutiertes Tier-Corona-Virus, an dem seit 2023 bereits mehrere Tausend Katzen gestorben sind. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Donnerstag (21. Dezember) weiter meldete, wurde im Oktober in Großbritannien ein erster aus Zypern eingeschleppter Fall bekannt. Eine Ausbreitung des veränderten Erregers auf Deutschland gebe es bisher nicht.

"Aktuell sind noch keine Krankheitsausbrüche in Deutschland beschrieben, die den Verdacht auf diese neue Virusvariante zulassen", sagte Katrin Hartmann von der Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Das Risiko sei durch den Import infizierter Katzen aber gegeben. "Die aktuellen Fälle in England werden auf den Import von Katzen aus Zypern zurückgeführt." Auf Zypern lebt eine große Population herrenloser Katzen, die ähnlich wie südeuropäische Straßenhunde von Tierliebhaber:innen häufig in andere Länder mitgenommen werden.

Mutant aus Katzen- und Hunde-Corona

Bei dem neuen Virus, das Felines Corona-Virus-23 (FCoV-23) genannt wird, handelt es sich nach Erkenntnissen der University of Edinburgh um eine Mischung aus dem ursprünglichen FCoV und dem Hunde-Corona-Virus CCoV. Das Forschungsteam um Christine Tait-Burkard hatte dies kürzlich in einer noch nicht unabhängig geprüften Studie herausgefunden. Demnach wird das Virus wahrscheinlich direkt von Katze zu Katze übertragen, verbreitet sich schnell und infiziert Katzen jeden Alters.

Im Video: Das sind die Symptome der neuen Corona-Variante

Problematisch an der neuen Virusvariante ist Hartmann zufolge vor allem, dass FCoV-23 nach bisherigem Kenntnisstand wesentlich häufiger eine Feline infektiöse Peritonitis (FIP) auslöst, die ohne Behandlung tödlich verläuft. Auf Zypern wurde im August der Einsatz des Human-Corona-Virus-Wirkstoffs Molnupiravir zur Behandlung von Katzen mit FIP genehmigt.

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Medikamente in Deutschland nur im Rahmen von Studien

Als sehr effektiv habe sich in Studien zudem der antivirale Wirkstoff GS-441524 erwiesen, so Hartmann. "Bisher ist das genannte Medikament in Deutschland aber nicht zugelassen und hier auch nicht legal zu beziehen." Lediglich der Einsatz im Rahmen von Studien sei bisher möglich, eine laufe derzeit etwa an der Kleintierklinik der LMU München. Ein früher Therapiestart sei wichtig, um die erkrankte Katze noch heilen zu können.

Wie der "Spiegel" schreibt, ist schon lange bekannt, dass FIP durch mutierte feline Corona-Viren ausgelöst werden kann. Bisher hätten sich diese Viren aber nicht so leicht übertragen, weshalb der heftige Ausbruch auf Zypern ab Januar 2023 zunächst verwundert habe.

Die Feline infektiöse Peritonitis (FIP), erklärt Ärztin Katrin Hartmann, ist unbehandelt eine tödlich verlaufende Krankheit von Katzen. Es handle sich um eine schon lange weltweit bekannte Erkrankung, die vom felinen Corona-Virus (FCoV) ausgelöst werde. Auch in Deutschland komme dieser Erreger vor, der aber meist keine Symptome oder höchstens milden Durchfall verursache. Nur selten führe er zu einer spontanen Veränderung des harmlosen Virus, dann erkranke die Katze an FIP, so die Fachtierärztin. Nach ersten unspezifischen Symptomen wie Appetitlosigkeit und Fieber können dann Ergüsse und Flüssigkeitsansammlungen etwa in der Bauch- und Brusthöhle folgen, außerdem neurologische Symptome und Augenprobleme.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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