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Durchgebranntes Federvieh

Problem-Vögel in Bottrop: Pfauen terrorisieren Anwohner

  • Veröffentlicht: 16.02.2024
  • 12:10 Uhr
  • Stefan Kendzia
Vier ausgebüxte Pfauen treiben in Bottrop ihr Unwesen: Sie hinterlassen Dreck, Kot und zerkratzen Autos. (Symbolbild)
Vier ausgebüxte Pfauen treiben in Bottrop ihr Unwesen: Sie hinterlassen Dreck, Kot und zerkratzen Autos. (Symbolbild)© REUTERS

In Bottrop-Kirchhellen ist vor einiger Zeit drei eitlen Vögeln der Ausbruch aus ihrem Gehege gelungen. Seitdem tyrannisieren sie die Anwohner:innen wie eine Straßengang. Sie hinterlassen Dreck, Chaos und sogar zerkratzte Autos.

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Vor rund drei Wochen ist eine Pfauenmama samt ihrer zwei halbstarken Söhne durchgebrannt. Die schrägen Vögel führen sich seitdem in Bottrop-Kirchhellen auf, als wären sie eine Straßengang. Inzwischen hagelt es Beschwerden über verdreckte Wege, ausgegrabene Blumenzwiebeln und zerkratzte Autos.

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Erst ausgebüxt, dann aufgeführt

Pfauen sind eitle Tiere. Dass sie sich aber auch wie kleine Mafiabosse aufführen können, erfahren derzeit Bürger:innen von Bottrop. Eine Pfauenmutter ist zusammen mit ihren zwei Söhnen aus dem heimischen Bauernhof ausgebüxt und führen sich seitdem auf wie eine Straßenbande, wie die "Bild" mitteilt. Von Kothaufen über ausgegrabene Blumenzwiebeln bis hin zu zerkratzten Autos ist alles dabei. Wo sie das nur gelernt haben?

Fest steht: Die Vögel gehören einem Landwirt, der bereits seit 20 Jahren Pfauen hält. Sie machen täglich ihre Ausflüge und kommen abends zum Schlafen wieder nach Hause. Genau diesen Weg scheinen die drei seit Wochen nicht zu finden. Vielleicht, weil sie die Freiheit genießen und sich aufführen können wie Oskar? Einfangen lassen sie sich zumindest nicht: "Es gab einige Beschwerden, weil die Pfauen es toll finden, auf Autodächern herumzulaufen. Das Problem dabei ist, dass die Vögel ordentliche Krallen haben und Kratzer entstehen können", so Andreas Pläsken, Sprecher der Stadt Bottrop. Eine Lösung für das Problem gab es bisher nicht. 

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:newstime

Noch zwei Wochen Zeit - dann wird der Bauer für alle Schäden haftbar gemacht

Laut "WAZ" gab es jetzt eine Kehrtwende. Die Stadt höchstpersönlich stellt dem Pfauenvater nun ein Ultimatum: Sollte er bis 1. März seine Vögel nicht wieder unter seine Fittiche bekommen, wird er für alle Schäden, die von den Tieren verursacht werden, haftbar gemacht. "Ich habe keinen Bock auf Gerichtsverhandlungen und Ärger mit dem Ordnungsamt", so Bauer Burkhard Sagel auf seinem Facebook-Account. Er sieht jetzt keine andere Möglichkeit, als sich auf die Jagd nach seinen Pfauen zu machen und sie "einzusperren beziehungsweise abzugeben". Beim Einfangen hofft er auf die Mithilfe der Anwohner:innen.

"Ich brauche jemanden, der weiß, in welchem Baum die schlafen und ich brauche einen Kletterkünstler, der den Baum raufturnt, denn die sind nachtblind und das ist die einzige Chance, die einzufangen", sagt Burkhard Sagel und macht dann noch einen Vorschlag: "Wenn ein Jäger dabei ist, der gern mitten im Dorf Pfauen schießen will: Ran, bitte bei mir melden." Übrigens ist das nicht das erste Mal, dass die Pfauen von Bauer Sagel Ärger machen. Vor fünf Jahren sollen einige Exemplare als Anhalter entlang der A31 stolziert sein. Sie hätten für einen Polizeieinsatz auf der Autobahn gesorgt.

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  • Verwendete Quellen:
  • Bild: "Pfauen-Gang randaliert in Bottrop"
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