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Schweres Unwetter auf italienischer Insel

Tote bei Unwetter-Tragödie in Ischia

  • Veröffentlicht: 27.11.2022
  • 21:38 Uhr
  • Joachim Vonderthann
Ein schweres Unwetter hat auf Ischia Todesopfer gefordert.
Ein schweres Unwetter hat auf Ischia Todesopfer gefordert.© Salvatore Laporta/AP/dpa

Schutt, Verwüstung, ins Meer gerissene Autos: Ein schweres Unwetter hat auf der italienischen Ferieninsel Ischia eine Katastrophe ausgelöst. Die Zahl der Todesopfer steigt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein schwere Unwetter wütet auf der italienischen Insel Ischia.

  • Mehrere Menschen sterben, darunter auch Kinder.

  • Der Zivilschutz-Chef spricht von einer "Tragödie".

Heftige Unwetter haben am Samstag im Norden der italienischen Mittelmeerinsel Ischia Überschwemmungen und Chaos angerichtet. Mindestens sieben Menschen, darunter zwei Kinder und ein 22 Tage altes Baby, verloren in den Schlammmassen ihr Leben, wie die zuständige Präfektur Neapels mitteilte. Einige erlitten Verletzungen.

Tragödie auf Ferieninsel Ischia

Am Sonntagabend (27. November) suchten die Retter noch nach weiteren Vermissten. Feuerwehrtaucher prüften, ob sich in den ins Meer gespülten Autos möglicherweise Opfer befinden. "Es ist eine Tragödie", sagte der Zivilschutz-Chef, als das Ausmaß der Verwüstung zutage trat. In Rom betete Papst Franziskus für die Menschen auf Ischia - einer bei Touristen beliebten Insel, auf der auch Altkanzlerin Angela Merkel gerne Urlaub machte.

Das Unwetter brach in den frühen Morgenstunden über das Eiland mit etwas mehr als 60 000 Einwohnern herein. Besonders betroffen war der Küstenort Casamicciola im Norden. Zwischen Häusern fraß ein Erdrutsch eine Schneise der Zerstörung in einen Hang, wie Fotos zeigten. 30 Gebäude wurden bei dem Unwetter in Mitleidenschaft gezogen.

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Autos ins Meer gerissen

Die Gegend galt als Risikogebiet. Schnell wurden Stimmen laut, die Behörden hätten in den vergangenen Jahren nicht genug für den Schutz unternommen. Wassermassen spülten Autos durch die Straßen, die teilweise auf dem Dach liegen blieben. Aus einem ins Meer gerissenen Wagen rettete die Feuerwehr nach eigenen Angaben zwei Menschen.

Schnell begannen die Aufräumarbeiten. Die Behörden waren zeitweise mit ungefähr 370 Feuerwehrleuten und Polizisten im Einsatz. Vom Festland legten Spezialisten, Fahrzeuge und weitere Verstärkung zu der Insel im Golf von Neapel ab. Das Militär entsandte Hubschrauber und rettete drei Erwachsene und zwei Kinder, die in einer Ferienanlage festsaßen. Andernorts retteten Einsatzkräfte einen Mann, der in einem Gebäude bis zur Brust im Dunkeln im Wasser steckte, wie Videos zeigten. Einsam mühte sich ein kleiner Bagger durch die mit Schlamm bedeckten Straßen und versuchte die teils völlig zerstörten Autos aus dem Dreck zu ziehen.

Unwetter erschweren Arbeiten

Am Samstag erschwerte das noch tobende Unwetter die Arbeiten. "Die Situation ist sehr kompliziert", sagte Innenminister Matteo Piantedosi. Am Sonntag legte sich der Sturm zu Gunsten der Rettungskräfte. Nach letztem Stand holten sie rund 230 Menschen aus ihren Häusern und brachten sie etwa in einem Hotel unter.

Viele hatten über Stunden im betroffenen Teil der Insel ihre Wohnungen nicht verlassen können. Die Verwaltung hatte die Menschen dazu angewiesen. Viele hatten keinen Strom mehr. Schulen, Friedhöfe und Parks waren am Samstag geschlossen geblieben. Das hatte Ischias Bürgermeister Enzo Ferrandino bereits am Freitag wegen der Unwetter-Warnung angeordnet.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa

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