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Bereits "überzeugend" ausgesagt

Betrugsprozess in New York: Trump will nicht mehr aussagen

  • Aktualisiert: 11.12.2023
  • 20:25 Uhr
  • Rebecca Rudolph
Donald Trump, ehemaliger Präsident der USA, will in dem laufenden Betrugsprozess gegen ihn in New York nun doch nicht persönlich aussagen.
Donald Trump, ehemaliger Präsident der USA, will in dem laufenden Betrugsprozess gegen ihn in New York nun doch nicht persönlich aussagen.© Eduardo Munoz Alvarez/AP Pool/dpa

Es geht um sein Firmenimperium: Eigentlich wird Donald Trump am Montag vor Gericht erwartet. Allerdings will der Ex-US-Präsident in dem laufenden Betrugsprozess gegen ihn nun doch nicht persönlich aussagen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Um an günstigere Kredite und Versicherungsverträge zu kommen, soll Trump jahrelang den Wert seiner Trump Organization manipuliert haben.

  • Im Betrugsprozess gegen ihn wird für Montag eine weitere Aussage erwartet.

  • Diese wird es nach den Worten des 77-Jährigen aber nicht geben.

Ex-US-Präsident Donald Trump will in dem laufenden Betrugsprozess gegen ihn am Montag (11. Dezember) in New York jetzt doch nicht persönlich aussagen. Das schrieb der Republikaner am Sonntag (10. Dezember, Ortszeit) auf der von ihm mitgegründeten Online-Plattform "Truth Social".

Er habe bereits "sehr erfolgreich und überzeugend" ausgesagt, schrieb der 77-Jährige in Großbuchstaben in einem längeren Statement. Eigentlich wurde erwartet, dass Trump am Montag in der Schlussphase des Prozesses, der seit Anfang Oktober läuft, als Zeuge für die Verteidigung auftreten würde.

Im Video: Prozess in New York: Trump verlässt schweigend den Gerichtssaal

Staatsanwältin will 250 Millionen US-Dollar-Strafe

In dem Zivilprozess steht die Zukunft des Firmenimperiums des ehemaligen US-Präsidenten auf dem Spiel. Die Anklage wirft Trump, seinen Söhnen und Mitarbeiter:innen vor, den Wert der Trump Organization über Jahre hinweg manipuliert zu haben, um günstigere Kredite und Versicherungsverträge zu erlangen. Obwohl Trump keine Gefängnisstrafe oder direkten Auswirkungen auf seine Präsidentschaftsbewerbung drohen, könnte eine Verurteilung geschäftlich beträchtlichen Schaden anrichten.

Letitia James, die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates New York, will erreichen, dass Trump 250 Millionen US-Dollar zahlen muss und in New York keine Geschäfte mehr machen darf.

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Trump nutzt Prozess als Wahlwerbung

Bereits im November hatte Trump in einer hitzigen und teils chaotischen Sitzung ausgesagt und dabei immer wieder betont, dass der Wert seiner Immobilien unterschätzt sei, nicht aber aufgebläht. Allerdings gab er dabei aber auch zu, Einfluss auf finanzielle Berichte genommen zu haben und widersprach sich teilweise selbst. In dem Verfahren wurden auch seine Kinder Donald Jr., Eric und Ivanka von der Staatsanwaltschaft befragt.

Donald Trump will 2024 erneut als US-Präsident gewählt werden. Für die Kandidatur der Republikaner ist er der aussichtsreichste Bewerber. Nach Einschätzung vieler Beobachter:innen nutzt er den Prozess als Wahlwerbung.

Im Video: "Keine politische Kundgebung": Richter weist Trump in Betrugsprozess zurecht

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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